Bessere Hilfe bei Husten: Aktualisierte Leitlinie zur Behandlung von erwachsenen Patienten veröffentlicht

Etwa zehn Prozent der erwachsenen Deutschen leiden unter chronischem Husten, der länger als acht Wochen anhält. „Das beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich und kann zu verschiedenen Problemen wie Schlafstörungen, Stressinkontinenz und Kopfschmerzen führen. Betroffene sollten die zugrundeliegende Erkrankung abklären lassen“, rät Lungenspezialist Dr. Peter Kardos. Um speziell Fachärztinnen und -ärzte bei der spezialisierten Diagnostik und Therapie zu unterstützen, ist jetzt unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) die aktualisierte S2k-Leitlinie „Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten“ erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Fasten und Rheuma: DGRh-Kommission nimmt Stellung zum therapeutischen Potenzial

Fasten gilt seit Jahrhunderten als gesundheitsförderlich. Für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises liegen nur wenige Studien vor, die Effekte des Fastens auf die Aktivität der Entzündung erfasst haben. Eine Untersuchung aus den 1990er Jahren spricht dafür, dass eine Fastenperiode bei rheumatoider Arthritis (RA) Symptome dieser Erkrankung lindern könnte. Positive Effekte werden auch für Betroffene von Bluthochdruck und Diabetes Typ 2 berichtet. Die Kommission für Komplementäre Heilverfahren und Ernährung der DGRh hat die vorliegende Evidenz zum Fasten gesichtet: Bei ausgewählten Patient:innen kann diese Methode sinnvoll in ein rheumatologisches Therapiekonzept integriert werden.

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DSG und DGN schreiben Schlaganfall-Preis 2025 aus

Gesucht werden hervorragende Forschungsleistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der zerebrovaskulären Erkrankungen: Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) schreibt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) den Schlaganfall-Preis 2025 aus. Dieser ist mit 5.000 Euro dotiert. Bewerbungen werden bis zum 31. Mai entgegengenommen.

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AI-based method for age prediction, mortality risk, and geroprotective validation

AI-based aging clock secures nearly €100K in federal funding for cross-species age prediction and geroprotection research.

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KI-gestützte Altersvorhersage, Sterberisikoanalyse und Bewertung geroprotektiver Wirkstoffe

Dr.-Ing. Debdas Paul, Postdoktorand am FLI in Jena, erhält knapp 100.000 Euro
Bundesmittel für sein Forschungsprojekt.

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Neu auf diabinfo.de: Umfassende Informationen zu Adipositas

Jeder vierte Erwachsene in Deutschland ist stark übergewichtig. Viele Betroffene leiden unter den gesundheitlichen Folgen von Adipositas und deren Komplikationen – wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose und psychischen Erkrankungen. Pünktlich zum Adipositas-Tag am 4. März hat das nationale Diabetesinformationsportal diabinfo.de sein Angebot ausgebaut und bietet jetzt auch Informationen zu Risikofaktoren und Ursachen von Adipositas sowie eine Übersicht über die verschiedenen Behandlungsansätze.

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Gründungsradar: Gründungshochschule HWR Berlin behauptet sich in den Top 10

Bei der Gründungsförderung gehört die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) zur Spitzenliga und hat sich bundesweit als erfolgreiche Gründungshochschule etabliert. Der Startup Incubator Berlin treibt Innovation voran. Im Gründungsradar 2025 behauptet der Startup Incubator Berlin seinen Platz in der Top 10 Berlin unter 64 mittelgroßen Hochschulen und punktet besonders bei Netzwerkarbeit und hochschulweitem Entrepreneurship-Mindset.

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Mehrwert ohne Abfall – ATB-Forscher konzipieren neuartige Bioraffinerie

Was bedeutet eine Wirtschaft ohne fossile Rohstoffe wie Öl und Gas? Die logische Antwort ist, dass wir Wertschöpfung nahezu ausschließlich mit nachwachsenden Ressourcen schaffen müssen. Diese sogenannte Bioökonomie stellt uns lokal bis weltweit vor große Herausforderungen. Forschende des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie aus Potsdam veröffentlichten kürzlich ein Konzeptpapier im Biofuel Research Journal, das gängige Modelle der Bioökonomie zu einem umfassenden Konzept vereint. Sie beschreiben darin, wie eine zirkuläre und nachhaltige Bioökonomie innerhalb der planetaren Grenzen aussehen könnte. Ein wesentlicher Teil dieser Vision sind smarte, integrierte Bioraffinerien.

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High value, zero waste – ATB researchers conceptualise novel biorefinery

What does it mean if our economy works without fossil raw materials such as oil and gas? The logical answer is that we will have to create value almost exclusively with biological, renewable resources. This so-called bioeconomy presents us with major challenges, both locally and globally. Researchers from Leibniz Institute for Agricultural Engineering and Bioeconomy in Potsdam recently published a concept paper in the scientific Biofuel Research Journal, which combines common bioeconomy models into a comprehensive concept. They describe what a circular and sustainable bioeconomy within planetary boundaries could look like. Smart integrated biorefineries are a key component of this vision.

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Digitisation as the key to processing colonial natural history collections

An interdisciplinary team of researchers from the Museum für Naturkunde Berlin has published a commentary highlighting how digitization in a contextualized form can be used as a powerful research tool to better understand and make colonial natural history collections more accessible. Using the famous collection of fossils extracte in the colony of German, now Tanzania, as an example, they argue that natural history objects from colonial contexts must be made accessible online together with the associated archival records. Digitization as research is an innovative method to investigate and make visible the intercultural and interdisciplinary significance of colonial natural history objects.

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Deutsche Leberstiftung zum Tag der gesunden Ernährung: So wichtig ist eine leber- und gallenschonende Ernährung

Hannover – Der „Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März 2025 stellt unter dem Motto „Leber- und Gallenwegserkrankungen“ die Bedeutung einer leber- und gallenschonenden Ernährung in den Mittelpunkt. Allein in Deutschland gibt es mindestens fünf Millionen Leberkranke, darunter sind auch Menschen mit Lebertumoren, deren Ursprungserkrankung in den Gallenwegen lokalisiert ist. Die Deutsche Leberstiftung, zu deren Aktionsfeldern die Verbesserung der Früherkennung, Prävention und Behandlung von Lebererkrankungen zählt, unterstützt den Aktionstag. Die Stiftung macht auf die zentrale Rolle der Ernährung zur Prävention und Behandlung von Leber- und Gallenwegserkrankungen aufmerksam.

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Molekulare „Feder“ startet das Hören

Hören beginnt mit der Dehnung elastischer molekularer „Federn“, die Ionenkanäle in den Hörsinneszellen im Ohr öffnen. Dass es diese Öffnungsfedern geben muss, wussten Forschende seit Jahrzehnten, finden konnten sie diese jedoch nicht. Ein Team des Göttinger Exzellenzclusters Multiscale Bioimaging (MBExC) hat jetzt erstmals eine solche Feder entdeckt. Ihre Ergebnisse werfen neues Licht auf den Hörsinn und die Funktion von Ionenkanälen. Sie wurden in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience veröffentlicht.

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OTH Regensburg setzt wegweisende Maßstäbe im Einsatz von KI in der Sozialen Arbeit

Prof. Dr. Michael Garkisch hat gemeinsam mit der renommierten US-amerikanischen Wissenschaftlerin Lauri Goldkind das weltweit erste Rahmenmodell für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Sozialen Arbeit entwickelt.

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Neue reblausresistente Unterlagssorten aus Geisenheim zugelassen

Das Institut für Pflanzenzüchtung der Hochschule Geisenheim gibt die Zulassung der neuen reblausresistenten Unterlagssorten „Vinto“ (Vitis berlandieri x Börner; Zuchtnummer Gm 9230-3) und „Libero“ (125 AA x Börner; Zuchtnummer Gm 9228-45) bekannt. Mit Bescheid des Bundessortenamtes vom 20. August 2024 wurden beide Sorten, jeweils mit der Klonbezeichnung „Klon 1 Gm“, offiziell in die deutsche Sortenliste aufgenommen.

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Überversorgung im deutschen Gesundheitssystem: unangemessene medizinische Leistungen identifiziert

Forschungsteam der TU Berlin untersuchte 24 Leistungen mit fragwürdigem Nutzen

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Kunstwerke machen auf Seltene Erkrankungen aufmerksam

Uniklinikum Dresden beteiligt sich am Welttag der Seltenen Erkrankungen (28. Februar). | Ausstellung „Selten allein“ im Dresdner Hauptbahnhof und am Uniklinikum zeigt Kunst von Betroffenen. | Die Kunstwerke sind bundesweit in ausgewählten Einkaufsbahnhöfen und öffentlichen Orten zu sehen.

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Key protein identified for understanding and treating Alzheimer’s disease

Researchers at the University of Cologne have identified a specific form of the tau protein that is responsible for mediating the toxicity of harmful protein clumps in human neurons and thus represents a new target for future treatments / publication in ‘Alzheimer’s & Dementia’

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Schlüsselprotein zum Verständnis und Behandlung von Alzheimer identifiziert

Kölner Wissenschaftler*innen haben eine spezielle Form des Tau-Proteins identifiziert, das für die Vermittlung der Toxizität der schädlichen Proteinklumpen in menschlichen Neuronen verantwortlich ist und somit ein neues Ziel für künftige Behandlungen darstellt / Veröffentlichung in Alzheimer’s & Dementia

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UV-Schutz ist schon im Frühjahr wichtig

Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini, wirbt für UV-Index als Orientierungshilfe

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„Ungesundes“ Essen während des COVID-19 Lockdowns: Wie soziale Interaktionen und Stimmung das Essverhalten beeinflussten

Entgegen den Erwartungen: Negative Stimmung und Mangel an sozialen Kontakten reduzierten ungesundes Essen

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Ur-Mollusk: Harte Schale, keine Augen und eine Raspelzunge

Ein internationales Forschungsteam hat ein zentrales Rätsel der Evolution gelöst. Die Forschenden analysierten 77 Mollusken-Genome und konnten so den Stammbaum der Weichtiere, einer der artenreichsten Tiergruppen, entschlüsseln. Die gerade als Titelstory in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ veröffentlichte Studie liefert neue Erkenntnisse über den Vorfahren aller heutiger Mollusken. Dieser besaß wahrscheinlich eine robuste Schale, einen Fuß zur Fortbewegung, keine Augen und eine Radula als Mundwerkzeug. Mollusken zeigen eine große genomische Variabilität. Diese genetische Flexibilität könnte den evolutionären Erfolg der Weichtiere erklären, heißt es in der Studie.

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Heuschrecken: Die Regeln des Schwarms neu geschrieben

Eine Studie im Wissenschaftsjournal Science zeigt: Klassische Modelle von kollektivem Verhalten können die Verhaltensmechanismen von Heuschreckenschwärmen nicht erklären – einem ökologischen Phänomen, das Millionen von Menschen weltweit beeinflusst. Die Forschungsergebnisse des Exzellenzclusters „Kollektives Verhalten“ der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie eröffnen eine neue Perspektive auf die kognitiven und sensorischen Mechanismen, die den Schwarmbewegungen zugrunde liegen. Die neuen Befunde stellen lang gehegte Überzeugungen aus dem Gebiet der Tierverhaltensforschung in Frage.

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Funktion eines bisher rätselhafen HIV-Bausteins entdeckt

Forschende des Max-Planck-Instituts für Biochemie haben den Mechanismus hinter einem wichtigen Schritt im Lebenszyklus von HIV entdeckt. In Zusammenarbeit mit Teams der Universitäten Heidelberg und Yale fanden sie heraus, dass das rätselhafte „Spacer Peptid 2“, einer der Virusbestandteile, eine Schlüsselrolle bei der Umwandlung unreifer HIV-1-Partikel in infektiöse Partikel spielt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

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Scientists discover the function of a mysterious HIV component

Researchers from the Max Planck Institute of Biochemistry have discovered the mechanism behind an important step in the life cycle of HIV. Working together with teams at Heidelberg and Yale Universities, they found that the enigmatic “spacer peptide 2”, one of the virus components, plays a key role in converting immature HIV-1 particles into infectious particles. The results of the study were published in the journal Nature.

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How did life develop on early Earth? New source of nitrogen discovered

Researchers involving RPTU University Kaiserslautern-Landau, Southwestern Germany, are unraveling mysteries of a bygone era: As part of current studies, they are investigating how life could have developed on the early Earth. Contrary to previous assumptions, it appears that biologically available nitrogen was not a limiting factor.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft