Neue Ausgabe des DZG-Magazins SYNERGIE zum Thema „Regenerative Medizin“

Zell- und Gentherapien markieren einen Paradigmenwechsel in der Medizin: Sie nutzen lebende Zellen zur Therapie von Erkrankungen. Erste Anwendungen zeigen ihr großes Potenzial bei Tumoren, Autoimmun- oder Stoffwechselerkrankungen. Dabei werden Gewebe und Organfunktionen wiederhergestellt oder erneuert – wie der „Phönix aus der Asche“ auf dem Titelbild der SYNERGIE kann Gesundheit neu entstehen. Die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) arbeiten daran, diese Ansätze aus der Grundlagenforschung in die klinische Praxis zu bringen und damit neue Perspektiven für Patient:innen zu eröffnen. Welche Ergebnisse die DZG erzielt haben, beschreibt die neue Ausgabe der SYNERGIE.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

AWMF spricht sich für Erhalt essenzieller Angebote von ZB MED aus

Berlin, 1.Dezember 2025 · Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) äußert sich in einem Positionspapier zur Relevanz essenzieller Angebote der Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), insbesondere für den niedrigschwelligen Zugang von Forschungsergebnissen, aber auch weiteren Leistungen, die als erhaltenswert angesehen werden.

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Neue Einblicke in die Grundprinzipien der Augenentwicklung

Forscher*innen entdecken ein lichtreguliertes Stammzellsystem, das das lebenslange Wachstum der Augen bei Meeresringelwürmern steuert

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Neue Plattform zur Entwicklung therapeutischer RNA-Trägersysteme

LMU-Forschende kombinieren erstmals Machine Learning und Molekulardynamik zur Entdeckung neuartiger RNA-Transportmaterialien.

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Biophysik: Verzögerte Zufuhr von Bausteinen erleichtert Assemblierung

LMU-Physiker zeigen, warum Warten die Effizienz der Selbstmontage komplexer Systeme steigern kann.

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Angeborene Muskelschwäche: Muskeln können sich nicht regenerieren

Seit über 20 Jahren erforscht ein Team der Universität Basel eine schwere Form von Muskelschwäche, bei der die Muskeln allmählich absterben. Nun haben die Forschenden herausgefunden, dass auch die Regenerationsfähigkeit der Muskeln beeinträchtigt ist. Künftige Therapien sollten daher auch diesen Aspekt fördern.

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Gemeinsam für eine bedarfsorientierte Versorgung – Bilanz des DGPPN Kongresses

Mit einem klaren Appell für eine moderne, individuumszentrierte und wissenschaftsbasierte Psychiatrie ist am Samstag der jährliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zu Ende gegangen. 9.600 Teilnehmende aus Forschung, Versorgung und Politik diskutierten vier Tage lang über aktuelle Entwicklungen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die besonderen Herausforderungen in der Versorgung psychisch erkrankter Menschen.

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Streik bei der zellulären Müllabfuhr

Greifswalder Publikation in der Fachzeitschrift Nature Communications

Wenn die zelluläre Abbaumaschine im menschlichen Körper nicht mehr funktioniert, hat das gravierende Folgen für das Gehirn. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Greifswalder Professorin Elke Krüger hat herausgefunden, dass bestimmte genetische Veränderungen in der Proteinabbaumaschine der Zelle, genannt Proteasom, schwere neuronale Entwicklungsstörungen verursachen können.

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Zahl der Mehrlingsgeburten nach Kinderwunschbehandlung sinkt weiter

Aktuelle Zahlen und Fakten zur Kinderwunschmedizin: Seit 1997 wurden über 430.000 Kinder durch die Kinderwunschmedizin geboren. Die neuen Daten des Deutschen IVF-Registers (D·I·R) zeigen darüber hinaus als Meilenstein, dass die Mehrlingsgeburtenrate nach künstlicher Befruchtung erstmals unter zehn Prozent liegt. Denn: Etablierte Methoden wie Single Embryo Transfer reduzieren Mehrlings- und Frühgeburtenrisiken, während das Alter der Mutter weiterhin entscheidend für den Erfolg bleibt.

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TU Dresden bestellt Helmholtz-Präsident Martin Keller als Honorarprofessor

Herausragende Forscherpersönlichkeit in den Lebenswissenschaften und Brückenbauer zwischen Ländern, Disziplinen sowie Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft: Die Technische Universität Dresden (TUD) hat am 28. November 2025 Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, im Festsaal des Rektorats zum Honorarprofessor bestellt. Mit seiner Bestellung übernimmt der Mikrobiologe Keller das Lehrgebiet „Nachhaltige Energieprozesse“ am Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) und verstärkt damit ein bedeutendes Entwicklungsfeld der TUD an der Schnittstelle zwischen biotechnologischer Grundlagenforschung und Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft.

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Herzinfarkt-Sterblichkeit: Große Fortschritte in Sachsen-Anhalt

Deutscher Herzbericht: Herzinfarkt-Sterberate in Sachsen-Anhalt ist rückläufig. Experten sehen „positive Effekte“ zur Senkung der Infarktsterblichkeit auch dank landesweiter Aufklärungskampagne „Herzwoche Sachsen-Anhalt“.

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Inhibitory Brain Cells Help Maintain Emotional Balance

Neurons that specifically reduce and modulate electrical brain activity have a greater influence on emotional memories than previously thought. DZNE researchers come to this conclusion based on studies in mice. A team led by Bonn-based neuroscientist Sabine Krabbe reports these findings in the journal Nature Communications, along with experts from Switzerland and Israel. The study’s results shed new light on how the brain generates and stores memory content and may help to elucidate the neural mechanisms of anxiety and post-traumatic stress disorders.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Corona-Pandemie traf Geflüchtete besonders hart

Psychische Erkrankungen, Verletzungen und andere Erkrankungen nahmen in Flüchtlingsunterkünften während der Covid-19-Pandemie deutlich zu. Forschende der Universität Bielefeld und des Universitätsklinikums Heidelberg zeigen erstmals auf breiter Datenbasis, wie stark die Pandemie Geflüchtete in Deutschland belastet hat – und welche Lehren sich daraus für kommende Krisen ziehen lassen.

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As our gut age: New study finds out why important genes “go quiet” as we get older

Researchers from the Leibniz Institute on Aging – Fritz Lipmann Institute (FLI) in Jena, Germany, the Molecular Biotechnology Centre Turin and the University of Turin, Italy, have identified a fundamental aging mechanism in the gut. A specific form of epigenetic aging, ACCA drift, accumulates in intestinal stem cells, silencing key genes through hypermethylation. Driven by age-related inflammation, weakened Wnt signaling and impaired iron metabolism, it spreads across intestinal crypts and helps explain the rising colorectal cancer risk.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Plätzchen, Festbraten und Co. – Deutsche Leberstiftung gibt Tipps für die Advents- und Weihnachtszeit

Hannover – Die Advents- und Weihnachtszeit bedeutet für viele Entspannung, Genuss und eine Auszeit vom Alltag – bringt jedoch auch gesundheitliche Risiken mit sich. Besonders der Dezember und die erste Januarwoche fördern durch Festlichkeiten wie Weihnachten, Silvester und Neujahr ungesunde Essgewohnheiten: kalorienreiche Speisen, Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und Alkohol werden vermehrt konsumiert, während gleichzeitig die körperliche Aktivität abnimmt. Diese Kombination begünstigt eine Gewichtszunahme und kann langfristig die Lebergesundheit belasten. Die Deutsche Leberstiftung gibt daher praktische Tipps, wie sich die Festtage genussvoll und leberfreundlich gestalten lassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Einladung: Pressekonferenz der DIVI | Influenza ist eine ernst zu nehmende Erkrankung für Kinder und Erwachsene

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die STIKO empfiehlt bisher nur allen Menschen ab 60 Jahren sowie Risikogruppen eine Grippeimpfung. Wir aber wissen: Auch für Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen kann es zu schwerwiegenden Verläufen bei einer Influenza-Infektion kommen.

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Neue RNA-Klasse schafft Ordnung in der Zelle

Innerhalb von Zellen bilden RNAs und Proteine biomolekulare Kondensate – winzige, flüssigkeitsähnliche Tröpfchen, die für die Organisation des Zelllebens unerlässlich sind. Manche RNAs lagern sich zu Clustern zusammen. Fehlfunktionen in diesem Prozess können Entwicklungsstörungen, Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen auslösen. Warum sich manche RNAs leichter als andere zusammenlagern, war bislang unklar. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun eine neue RNA-Klasse namens smOOPs identifiziert und damit ein besseres Verständnis entwickelt, wie biomolekulare Kondensate entstehen. Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cell Genomics. (DOI: 10.1016/j.xgen.2025.101065)

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Debatte um die Definition von hochprozessierten Lebensmitteln verstellt den Blick auf das Wesentliche

Derzeit wird eine Debatte darüber geführt, wie verlässlich aktuelle Studien zu den gesundheitlichen Risiken hochprozessierter Lebensmittel sind. Während zahlreiche Studien auf mögliche negative Effekte hinweisen, verweisen Kritiker auf methodische Schwächen bzw. unklare Definitionen und relativieren die Ergebnisse. Dabei gerät jedoch ein zentraler Punkt in den Hintergrund: Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland ernährt sich unausgewogen, oft schon im Kindesalter, und geht damit gesundheitliche Risiken ein. Anstatt sich in Definitionsfragen zu verlieren, sollte der Fokus auf dem deutlich dringlicheren Problem liegen: der weit verbreiteten ungesunden Ernährung in der Bevölkerung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Online-Vortrag: „KI in Projekten eines großen Universitätsklinikums“

Im Rahmen der APOLLON Vortragsreihe „Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen“ erläutert Marvin Schreiber, Experte für die digitale Transformation am Universitätsklinikum Münster (UKM,) am 09. Dezember 2025 um 18:00 in einem von Prof. Dr. Tobias Kesting moderierten Vortrag das Thema „KI in Projekten eines großen Universitätsklinikums“.

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Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung feiert sein 60-jähriges Jubiläum

Von Biotechnologie bis zur Pandemiebewältigung – sechs bewegte Jahrzehnte der Spitzenforschung

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Später als gedacht: Hauskatze erreichte Europa erst vor 2000 Jahren

Genomische Analysen von Katzenfunden aus knapp 100 archäologischen Fundstätten aus Europa und Anatolien zeigen: Die Hauskatze kam offenbar erst vor rund 2000 Jahren aus Nordafrika nach Europa und nicht wie bisher angenommen mit jungsteinzeitlichen Ackerbauern und Viehzüchtern aus dem Vorderen Orient im 7. Jahrtausend vor heute. Die Studie wurde heute in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

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Urban bats avoid street lights when commuting between their roosts and foraging grounds

Some bat species seek shelter during the day in the attics of large, mostly historic buildings within human settlements, even though they forage for insects at night in the dark surrounding countryside. This requires daily commuting between brightly lit districts and dark foraging grounds. A team at the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) has shown that greater mouse-eared bats (Myotis myotis) – Germany’s largest bats – prefer to use sparsely lit or completely dark areas when commuting through residential areas.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Fledermäuse in Siedlungen meiden Straßenlicht beim Pendeln zwischen Quartier und Jagdlebensraum

Einige Fledermausarten suchen tagsüber Unterschlupf in Dachstühlen großer, zumeist historischer Gebäude innerhalb menschlicher Siedlungen, obwohl sie in der Nacht im dunklen Umland nach Insekten jagen. Dies erfordert tägliches Pendeln zwischen teils hell erleuchtetem Siedlungsbereich und dunklem Jagdlebensraum. Ein Team am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wies nach, dass Große Mausohren (Myotis myotis) – die größten heimischen Fledermäuse – beim Pendeln durch Siedlungsgebiete bevorzugt wenig ausgeleuchtete Bereiche nutzen.

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Information in der Zufälligkeit lebender Materie

• Neue mathematische Werkzeuge geben Aufschluss über das veränderliche Verhalten von lebender Materie

• Schwankungen in solchen energieverbrauchenden Systemen können aufgrund des Einflusses der Zeitrichtung nicht mit klassischen physikalischen Methoden beschrieben werden

• Quantitative Vorhersagen zum Verhalten aktiver Materie können einen Ausgangspunkt für die experimentelle Gestaltung solcher Systeme bilden

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How a gene shapes the architecture of the human brain

Researchers around the world are studying how the human brain achieves its extraordinary complexity. A team at the Central Institute of Mental Health in Mannheim and the German Primate Center – Leibniz Institute for Primate Research in Göttingen has now used organoids to show that the ARHGAP11A gene plays a crucial role in brain development. If this gene is missing, key processes involved in cell division and structure become unbalanced.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft