Eine neue Ansatzstelle zur Bekämpfung von Krebs- und Viruserkrankungen
10. Juli 2025
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung Konstanzer Biolog*innen hat einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der die Aktivität sogenannter N-Myristoyltransferasen reguliert. Diese Enzyme spielen in biologischen Signalwegen eine Rolle, deren Fehlregulation zur Entstehung schwerer Krankheiten führen kann.
Charité-Studie analysiert 400 Millionen Jahre Enzym-Evolution / Schlüssel zum Erfolg war Nutzung der AlphaFold-KI
10. Juli 2025
Enzyme beschleunigen chemische Reaktionen in Organismen, ohne sie ist kein Leben möglich. Forschenden der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es nun mithilfe der künstlichen Intelligenz AlphaFold2 gelungen, Gesetzmäßigkeiten ihrer Evolution in großem Stil zu analysieren. Im Fachmagazin Nature* beschreiben sie, welche Enzymbereiche sich vergleichsweise schnell wandeln und welche über die Zeit praktisch unverändert bleiben. Die Erkenntnisse sind beispielsweise für die Entwicklung neuer Antibiotika relevant.
IPK-Team erschließt Potenzial von Hordeum bulbosum, der nächsten wilden Verwandten von Gerste
10. Juli 2025
Wilde Verwandte besitzen wertvolle Gene, von denen unsere Kulturpflanzen profitieren können. Technische Hürden und ein Mangel an genomischen Ressourcen haben die effektive Nutzung sogenannter Introgressionen zwischen Kultur- und Wildpflanzen bisher jedoch stark erschwert. Ein internationales Forschungsteam unter Führung des IPK-Leibniz-Instituts hat nun ein Pangenom von Hordeum bulbosum erstellt, des nächsten wilden Verwandten der Gerste. Diese Studie wurde heute in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.
Kulturpflanzen in der Klimakrise
10. Juli 2025
Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Wien und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) hat eine Methode entwickelt, um pflanzliche Membranlipide – sogenannte GIPCs – automatisiert und hochpräzise zu analysieren. Die Erkenntnisse könnten wegweisend für die Züchtung klimastabiler Kulturpflanzen sein.
Wissenschaft im Gespräch: Zelluläre Membranen
10. Juli 2025
Mit der Bedeutung jener flexiblen Strukturen, die dem Innenraum der Zelle Struktur geben und ihn von seiner Umgebung abgrenzen und schützen, befasst sich der Journalist Wolfgang Heim in einer Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Michael Meinecke und Prof. Dr. Kerstin Göpfrich. Meinecke ist Sprecher des SFB 1638 „Umbau von zellulären Membranen: Wie Formveränderung Funktion schafft“ – einem von mehreren Sonderforschungsbereichen an der Universität Heidelberg, in denen zu Fragestellungen der Lebenswissenschaften geforscht wird. Diese Verbünde internationaler Spitzenforschung präsentieren sich in der Reihe „Überlebensstrategien“, die die Universität gemeinsam mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen durchführt.
Mehr Gesundheits-Apps, aber kaum bessere Qualität
9. Juli 2025
Deutschland war 2020 das erste Land weltweit, das einen strukturierten Erstattungsweg für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt hat. Damit wurde ein neues Geschäftsmodell für Gesundheits-Apps geschaffen. Eine neue Studie des ZEW Mannheim untersucht erstmals die Auswirkungen dieses Vergütungsmodells auf den Gesamtmarkt für Gesundheits-Apps, also nicht nur auf die zugelassenen DiGAs selbst. Die Studie zeigt zwar einen deutlichen Anstieg in der Zahl deutschsprachiger Gesundheits-Apps, allerdings nicht bei qualitativ hochwertigen Apps, die als DiGA zugelassen werden könnten.
Rückenschmerz beim kindlichen und jugendlichen Sportler: Wie schnell ist eine Diagnostik wichtig?
9. Juli 2025
Bis zu 30 Prozent Kinder und Jugendliche, die intensiv Sport treiben, sind von Rückenschmerzen betroffen. Ursachen sind eine falsche Belastungssteuerung, eine frühe Spezialisierung auf eine einzige Sportart und eine falsche bzw. fehlende Prävention. Wann und wie schnell eine Diagnostik erfolgen sollte und warum das so wichtig ist, darüber berichtet Priv.-Doz. Dr. Michael Cassel, leitender Oberarzt der Hochschulambulanz der Universität Potsdam, auf dem 16. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).
Kostenfreies Webinar: Der Darm im Fokus
9. Juli 2025
Am Donnerstag, dem 24. Juli 2025, lädt die IST-Hochschule für Management zu einem kostenfreien Webinar zum Thema Darmgesundheit ein. Als Gastdozent konnte Prof. Dr. Christoph Kaleta von der Universität Kiel gewonnen werden, Leiter der Arbeitsgruppe „Medizinische Systembiologie“.
Raumentwicklung – ARL-Journal für Wissenschaft und Praxis 01/2025 „Natur“ ist online!
9. Juli 2025
Natur, Artenvielfalt und funktionierende Ökosysteme sind von elementarer Bedeutung, denn sie sind die Lebensgrundlage aller Menschen. Aber wie lässt sich ein gesteigertes Bewusstsein für Natur, Arten und Klimaschutz in der Gesellschaft verankern? Wie können wir nachhaltiges Handeln im Alltag und auf (inter)nationaler Ebene stärken?
Universität Oldenburg erhält neuen Katamaran für die Meeresforschung
9. Juli 2025
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Land Niedersachsen fördern die Nachfolge der 37 Jahre alten Motorbarkasse „Otzum“ an der Universität Oldenburg mit insgesamt 2,4 Millionen Euro. Die neue „Otzum II“ soll 2027 in Betrieb gehen. Sie ist speziell für Küstenregionen konzipiert und bietet modernste Ausstattung und Antriebstechnik sowie eine gute Stabilität und Manövrierfähigkeit. In Zukunft werden die Meereswissenschaftlerinnen und Meereswissenschaftler der Universität Oldenburg in der Lage sein, für ihre interdisziplinäre Forschung nicht nur Küstengebiete, sondern auch die offene Nordsee anzusteuern.
Naturraum Dorf: Europas ländliche Siedlungen zwischen Biodiversität und Lebensqualität
9. Juli 2025
Dörfer spielen für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine zentrale Rolle – insbesondere in waldreichen Landschaften. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in „Nature Sustainability“ erschienen ist. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Hochschule Anhalt hat untersucht, wie Landschaftsstrukturen, die Nähe zu Städten, Artenvielfalt und menschliches Wohlbefinden zusammenhängen. Die Ergebnisse sind wegweisend für die Entwicklung des ländlichen Raums.
Gewünschte Epoxide aus Schadstoffen gewinnen
8. Juli 2025
Aus schädlichem Styrol können neue Biokatalysatoren nützliche Epoxide herstellen, und das auch noch so selektiv, dass nur gewünschte Verbindungen entstehen und nicht ihr unerwünschtes Spiegelbild. Dieses Ergebnis hat eine Gruppe Promovierender des Graduiertenkollegs MiCon – kurz für „Microbial Substrate Conversion“ – an der Ruhr-Universität Bochum mit Unterstützung einer Arbeitsgruppe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erzielt. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift ACS Catalysis vom 7. Juli 2025.
„Polio-Comeback“? Nein – dennoch rät die DGN zur Impfung von Kindern und immungeschwächten Erwachsenen
8. Juli 2025
Die Poliomyelitis („Kinderlähmung“) ist eine schwere neurologische Krankheit, die bei ungeimpften Menschen zu dauerhaften Lähmungen führen kann. Sie ist durch Schmierinfektion übertragbar und betrifft vor allem Kinder unter fünf Jahren. Doch auch Erwachsene können daran erkranken. Derzeit sind in vielen deutschen Städten im Abwasser Polio-Viren entdeckt worden. Auch wenn nach Experten-Einschätzung kein Risiko für eine Endemie bestehe, sei nicht mehr ausgeschlossen, dass es bei vulnerablen Menschen – dazu zählen Kinder und immundefiziente Erwachsene – zu Infektionen kommen kann. Die Impfung stellt einen effektiven Schutz dar. Die DGN rät Risikopersonen, ihren Impfstatus zu überprüfen.
BIÖG: Sicher spielen im Sommergarten – Schutz für kleine Entdecker
8. Juli 2025
Sommerzeit ist Gartenzeit – und Kinder lieben es, draußen zu spielen und auf Entdeckertour zu gehen. Im Garten können sie sich in einem geschützten Raum an der frischen Luft bewegen und austoben. Vor allem für die ganz Kleinen können giftige Pflanzen, ungesicherte Wasserstellen oder herumliegende Gartengeräte aber gefährlich werden. Beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit erhalten Eltern Informationen, worauf sie achten sollten, damit sich auch Kleinkinder sicher im Garten bewegen können.
Online-Vortrag: „KI als Schlüssel für mehr Resilienz und Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen“
8. Juli 2025
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Lebens- und Arbeitsbedingungen substanziell und ist auch in der Gesundheitswirtschaft angekommen. Im Rahmen der Online-Vortragsreihe „KI im Gesundheitswesen“ der APOLLON Hochschule gibt Referentin Claudia Rössing, Präsidentin Radiologie und Funktionsdiagnostik DVTA e.V., im Vortrag „KI als Schlüssel für mehr Resilienz und Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen“ am 22. Juli 2025 von 18:00 bis 19:30 Uhr spannende Einblicke in die KI-Potenziale und -Anwendungen in ihrer Berufspraxis.
Wie soziale Amöben den Blick auf die Evolution von Chlamydien verändern
8. Juli 2025
Einige Chlamydien können sich direkt von Wirtszelle zu Wirtszelle verbreiten
Jenseits des Alpha-Männchens
8. Juli 2025
Neue Studie zeigt: Machtverhältnisse zwischen Männchen und Weibchen sind bei Primaten komplexer als gedacht
Folge dem Blick der Taube
8. Juli 2025
Wir Menschen folgen intuitiv der Blickrichtung der anderen. Doch wie sieht das bei Tauben aus? Welche Rolle spielt dabei ihr Gruppenverhalten – und was verrät uns dies letztlich über die Tiere? Ein Verhaltensexperiment des Exzellenzclusters Kollektives Verhalten der Universität Konstanz in Kooperation mit der Kyoto University.
Transforming personalized medicine with AI: Automated CAR-T cell production platform is ready
8. Juli 2025
The EU-funded project AIDPATH, a collaboration between twelve partners from seven countries, is aiming to increase patient’s access to CAR-T cell therapy, a promising treatment for blood cancers such as leukemia and lymphoma. After developing a platform for automated CAR-T production, the first manufacturing part of the platform has been moved to its final location at the University Hospital Würzburg, where first tests have been already conducted. This unique platform will now undergo further rigorous testing to ensure that it meets the highest standards of precision, safety, and efficiency by utilizing AI technology to manufacture genetically engineered immune cells.
Multiple Sklerose: Stammzelltransplantationen können Myelin in Maus-Modell wiederherstellen
8. Juli 2025
Induzierte neurale Stammzellen sind in der Lage, chronische Gewebeschädigungen im zentralen Nervensystem bei Mäusen zu reparieren. Das zeigen Forscher:innen der Universität Cambridge und der Universität Innsbruck in einer neuen Studie. Die Ergebnisse legen nahe, dass stammzellbasierte Therapien ein vielversprechender Ansatz zur Behandlung chronisch demyelinisierender Erkrankungen – insbesondere fortschreitender Multipler Sklerose – sein könnten.
The myth of 200 daily food decisions
8. Juli 2025
Researchers at the Max Planck Institute for Human Development have critically examined the basis for a frequently cited figure: that people make more than 200 unconscious decisions about food every day. This figure has circulated in scientific publications, the media, and health promotion campaigns for nearly 20 years without ever being empirically validated. An article published in the journal Appetite shows why a more nuanced view of eating behavior is needed.
Dürrejahre machen Kiefernwald zur CO₂-Quelle
7. Juli 2025
• Die wiederkehrenden Hitze- und Dürrejahre seit 2018 haben einen Kiefernwald in Südwestdeutschland langfristig geschädigt. Über 60 Prozent der Kiefern starben ab. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Freiburg anhand von langjährigen Daten aus einem Versuchswald bei Hartheim am Rhein.
• Nach 2018 wandelte sich der Wald von einer Kohlenstoffsenke zu einer Kohlenstoffquelle. Seitdem setzt er also durchschnittlich mehr CO₂ frei, als er der Atmosphäre entziehen kann.
• Laubbäume wie die Hainbuche oder Linde ersetzen die absterbenden Kiefern, können aber den Verlust an CO₂-Speicherkapazität noch nicht vollständig kompensieren.
• Nach 2018 wandelte sich der Wald von einer Kohlenstoffsenke zu einer Kohlenstoffquelle. Seitdem setzt er also durchschnittlich mehr CO₂ frei, als er der Atmosphäre entziehen kann.
• Laubbäume wie die Hainbuche oder Linde ersetzen die absterbenden Kiefern, können aber den Verlust an CO₂-Speicherkapazität noch nicht vollständig kompensieren.
Veröffentlichung des wissenschaftlichen Sammelbandes „Ambulante Transformation im OP“
7. Juli 2025
Für den jüngst erschienen Sammelband schrieb unter anderem RWU-Professor Jan-Marc Hodek einen Beitrag, der sich mit ambulanten Behandlungen in Deutschland im internationalen Vergleich beschäftigt. Denn hier herrscht großer Nachholbedarf.
20 Jahre Würzburger Stammzelltransplantationszentrum: Innovative Zelltherapien in der Region verankert
7. Juli 2025
Vor 20 Jahren wurde das Zentrum für Stammzelltherapie am Uniklinikum Würzburg ins Leben gerufen. Heute zieht es als etabliertes Behandlungszentrum für Zelltherapien Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Neben der klassischen Eigen- und Fremdtransplantation werden dort viele neuartige Behandlungswege angeboten.
Muskelstoffwechsel im Fokus: Geschlechterunterschiede bei Sport und Übergewicht
7. Juli 2025
Die Skelettmuskulatur von Männern und Frauen verarbeitet Glukose und Fette auf unterschiedliche Weise. Eine Studie des Universitätsklinikums Tübingen, des Instituts für Diabetesforschung und metabolische Erkrankungen von Helmholtz Munich und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) e.V. liefert erstmals eine umfassende molekulare Analyse dieser Unterschiede. Solche Besonderheiten könnten erklären, warum sich Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes bei Frauen und Männern unterschiedlich äußern – und warum sie unterschiedlich gut auf Bewegung ansprechen.