Fair Rules for Sharing Sequence Data: New roadmap in Nature Microbiology

DNA and RNA datasets in public repositories are expanding at an unprecedented pace, creating a global atlas of microbial diversity. While open access continues to drive research forward, it also presents a dilemma: painstakingly collected data are often made available worldwide before the researchers who generated them can publish their own findings. In response, an international consortium of more than 230 scientists, led by Professor Alexander Probst of the University of Duisburg-Essen, has published a roadmap in Nature Microbiology to promote fairer handling of public sequence data.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Daten teilen, Anerkennung wahren: Roadmap für Sequenzdaten in Nature Microbiology

DNA- und RNA-Datensätze in öffentlichen Datenbanken wachsen rasant und bilden einen globalen Atlas mikrobieller Vielfalt. Der offene Zugang treibt die Forschung voran, stellt Forschende jedoch vor ein Dilemma: Häufig werden mühsam erhobene Daten weltweit nutzbar, noch bevor eigene Ergebnisse veröffentlicht sind. Ein internationales Konsortium von über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Probst (Universität Duisburg-Essen) hat deshalb in Nature Microbiology eine Roadmap für den fairen Umgang mit Sequenzdaten vorgelegt.

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The Dynamics of Bronze Age Societies

A new study combining archaeological and genetic research offers fresh insights into social organisation and population dynamics in the Late Bronze Age (approximately 1500 to 1000 BCE). Conducted by an international team of researchers—including scholars from the Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz and the University of Bonn, both in Germany—the study focuses on burial practices in Mongolia. The findings have been published in the journal Nature Communications.

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Dynamik menschlicher Gesellschaften der Bronzezeit

Einblick in das gesellschaftliche Zusammenleben und Bevölkerungsdynamiken in der späten Bronzezeit (circa 1.500 bis 1.000 v. Chr.) gibt eine neue Studie, die archäologische und genetische Forschungsergebnisse zusammenführt. Das internationale Team von Wissenschaftler*innen, darunter des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) in Mainz sowie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, analysierte dafür Bestattungspraktiken in der Mongolei. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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EU-Zulassung für Kisunla (Donanemab): Zweites Alzheimer-Medikament mit neuem Therapie-Ansatz

Die Europäische Kommission hat Kisunla (Wirkstoff: Donanemab) zugelassen – nach Leqembi das zweite Anitkörper-Medikament in der EU. Er kann den Krankheitsverlauf im frühen Stadium moderat verlangsamen und unterscheidet sich von Leqembi durch eine zeitlich begrenzte Therapie. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. ordnet die Zulassung in einer aktuellen Pressemitteilung ein.

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The dose makes the difference

The yeast fungus 𝘊𝘢𝘯𝘥𝘪𝘥𝘢 𝘢𝘭𝘣𝘪𝘤𝘢𝘯𝘴 not only uses the toxin candidalysin to cause infections, but also to colonize the oral mucosa inconspicuously – but only in finely balanced amounts. Too little toxin prevents oral colonization, too much triggers the immune system and leads to an inflammatory defense reaction, as an international research team from Zurich, Jena, and Paris discovered. The results were published in the journal Nature Microbiology.

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Die Dosis macht den Unterschied

𝘊𝘢𝘯𝘥𝘪𝘥𝘢 𝘢𝘭𝘣𝘪𝘤𝘢𝘯𝘴 produziert ein Toxin, das krank macht – aber in geringen Mengen hilft es dem Pilz, um dauerhaft in der Mundschleimhaut zu überleben

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Ostseealgen: Jahrtausende stabil, und dann kam der Mensch

Ostseealgen: Jahrtausende stabil, und dann kam der Mensch

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New mechanisms for bacterial motility and DNA transfer between bacteria decoded

Biology: Publications in Cell Discovery und PNAS

Bacteria are constantly moving by help of motility organs called flagella or pili to colonize new niches. Also, bacteria can exchange information, like “speaking to each other”, and thus acquire new abilities through the exchange of DNA materials. These motility organs play important roles in DNA uptake to exchange genetic information between different bacteria, allowing what’s so-called genomic plasticity. Therefore, bacterial motility organs contribute to bacterial pathogenicity, colonizing hosts, biofilm formation and spreading of antibiotics resistance.

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Neue Krebsmedikamente: Wie sich Nebenwirkungen am Auge behandeln lassen – und was sich in der Versorgung ändern muss

Moderne Krebsmedikamente wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Immuntherapien können schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge bis hin zur Erblindung verursachen. Doch unser Gesundheitssystem ist strukturell auf diese Patientinnen und Patienten nicht eingestellt, deren Zahl künftig noch wachsen wird, warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG). Daher fordert die Fachgesellschaft eine engere Verzahnung von Onkologie und Augenheilkunde sowie neue Versorgungspfade. Auf der Kongress-Pressekonferenz am Donnerstag, den 25. September 2025, stellte ein DOG-Experte Lösungsansätze vor.

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Biodiversität stärkt Bestäuber und sichert stabile Erträge

Biologische Vielfalt verbessern und gleichzeitig Erträge erhalten? Für viele klingt das wie ein Widerspruch. Eine neue Studie der Universität Würzburg zeigt jedoch: Unter den richtigen Voraussetzungen ist beides möglich.

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Bauchaortenaneurysma: Lebensgefahr im Bauch – Ultraschall-Screening kaum genutzt

Ultraschallexperten informieren über moderne Sonografieverfahren, mit denen sich lebensbedrohliche Erkrankungen frühzeitig ermitteln lassen

Älter werden und gesund bleiben – anlässlich des Internationalen Tags des älteren Menschen am 1. Oktober macht die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V. (DEGUM) auf eine oft übersehene Gefahr im Alter aufmerksam: das Bauchaortenaneurysma. Die Erkrankung verläuft lange symptomlos, kann im Falle eines Risses in der Gefäßwand der Bauchaorta jedoch tödlich enden. Bei ihrer Online-Pressekonferenz am 1. Oktober 2025 rückt die DEGUM dieses Thema in den Fokus.

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A year in the making: release of Kulans into the wild marks important step for ecosystem restoration in Kazakhstan

A major milestone for steppe restoration was reached as a group of globally endangered kulans (Asiatic wild ass) were released from the “Alibi” Reintroduction Center into the vast landscapes of the Altyn Dala State Reserve in Central Kazakhstan. Their move into the wild from the acclimatization enclosure, where they had been for one year, was called a “soft release” taking place over several days, with the animals leaving the acclimatization enclosure in small groups, between August 25th and 27th, 2025. Multiple kulans carry GPS collars and newly introduced solar-powered GPS ear tags, which are now providing valuable insights into their movements across the steppe.

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Erfolgreiche Auswilderung von Kulanen ist ein Meilenstein für Wiederherstellung des Steppenökosystems in Kasachstan

Ein internationales Konsortium aus Forschungs- und Naturschutzorganisationen entließ im August 2025 eine Gruppe von Kulanen – stark gefährdeten asiatischen Wildeseln – aus dem Wiederansiedlungszentrum „Alibi“ in die weiten Landschaften des Altyn-Dala-Reservats in Kasachstan. Die Wildesel verbachten zuvor ein Jahr in einem Akklimatisierungsgehege und tragen nun zur Renaturierung und zum Erhalt wertvoller Steppen-Ökosysteme bei. Mehrere Kulane tragen GPS-Halsbänder und solarbetriebene GPS-Ohrmarken, die Einblicke in ihre Bewegungen in der Steppe liefern.

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Weltherztag 2025: Warum Herzgesundheit bei Diabetes kein Zufall ist

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Menschen mit Diabetes haben ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, daran zu erkranken. Denn Diabetes, besonders in Kombination mit Adipositas, gehört zu den wichtigsten Ursachen für oft über Jahre fortschreitende Gefäßschädigungen. Herzschwäche, Rhythmuserkrankungen oder Klappenprobleme können die Folge sein. Zum Weltherztag am 29. September erklären zwei Experten des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD), was Menschen mit Diabetes konkret für ihre Herzgesundheit tun können.

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CAR-T-Zell-Therapie erstmals bei schwerer Darmerkrankung erfolgreich

21-Jährige mit therapieresistenter, schwerer chronisch-entzündlicher Darmerkrankung erfolgreich mit zellulärer Immuntherapie behandelt

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Unerwarteter Befund bei Anorexia nervosa: Gewichtszunahme verändert Epigenetik nicht

Es wird schon lange vermutet, dass epigenetische Mechanismen bei der Essstörung Anorexia nervosa eine große Rolle spielen könnten. Eine aktuelle Studie des Instituts für geschlechtersensible Medizin der Universität Duisburg-Essen kommt nun zu einem überraschenden Ergebnis. Obwohl Patient:innen mit Anorexia nervosa während einer stationären Therapie innerhalb weniger Monate stark an Gewicht zunehmen, zeigen sich keine einheitlichen Veränderungen in ihren DNA-Methylierungsmustern. Damit widerspricht diese kürzlich in Scientific Reports veröffentlichte Untersuchung der Annahme, dass eine Gewichtszunahme unmittelbare epigenetische Effekte auslöst.

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DGfN-Pressekonferenz: Fortschritte bei Nierenentzündungen – Leitlinie, Therapien, Perspektiven

Glomerulonephritiden (GN), Entzündungen der Nierenkörperchen, sind mit etwa einem Viertel die häufigste Ursache für ein Nierenversagen und damit auch für eine lebenslange Dialyse oder Nierentransplantation. Dabei sind die zumeist immunologisch bedingten GN oft behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt und mit modernen Medikamenten therapiert werden. Mittlerweile ermöglichen neue diagnostische Marker und molekulare Verfahren eine wesentlich genauere Einordnung der Krankheitsbilder – Grundlage für eine maßgeschneiderte Therapie.

Die Pressemitteilung ist auch unter folgendem Link abrufbar:
https://www.dgfn.eu/pressemeldung/fortschritte-bei-glomerulonephritiden-neue-leitlinie.html

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Artificial Light Changes Synchronization with the Moon

It is highly likely that the female menstrual cycle was originally synchronized with the lunar cycle. This has changed significantly with the rise of artificial light and smartphones, as a new study by the University of Würzburg shows.

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Künstliches Licht verändert die Monduhr

Mit großer Wahrscheinlichkeit war der weibliche Menstruationszyklus ursprünglich mit dem Mondzyklus synchronisiert. Das hat sich mit dem Siegeszug von künstlichem Licht und Smartphones stark verändert, wie eine neue Studie der Universität Würzburg zeigt.

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Klimawandel bedroht Fischvielfalt : Nature-Studie belegt Rückgänge in kühlen US-Gewässern

Die Zusammensetzung von Fischgemeinschaften in Flüssen und Bächen der USA hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten massiv verändert. Eine neue Studie in Nature belegt: Steigende Wassertemperaturen und die Ansiedlung bestimmter Fische durch den Menschen beschleunigen den Verlust der Biodiversität – vor allem in kühlen Gewässern. An der Studie ist Umweltexperte Prof. Dr. Ralf Schäfer (Universität Duisburg-Essen) beteiligt.

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Alte Pflanze, neue Erkenntnisse: IPK Team enthüllt „Mosaik-Abstammung“ der Gerste

Gerste zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird seit mehr als 10.000 Jahren kultiviert. Lange Zeit wurde vermutet, dass sie an einem einzigen Ort domestiziert wurde. Eine neue Studie eines internationalen Teams unter Führung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) zeigt, dass die heutige Gerste aus verschiedenen Wildpopulationen im sogenannten Fruchtbaren Halbmond hervorgegangen ist. Sie besitzt also eine Art „Mosaik-Abstammung“. Die Ergebnisse der Studie wurden heute in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

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Abwehrzellen aufrüsten: Neue CRISPR-Methode stärkt CAR-T-Zellen im Kampf gegen Krebs

### ACHTUNG SPERRFRIST BIS 24.09.2025 17:00h ###

CAR-T-Zellen haben die Behandlung bestimmter Blutkrebserkrankungen revolutioniert – doch allzu oft reicht ihre Wirkung nicht aus. Ein Forschungsteam am CeMM und an der Medizinischen Universität Wien hat nun eine neue Strategie entwickelt, um CAR-T-Zellen gezielt zu verbessern: Durch den Einsatz der „Genschere“ CRISPR gelang die Entdeckung unerwarteter genetischer Veränderungen, die CAR-T-Zellen zu deutlich wirksameren Krebstherapeutika machen. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature (DOI: 10.1038/s41586-025-09507-9) veröffentlicht.

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Climate change promotes the spreading of vibrios: IOW study reveals global distribution patterns

Vibrio vulnificus, a bacterium that is potentially very dangerous to humans, is a natural component of marine plankton. The Leibniz Institute for Baltic Sea Research Warnemünde (IOW) has now presented the first comprehensive analysis of its global distribution. It shows that the pathogen occurs in almost all coastal regions of the world, but is more prevalent at comparatively high water temperatures, moderate salinity levels, and in decaying algal blooms. Published in Nature’s journal “Communications Earth & Environment”, the study also provides a predictive model that can be used to estimate future climate change-induced changes in the distribution of vibrios.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Klimawandel fördert Ausbreitung von Vibrionen: IOW-Studie zeigt globale Verbreitungsmuster

Der für Menschen potenziell gefährliche Wundbranderreger Vibrio vulnificus ist natürlicher Bestandteil von Meeresplankton. Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) hat jetzt erstmals eine umfassende Analyse zu seiner globalen Verbreitung vorgelegt. Diese zeigt, dass das Pathogen in fast allen Küstenregionen der Welt auftritt, vermehrt jedoch bei vergleichsweise hohen Wassertemperaturen, mittleren Salzgehalten und in absterbenden Algenblüten. Publiziert in der Nature-Fachzeitschrift „Communications Earth & Environment“, liefert die Studie außerdem ein Vorhersagemodell, mit dem sich künftige Klimawandel-bedingte Veränderungen der Vibrionen-Verbreitung abschätzen lassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft