CDRatlas: A Guide to CO2 Removal Methods on Land and in the Ocean
How can carbon dioxide (CO2) be permanently removed from the atmosphere? Which approaches are realistic, meaningful and responsible? The Carbon Removal Atlas (CDRatlas) now provides answers to these questions. Developed under the leadership of the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel, this freely accessible online platform compiles scientifically sound information on methods for removing CO2 from the atmosphere. Its aim is to provide policymakers, public authorities, industry and the general public with robust, clearly structured knowledge, offering a reliable basis for dealing with difficult-to-avoid emissions. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Die unsichtbaren Welten unter unseren Füßen: Wie Mikroorganismen an Gesteinsoberflächen das Grundwasser prägen
Tief unter der Erdoberfläche, in den Poren und Spalten von Gestein, leben riesige Gemeinschaften von Mikroorganismen. Sie sind für das bloße Auge unsichtbar – und doch spielen sie eine zentrale Rolle für die Qualität des Grundwassers und für globale Stoffkreisläufe. Ein Forschungsteam um Dr. Martin Taubert vom Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zeigt nun: Das Leben im Untergrund folgt zwei grundlegend unterschiedlichen Strategien – mit weitreichenden Folgen für Umweltforschung und Praxis. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Polyneuropathien besser verstehen: Verbund erhält weitere Förderung für Ergründung des Lipidhaushaltes
Sie betreffen fast jeden dritten Menschen über 60 in Deutschland und sind weltweit für mehr als zehn Millionen verlorene gesunde Lebensjahre verantwortlich: Polyneuropathien. Obgleich ein Massenphänomen, kann dieses Krankheitsbild (kurz: PNP) kaum behandelt werden. Der Grund: Die medizinische Forschung weiß noch immer wenig über das, was im Körper der Betroffenen abläuft. Ein Konsortium aus Essen, Heidelberg, Leipzig und Münster ist auf bestem Weg, das zu ändern. Im Fokus des Verbunds: der Lipidstoffwechsel in den peripheren Nerven. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Unexpected feedback in the climate system
Low algal growth despite high iron supply: A new study in Nature Geoscience uncovers a surprising link between West Antarctic Ice Sheet retreat and the growth of marine algae over the past 500,000 years. The team’s findings suggest that global warming could potentially result in a reduced uptake of carbon dioxide in the Pacific sector of the Southern Ocean if the West Antarctic Ice Sheet, which is considered unstable, continues to shrink. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Unerwartetes Feedback im Klimasystem
Geringes Algenwachstum trotz hoher Eisenzufuhr: Studie deckt überraschenden Zusammenhang zwischen Rückgang des Westantarktischen Eisschildes und Algenwachstum während der vergangenen 500.000 Jahre auf. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Priv.-Doz. Dr. Armin Soave ist neuer DGA-Präsident: Wechsel an der Spitze der DGA e.V.
Interdisziplinarität stärken, Standorte vernetzen, sektorenübergreifende Zusammenarbeit intensivieren: Priv.-Doz. Dr. Armin Soave ist seit 1. Januar 2026 neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA) und verfolgt in dieser Funktion klare Ziele. Der Facharzt für Urologie, Andrologie und Sexualmedizin; FEBU FECSM Clinical Andrologist (EAA) wurde auf der Mitgliederversammlung im Rahmen des DGA-Intensivkurses am 11. Oktober 2025 in Dortmund einstimmig in das Präsidentenamt gewählt. Er folgt auf Prof. Dr. Sabine Kliesch, die als erste Frau die Fachgesellschaft führte und nach Ablauf der Höchstamtszeit nicht mehr zur Wahl stand. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
WHO aktualisiert Europäischen Kodex gegen Krebs: 14 Empfehlungen für wirksame Krebsprävention
Pünktlich zum Weltkrebstag liegt die aktualisierte, fünfte Auflage des Europäischen Kodex gegen Krebs in deutscher Sprache vor. Der Kodex wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO veröffentlicht und enthält 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können. Erstmalig beinhaltet der Kodex auch konkrete Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger. Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordern, dass Deutschland seine Präventionspolitik stärker an den Empfehlungen der WHO ausrichtet, um das Potenzial der Krebsprävention auszuschöpfen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Geplauder in der Sonne: Wie Erdmännchen ihre sozialen Bindungen stärken
Erdmännchen pflegen ihre sozialen Bindungen nicht nur durch Körperkontakt, sondern auch durch stimmliche Laute. Wie das geschieht, erforschte ein Team der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Klinische Studien sind ein Hürdenlauf – und entscheidend für den Fortschritt in der Krebsmedizin
gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) zum Weltkrebstag 2026 Neue Krebstherapien entstehen nicht im Labor allein. Sie müssen sich in klinischen Studien bewähren, bevor sie Patientinnen und Patienten zugutekommen. Anlässlich des Weltkrebstags macht das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gemeinsam mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) auf die zentrale Bedeutung klinischer Studien aufmerksam – und auf die zahlreichen Hürden, die ihren Weg in die klinische Anwendung bremsen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Deutsche Leberstiftung zum Weltkrebstag: Prävention und Früherkennung ist auch bei Lebertumoren von großer Bedeutung
Hannover, 30. Januar 2026 – Am 4. Februar 2026 findet der Weltkrebstag der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) zum 26. Mal statt. Der Weltkrebstag soll die Vorbeugung, Forschung und Behandlung von Krebs ins öffentliche Bewusstsein rücken und über Prävention sowie Früherkennung aufklären. Auch die Deutsche Leberstiftung beteiligt sich daran und fördert die Vermeidung und frühe Diagnose von Lebertumoren. Das aktuelle Motto lautet „Gemeinsam einzigartig“ (United by Unique). Es weist darauf hin, dass Krebspatienten zwar durch ihre Diagnose miteinander verbunden sind, darüber hinaus aber eine eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und eigene Bedürfnisse haben. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Fossil regurgitation reveals feeding behaviour of an early land predator
New research conducted by palaeontologists from the Museum für Naturkunde Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin and the CNRS (France) documents the earliest occurrence of a fossilised regurgitation produced by a strictly terrestrial predator from the early Permian Bromacker locality. Lead by MfN doctoral researcher Arnaud Rebillard, the international team identified the bone content preserved within the regurgitation and discovered remains belonging to three animals of different species and body sizes. This discovery provides the first direct insight into feeding behaviour and trophic interactions within a terrestrial ecosystem, dating back approximately 290 million years. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ausgewürgte Knochen erzählen von der Jagd vor 290 Millionen Jahren
Ein einzigartiger Fossilfund aus Thüringen liefert erstmals direkte Einblicke in das Fressverhalten früher Landräuber. Forschende des Museums für Naturkunde Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und des CNRS (Frankreich) haben an der berühmten Bromacker Fossillagerstätte einen versteinerten Magenauswurf entdeckt und analysiert. Die Ergebnisse wurden jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Dangerous fungal infections – Leibniz Institute DSMZ provides foundation for their investigation
German Leibniz Institute DSMZ makes WHO-listed fungi available to researchers worldwide Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Deutsche Schäferhunde: Flaschenhalseffekte prägen die Zucht
Eine Analyse historischer Genome zeigt, wie Populationseinbrüche während des Zweiten Weltkriegs und Inzucht die genetische Diversität des Deutschen Schäferhunds verringerten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Using AI to Retrace the Evolution of Genetic Control Elements in the Brain
Artificial intelligence allows tracing the evolution of genetic control elements in the developing mammalian cerebellum. An international research team led by biologists from Heidelberg University as well as the Vlaams Instituut voor Biotechnologie and KU Leuven (Belgium) has now developed advanced AI models that can predict the activity of these elements based solely on their DNA sequence. Using these models, the scientists were able to retrace the evolutionary changes in the control programs, also identifying those that are specific to the human lineage. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mit KI die Evolution genetischer Kontrollelemente im Gehirn nachverfolgen
Mithilfe Künstlicher Intelligenz ist es möglich, die Evolution genetischer Kontrollelemente in dem sich entwickelnden Kleinhirn von Säugetieren nachzuverfolgen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Biologinnen und Biologen der Universität Heidelberg sowie des Vlaams Instituut voor Biotechnologie und der KU Leuven (Belgien) hat dafür fortschrittliche KI-Modelle entwickelt. Sie sind in der Lage, die Aktivität dieser Elemente allein anhand ihrer DNA-Sequenz vorherzusagen. So konnten die Wissenschaftler die evolutionären Veränderungen in den Kontrollprogrammen nachvollziehen und dabei auch jene Elemente identifizieren, die spezifisch für die menschliche Entwicklungslinie sind. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Stoffwechsel zentrale Schaltstelle für ein gesundes Leben und natürliches Altern
Zellstoffwechsel kontrolliert über epigenetische Programme Alterung und Erkrankungen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Internationalisierung als Querschnittsaufgabe
Mit einer neuen Internationalisierungsstrategie stellt die Evangelische Hochschule Berlin ihre internationale Ausrichtung für die kommenden Jahre neu auf. Der Akademische Senat hat das strategische Papier für den Zeitraum 2025 bis 2028 beschlossen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Impfstoff-gefüllte Fetttröpfchen ihre Fracht entlassen
Wenn die Lipidnanopartikel bei Aufnahme in die Zelle in eine saure Umgebung gelangen, organisieren sie ihre Hülle grundlegend um, zeigt eine Studie der FAU. Impfstoffe und andere Medikamente werden oft in kleinen Fetttröpfchen verpackt. In dieser Form werden sie von den Zellen aufgenommen und entlassen erst dann ihre Fracht. Auslöser dafür ist ein veränderter pH-Wert in der Umgebung der Tröpfchen. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun am Computer simuliert, was dabei genau passiert. Ihre Ergebnisse könnten dabei helfen, die Freisetzung der Wirkstoffe zu optimieren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Small“ veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
How uranium from mining enters the environment
For decades, families in communities around Johannesburg have been living close to huge gold mining waste dumps. For many residents the dust that is released there is just part of everyday life – but it can contain natural uranium compounds that come to the surface with the mined rock. A new study in the journal Environmental Geochemistry and Health (DOI: 10.1007/s10653-025-02874-2) reveals how this exposure is reflected in children’s hair. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Uran aus dem Bergbau in die Umwelt gelangt
Seit Jahrzehnten leben Familien in Gemeinden rund um Johannesburg in der Nähe riesiger Abraumhalden von Goldminen. Für viele Anwohner ist der dort freigesetzte Staub Teil des Alltags – doch er kann natürliche Uranverbindungen enthalten, die mit dem abgebauten Gestein an die Oberfläche gelangen. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Environmental Geochemistry and Health (DOI: 10.1007/s10653-025-02874-2) zeigt, wie sich diese Belastung im Haar von Kindern widerspiegelt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mitochondrien als Schaltzentralen der Zellkommunikation
Strukturelle und funktionelle Eigenschaften von Mitochondrien prägen ihre Rolle als Signalorganellen – mit weitreichenden Konsequenzen für Immunantworten, Entzündungsprozesse und Erkrankungen. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze F. Winklhofer vom Institut für Biochemie und Pathobiochemie der Ruhr-Universität Bochum gibt einen Überblick über ihre vielfältigen Funktionen. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Molecular Cell vom 28. Januar 2026. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ein Protein, eine große Entscheidung: Wie Braunalgen wissen, wann sie sich fortpflanzen
Forscher entdecken einen unerwartet einfachen Mechanismus, der den Lebenszyklus von Algen steuert. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biologie haben eine bemerkenswert schlichte Strategie für die Entwicklungssteuerung bei Braunalgen entdeckt. Sie konnten zeigen, dass ein einziges ARGONAUTE-(AGO-) Protein den Übergang vom vegetativen Wachstum zur sexuellen Fortpflanzung orchestriert und die Keimbahn festlegt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
One single protein, one big decision: how brown algae know when to reproduce
Researchers discover an unexpectedly simple mechanism that controls life cycle in algae. Scientists at the Max Planck Institute for Biology have discovered a remarkably streamlined strategy for developmental control in brown algae. They could show that a single ARGONAUTE (AGO) protein orchestrates the transition from vegetative growth to sexual reproduction and directs germline establishment. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Structure and function of proteasome storage granules elucidated
Cells organize their molecules in distinct functional areas. While textbooks usually refer to membrane-bound organelles such as mitochondria and cell nuclei, recent studies have also revealed organelles without membranes. These include stress granules and proteasome storage granules (PSGs). In the past, these membraneless organelles were only visible as “droplets” using a fluorescence microscope. Now, researchers from the Max Planck Institute of Biochemistry in Martinsried, University Medical Center Göttingen, and University of Toronto have defined the detailed structures of molecules in PSGs for the first time, using cryoelectron tomography. The results were published in the journal Cell. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft