Tiersender können Vergiftung von Geiern aufdecken und Massensterben bei bedrohten Geierarten verhindern

Todesfälle durch Verzehr vergifteten Tierkadavern tragen wesentlich zum Rückgang der Bestände vieler Geierarten bei. Da Geier bei der Nahrungssuche interagieren und einander folgen, sterben an einem vergifteten Kadaver mitunter hunderte Exemplare bedrohter Arten wie dem Weißrückengeier. Forschende der GAIA-Initiative am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) konnten nun zeigen, dass Sender an Geiern es ermöglichen, Vergiftungsfälle rasch zu erkennen und den Kadaver zu entfernen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Warum der Schaum auf belgischen Biere so lange hält

Forschende der ETH Zürich finden den heiligen Gral der Braukunst: das Rezept für stabilen Bierschaum. Die Erkenntnisse bringen aber nicht nur Brauereien weiter.

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Key Mechanism for Alzheimer’s Disease Discovered

A molecular mechanism that significantly contributes to the progression of Alzheimer’s disease has been discovered by a research team led by neurobiologist Prof. Dr Hilmar Bading of Heidelberg University. In joint experiments with researchers from Shandong University (China), the team, using an Alzheimer’s mouse model, demonstrated that a neurotoxic protein-protein complex is responsible for nerve cells in the brain dying off and the resulting cognitive decline. According to the scientists, this finding opens up new perspectives for the development of effective treatments.

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Humangenetik: Genvariante schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei Menschen mit einer gesenkten Interleukin-6-Aktivität ist das Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten verringert, wie eine neue LMU-Studie zeigt.

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Calcium-Pumpen regulieren den Calcium-Spiegel in Zellen hundertmal schneller als bislang angenommen

Jedes Mal, wenn ein Muskel kontrahiert wird oder im Gehirn ein Gedanke entsteht, ist Calcium daran beteiligt, den Prozess in Gang zu setzen. Ist die Signalübertragung abgeschlossen, muss das Calcium schnell wieder aus der Zelle entfernt werden, um sie für den nächsten Impuls bereit zu machen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität des Saarlandes und der Universität Freiburg zeigten nun, dass dies nicht etwa nur durch intrazelluläre Puffer geschieht, wie man bislang glaubte, sondern hauptsächlich durch Plasmamembran-Calcium-Pumpen, die mit einer mehr als 100-mal höheren Transportgeschwindigkeit arbeiten als bisher angenommen.

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Zelluläres Gedächtnis: Wie Zellen clever durch den Körper wandern

Bei der Wundheilung, der Abwehr von Infektionen oder wenn sich Krebs ausbreitet wandern Zellen durch den Körper. Dabei müssen sie sich oft durch enge Räume zwängen. Forschende haben nun herausgefunden, dass Zellen eine Art Gedächtnis besitzen. Sie merken sich, wie sie früher solche Engstellen passiert haben und können sich dadurch schnell und geschickt durch strukturreiches Gewebe bewegen.

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Kurzmeldung/Presseeinladung: Gesundes Sitzen – Symposium an der OTH Regensburg

Sitzen ist ein fester Bestandteil unseres Alltags: Angefangen in der Schulzeit, über den Arbeitsplatz und im Homeoffice, bis hin zum Unterwegssein im Auto. Zeitgleich stellt es eine wachsende gesundheitliche Belastung dar. Der aktuelle DKV-Report zeigt: Nur zwei Prozent der Deutschen leben rundum gesund, während die Sitzdauer dramatisch ansteigt. In der heutigen Dienstleistungsgesellschaft ist das Sitzen jedoch nicht wegzudenken und anstatt pauschaler Tipps, wie „mehr Bewegung im Alltag“, setzt das Symposium direkt an der Wurzel an: Es zeigt konkrete, wissenschaftlich fundierte Wege auf, wie Sitzen gesund gestaltet werden kann.

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Krankenhausreform: DDG mahnt verbindliche Mindeststandards für Fachpersonal und Weiterbildung an

Anlässlich der Verbände-Anhörung zum Krankenhausanpassungsgesetz (KHAG) im Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 21. August 2025 hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in einer Stellungnahme ihre Forderung bekräftigt, dass diabetologische Expertise in allen Leistungsgruppen stärker berücksichtigt werden muss. Schließlich weise jeder 5. Krankenhauspatient einen Diabetes als Begleiterkrankung auf. Dieser muss während des stationären Aufenthaltes hochwertig weiterversorgt werden, um lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern und den klinischen Behandlungserfolg sicherzustellen, stellt die Fachgesellschaft fest.

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One in three people avoid information about their own health

A new review study by the Max Planck Institute for Human Development shows that nearly one in three people choose to avoid medical information about serious health conditions if they fear they may be affected. One of the main reasons driving this behavior is a lack of trust in the medical system. The study has been published in Annals of Behavioral Medicine.

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Prof. Dr. Yvonne Mast appointed interim scientific director of the Leibniz Institute DSMZ

The Lower Saxony Ministry of Finance, as shareholder of the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures GmbH, has appointed Prof. Dr. Yvonne Mast as interim scientific director until a new scientific director is appointed on the basis of the joint appointment process with the Technical University of Braunschweig. The appointment was necessary due to the transfer of Prof. Dr. Jörg Overmann to Munich. Jörg Overmann was Scientific Director of the DSMZ from February 1, 2010, to July 31, 2025. Bettina Fischer remains Administrative Director of the Leibniz Institute DSMZ.

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Research Disproves Advantages of Exotic Tree Species in Forestry

An international research team, including experts from the Ecological-Botanical Garden (ÖBG) at the University of Bayreuth, has demonstrated in a new study that native tree species in Argentina grow at a similar rate to introduced North American pine species—contrary to previous assumptions. Moreover, the exotic pines displace native trees and increase the risk of forest fires, especially in the context of climate change. The researchers published their findings in the journal Forest Ecology and Management.

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Forschung widerlegt Vorteile exotischer Baumarten im Waldbau

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Ökologisch-Botanischen Gartens (ÖBG) der Universität Bayreuth hat in einer neuen Studie belegt, dass heimische Baumarten in Argentinien entgegen der ursprünglichen Annahme ähnlich schnell wachsen wie eingeführte nordamerikanische Kiefernarten. Zudem verdrängen die exotischen Kiefern heimische Bäume und erhöhen das Waldbrandrisiko, insbesondere in Zeiten des Klimawandels. Über ihre Ergebnisse berichten die Forschenden im Fachjournal Forest Ecology and Management.

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Prof. Klaus-Peter Günther nimmt Abschied von der Hochschulmedizin Dresden

Über 20 Jahre hat der Orthopäde seinen Fachbereich am Universitätsklinikum maßgeblich geprägt. | Er formte das Erfolgsmodell des UniversitätsCentrums für Orthopädie, Unfall- & Plastische Chirurgie.

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Assel-Schutzschild: Kellerasseln setzen bei Spinnenangriff chemische Waffen ein

Im evolutionären Wettrüsten zwischen Fressfeind und Beute setzen Beutetiere oft chemische Abwehrmechanismen ein, um sich zu schützen. Ein Team um den Biologen Dr. Andreas Fischer von der Universität Greifswald und Kolleg*innen der Simon Fraser University, Kanada, hat nun entdeckt, dass die gewöhnliche Kellerassel (Porcellio scaber) einen Cocktail aus vier Chinolin-basierten Chemikalien absondert, sobald sie von einer räuberischen Spinne angegriffen wird. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift The Journal of the Royal Society Interface publiziert.

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BioRescue scientists produced three new embryos and began embryo transfers

August 25, 2025 – The international BioRescue consortium has entered new grounds in its mission to save the northern white rhinoceros (NWR, Ceratotherium simum cottoni) from extinction. Since the beginning of the year, it has produced three additional northern white rhino embryos. Also, it initiated embryo transfers during which pure NWR embryos are transferred to surrogate southern white rhino mothers.

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BioRescue erzeugt drei neue Nördliche Breitmaulnashorn Embryonen und startet Embryotransfers in südliche Leihmütter

Berlin, 25. August 2025 – Das internationale BioRescue-Konsortium hat neue Wege eingeschlagen, um das Nördliche Breitmaulnashorn (NWR, Ceratotherium simum cottoni) vor dem Aussterben zu bewahren. Seit Anfang des Jahres hat es drei weitere Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt. Außerdem hat das Team mit Embryotransfers begonnen, bei denen reine NWR-Embryonen in Leihmütter des Südlichen Breitmaulnashorns übertragen werden.

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Mikrobiom-Forschung: Speicheltypen als möglicher Risikoindikator

Uni Hohenheim: Speichel gibt Aufschluss über Bakterienzusammensetzung im Magen und Dünndarm / Mikrobiomtypisierung zur Bestimmung individueller Risikoprofile

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New Insights into Tamoxifen Side Effects

An international research team bringing together Prof. Kirsten Kübler from the Berlin Institute of Health at Charité (BIH), and colleagues from Broad Institute of MIT and Harvard, Mass General Brigham and Dana-Farber Cancer Institute has identified a previously unknown mechanism by which the breast cancer drug tamoxifen can increase the risk of secondary tumors in the uterus. The study shows that tamoxifen directly activates a key cellular signaling pathway (known as PI3K) a central driver in the development of sporadic uterine cancers, thereby challenging previously accepted models of therapy-related cancer development.

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Neue Erkenntnisse zu Nebenwirkungen von Tamoxifen

Ein internationales Forschungsteam, bestehend aus Prof. Kirsten Kübler vom Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), Kollegen*Innen vom Broad Institute of MIT and Harvard, Mass General Brigham und Dana-Farber Cancer Institute, haben einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, über den das Brustkrebsmedikament Tamoxifen das Risiko für sekundäre Tumore in der Gebärmutter erhöhen kann. Die Studie zeigt, dass Tamoxifen einen wichtigen zellulären Tumorsignalweg (bekannt als PI3K-Signalweg) direkt aktiviert, und damit die bislang gängigen Modelle therapiebedingter Tumorentstehung erstmals erweitert.

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How amino acids are transported in plants

Biology: Publication in Nature Plants

Plants produce all amino acids essential for human life. This commonly occurs in specialised cell organelles, so-called plastids. A research team headed by Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) has now decoded the mechanism by which the plants distribute these amino acids within their organisms. In the scientific journal Nature Plants, the researchers describe the mechanism and the class of transport proteins used for this process. The findings could potentially contribute to breeding crop plants with a higher content of essential amino acids and thus improved nutritional quality.

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Wie Aminosäuren in Pflanzen transportiert werden

Pflanzen produzieren alle Aminosäuren, die der Mensch zum Leben braucht. Dies geschieht häufig in spezialisierten Zellorganellen, den sogenannten Plastiden. Ein Forschungsteam unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entschlüsselte nun den Mechanismus, über den die Pflanzen diese Aminosäuren in ihrem Organismus verteilen. In der Fachzeitschrift Nature Plants beschreiben die Forschenden den Mechanismus und die Klasse der dafür eingesetzten Transportproteine. Möglicherweise tragen die Ergebnisse auch dazu bei, Nutzpflanzen zu züchten, in denen wichtige Aminosäuren angereichert sind und die damit einen besonders hohen Nährwert besitzen.

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Nutzung der Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland bleibt weit hinter den Möglichkeiten zurück

Nur ein kleiner Bruchteil der anspruchsberechtigten Bevölkerung nutzt das Darmkrebs-Früherkennungsangebot, zeigt eine neue Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der BARMER Krankenversicherung. Organisierte Programme könnten die Teilnahmeraten deutlich steigern.

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»Wolken. Erleben und Verstehen« im Hessischen Landesmuseum Darmstadt vom 22. August 2025 bis 11. Januar 2026

Vom 22. August 2025 bis 11. Januar 2026 findet im Hessischen Landesmuseum Darmstadt die Sonderausstellung »Wolken. Erleben und Verstehen« statt.

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Leuchtkraft für die Schweiz: Die neue Synchrotron Lichtquelle Schweiz wurde eingeweiht

Das Upgrade der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS am Paul Scherrer Institut PSI wird den Transfer von wissenschaftlichen Entdeckungen in praktische Anwendungen beschleunigen – insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Klima, Energie und Zukunftstechnologien. Bei der Einweihung am 21. August 2025 war auch Bundesrat Guy Parmelin anwesend.

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Staatssekretärin Nicole Steingaß (MWG RLP) besucht Verhaltenswissenschaftliches Forschungslabor der HWG LU

Im Rahmen ihrer Sommerreise war Staatssekretärin Nicole Steingaß vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit RLP (MWG) am 21. August an der HWG LU zu Gast. Im Fokus standen dabei insbesondere das Verhaltenswissenschaftliche Forschungslabor und die vom MWG geförderten Forschungsprojekte „Humanoide Roboter und Affective Computing im Bereich Pflege, Kultur und Konsum“.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft