Lehren aus der COVID-19-Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hat kritische Schwachstellen im globalen Gesundheitssystem aufgedeckt und wichtige Lehren für eine bessere Vorbereitung auf künftige Notfälle geliefert. Ein Beispiel ist Lateinamerika, wo der Zugang zu Tests aufgrund hoher Kosten und schlechter Infrastruktur eingeschränkt war. Drei aktuelle Studien identifizieren entscheidende Lücken und ziehen Lehren für die Widerstandsfähigkeit und Gerechtigkeit der globalen Gesundheitsversorgung. Von diagnostischen Einschränkungen in ressourcenbeschränkten Regionen bis hin zu sozioökonomischen Unterschieden in der Testkapazität – die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit kooperativer und global gerechter Gesundheitsstrategien.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Dringender Appell an die kommende Bundesregierung: Nehmen Sie Sepsis in die nationale Gesundheitsstrategie auf!

[Berlin, 7. April 2025] Sepsis – die schwerste Komplikation von Infektionen – betrifft jedes Jahr in Deutschland circa 500.000 Menschen. Etwa 140.000 der Betroffenen versterben, die überwiegende Mehrheit der Überlebenden leidet an schweren Krankheitsfolgen. Tragisch ist, dass ein Großteil der Todesfälle und Folgeschäden durch bessere Prävention und schnelleres Behandeln vermeidbar wäre. Trotz ihrer verheerenden Auswirkungen auf die Betroffenen, die Gesellschaft und die Wirtschaft schenken die politischen Entscheidungsträger der Sepsis viel zu wenig Aufmerksamkeit.

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Colourful city birds: Bird species that do well in urban areas are more colourful and less brown

Researchers at the University of Granada and the Max Planck Institute for Biological Intelligence demonstrated a link between urbanization and plumage colour of birds. Species that thrive in cities are less brown and sport more elaborate colours. These colour differences are probably due to differences in habitat structure and predation pressure: cities are less forested, have different background colours and a lower number of avian predator species. The study includes information from more than 1200 bird species and represents a clear example of the impact of urbanization on wildlife.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bunte Vögel in der Stadt: Vogelarten, die erfolgreich Städte besiedeln, sind farbenfroher und weniger braun

Forschende der Universität Granada und des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen der Urbanisierung und der Gefiederfarbe von Vögeln besteht. Vogelarten, die sich in der Stadt behaupten, sind weniger braun und tragen auffälligere Farben in ihrem Gefieder. Dies ist vermutlich auf die urbane Lebensraumstruktur (weniger Wald), andere Hintergrundfarben und die geringere Anzahl von Raubvogelarten in der Stadt zurückzuführen. Die Studie basiert auf Daten von mehr als 1200 Vogelarten und ist ein anschauliches Beispiel dafür, welche Auswirkungen die Urbanisierung auf Wildtiere haben kann.

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Körperliches Training wirkt sich positiv auf die sexuelle Gesundheit von Frauen mit metastasiertem Brustkrebs aus

Metastasierter Brustkrebs erfordert eine komplexe und langwierige Behandlung, deren Nebenwirkungen die Lebensqualität der Patientinnen beeinträchtigen. Dazu gehören oftmals auch sexuelle Probleme. Forschende am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am NCT Heidelberg zeigten nun in einer großen internationalen, randomisierten Sport-Interventionsstudie, dass Frauen, die ein angeleitetes neunmonatiges Trainingsprogramm erhielten, über signifikant weniger Beschwerden berichteten als Frauen, die kein Training absolvierten.

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Armut neu gemessen

Weltweit leiden etwa zwei Milliarden Menschen unter mäßiger bis schwerer Ernährungsunsicherheit und einem Mangel an Mikronährstoffen. Demgegenüber stehen 654 Millionen Menschen, die nach der Internationalen Armutsgrenze der Weltbank (International Poverty Line, IPL) mit 2,15 US-Dollar pro Tag als extrem arm eingestuft werden. Bei den derzeitigen Armutsmessungen wird ein entscheidender Aspekt des menschlichen Wohlbefindens übersehen: eine angemessene Ernährung. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat zusammen mit Misereor eine neue Methode zur Armutsmessung entwickelt. Sie zeigt, ob sich Menschen neben anderen Grundbedürfnissen auch eine gesunde Ernährung leisten können.

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Mushroom Study Expands Knowledge of Natural Bitter Compounds – New Highly Effective Bitter Compound Identified

The molecular world of bitter compounds has so far only been partially explored. Researchers at the Leibniz Institute for Food Systems Biology at the Technical University of Munich in Freising and the Leibniz Institute of Plant Biochemistry in Halle (Saale) have now isolated three new bitter compounds from the mushroom Amaropostia stiptica and investigated their effect on human bitter taste receptors. In doing so, they discovered one of the potentially most bitter substances known to date. The study results expand our knowledge of natural bitter compounds and their receptors, thus making an important contribution to food and health research.

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Wie Zellen ihre Kraftwerke reparieren

Medizin: Veröffentlichung in Science Advances

Geschädigte Mitochondrien, die „Kraftwerke“ der Zellen, tragen zu vielen Erkrankungen bei. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und der Universität zu Köln um HHU-Medizinprofessor Dr. David Pla-Martín beschreiben nun in der Fachzeitschrift Science Advances, wie Zellen mit schadhaften Mitochondrien ein spezielles Recyclingsystem aktivieren, um beschädigtes genetisches Material zu beseitigen.

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How cells repair their power plants

Medicine: Publication in Science Advances

Damage to the mitochondria, the “power plants” of the cells, contributes to many diseases. Researchers from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) and the University of Cologne led by HHU professor of medicine Dr David Pla-Martín, now describe in the scientific journal Science Advances how cells with defective mitochondria activate a special recycling system to eliminate damaged genetic material.

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Darmmikrobiom als Vorhersagefaktor für Nierenabstoßung?

Studie untersucht das Darmmikrobiom von Empfänger:innen einer transplantierten Niere aus der DZIF-Transplantationskohorte und stellt einen Zusammenhang zwischen mikrobiellen Veränderungen des Darmmikrobioms und der Abstoßung des Transplantats und der Transplantatdysfunktion her. Die Ergebnisse bieten einen möglichen Ansatzpunkt dafür, das Risiko einer Abstoßung frühzeitig zu erkennen.

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Gut microbiome as a predictive factor for kidney rejection?

Study examines the gut microbiome of transplanted kidney recipients from the DZIF transplant cohort and establishes a link between microbial changes in the gut microbiome and transplant rejection and graft dysfunction. The results offer a possible starting point for detecting the risk of rejection at an early stage.

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Versicherteninformation mit Entscheidungshilfe zum Lungenkrebs-Screening mittels Niedrig-Dosis-Computertomografie

Versicherteninformation mit Entscheidungshilfe zum Lungenkrebs-Screening mittels Niedrig-Dosis-Computertomografie. Die Aufnahme des Lungenkrebs-Screenings mit Low-Dose-CT als Kassenleistung ist in Vorbereitung. Die Versicherteninformation soll Basis sein für die informierte Entscheidung über die Teilnahme.

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Zukunftsperspektiven der Geowissenschaften: DVGeo präsentiert wegweisendes White Paper

Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo) präsentiert im Museum für Naturkunde Berlin sein White Paper mit einer zukunftsweisenden Vision für die geowissenschaftliche Forschung. Ein vertieftes geowissenschaftliches Verständnis ist entscheidend, um Lösungen für den Erhalt der Biodiversität, die Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie die Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung zu entwickeln.

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Cutting-edge research up close: Girls‘ and Boys‘ Day at European XFEL

52 young people took a look behind the scenes at the research facility.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Spitzenforschung hautnah: Girls‘ und Boys‘ Day bei European XFEL

52 Schülerinnen und Schüler blickten am 3. April hinter die Kulissen der Forschungsanlage.

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The microbiome influences ageing

With increasing age, the metabolic activity of intestinal bacteria changes – to the detriment of the host, as a research team from Kiel and Jena discovered.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Verhaltensvielfalt bei Tieren durch Rückgang der Artenvielfalt bedroht

Der drastische Rückgang der Artenvielfalt durch menschliche Einflüsse erschwert die Erforschung des Verhaltens von Tieren, wie zum Beispiel des Gebrauchs von Werkzeugen, wie Forschende der University of Victoria und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie herausgefunden haben. Schrumpfende Tierpopulationen machen die Erforschung solcher Verhaltensweisen zunehmend schwieriger und unterstreichen die Dringlichkeit gezielter Schutzbemühungen und -strategien. Handlungsbedarf besteht nicht nur im Interesse der Forschung, sondern auch zur Bewahrung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes mit diesen Tierarten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neues Impfkonzept bekämpft gefährliche Bakterien im Darm

Im Kampf gegen bakterielle Krankheitserreger setzen Forschende auf eine Kombination aus Impfung und gezielter Besiedlung des Darms mit harmlosen Mikroorganismen. Der Ansatz hat das Potenzial, die Antibiotikakrise zum Besseren zu wenden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Successful therapy confirmed for newborns with the fatal metabolic disorder MoCD type A

Early administration of the drug Fosdenopterin/rcPMP improves the chances of survival of infants with MoCD type A and promotes the development of brain functions / publication in the „Journal of Inherited Metabolic Disease“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Therapieerfolg für Neugeborene mit der meist tödlichen Stoffwechselerkrankung MoCD Typ A bestätigt

Die frühe Verabreichung des Medikaments Fosdenopterin/rcPMP verbessert die Überlebenschancen von Säuglingen mit MoCD Typ A und fördert die Entwicklung der Gehirnfunktionen / Veröffentlichung im „Journal of Inherited Metabolic Disease“

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Dunkle Vielfalt – Verborgene Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Natur

In der natürlichen Vegetation, insbesondere in Regionen, die stark von menschlichen Aktivitäten beeinflusst sind, fehlen oft viele Arten, die in ihrem ursprünglichen Lebensraum dort vorkommen könnten. Diese so genannte „dunkle Vielfalt“ wurde in einer neuen Studie unter der Leitung der University of Tartu (Estland) global analysiert und in „Nature“ veröffentlicht. Wissenschaftler der Universität Potsdam trugen zu der Studie bei, die deutlich macht, wie wichtig es ist, Ökosysteme auch außerhalb von Naturschutzgebieten zu erhalten und zu schützen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New podcast “Inside Biodiversity” tackles the big questions in biodiversity

Inside Biodiversity, a new podcast hosted by the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv) will premiere on 3 April 2025 at 13:00.

Each episode of Inside Biodiversity is approximately 30 minutes long and features Dr Volker Hahn, iDiv’s Head of Communications, in conversation with renowned researchers, journalists, or conservation practitioners. They will shed light on the complexities of biodiversity change, conservation challenges, and the surprising realities behind common assumption

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Podcast „Inside Biodiversity“ widmet sich den großen Fragen der Biodiversität

Inside Biodiversity, ein neuer englischsprachiger Podcast des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), hat am 3. April 2025 um 13 Uhr Premiere.

In jeder Folge von Inside Biodiversity spricht Dr. Volker Hahn, Leiter der iDiv-Kommunikation, mit renommierten Forschenden, Journalistinnen und Journalisten oder Naturschutzpraktikern. Sie beleuchten die Komplexität des Wandels der biologischen Vielfalt, Herausforderungen für den Naturschutz und sie hinterfragen weit verbreitete, aber nicht immer zutreffende Vorstellungen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Stiftungsprofessorin für das TTZ Bad Kissingen geht an den Start

Prof. Dr.-Ing. Lisa Kiesewetter übernimmt die Leitung des Technologietransferzentrums für nachhaltige und digitale Transformation mit dem Schwerpunkt Laboranalytik und Medizintechnik

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Für wegweisende Entwicklungen im Bereich katalytischer Reaktionen: Leopoldina ehrt Frank Glorius mit der Carus-Medaille

Der Chemiker Frank Glorius hat mit seiner Forschung einen großen Beitrag zur Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Katalyse geleistet, einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien der modernen Gesellschaft. Hierfür würdigt ihn die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit der diesjährigen Carus-Medaille. Die Auszeichnung wird ihm im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 22. Mai in Schweinfurt überreicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft