Neues Virus in Schweizer Zecken entdeckt

Erst 2017 wurde in China das Alongshan-Virus entdeckt. Nun haben Forschende der Universität Zürich das neue Virus erstmals in Schweizer Zecken nachgewiesen. Es scheint mindestens genauso verbreitet zu sein wie das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus und führt zu ähnlichen Symptomen. Das Team erarbeitet derzeit einen Diagnosetest, um die epidemiologische Situation zu klären.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

2020 weniger Krebsneuerkrankungen in Baden-Württemberg

Fachleute erwarten bereits seit längerem, dass sich der COVID-19 bedingte Lockdown 2020 auf die Anzahl der neu diagnostizierten Krebserkrankungen auswirken wird. Das epidemiologische Krebsregister Baden-Württemberg kann nun mit Zahlen aufwarten: Über das gesamte Jahr 2020 hinweg blieben die Zahl der Neuerkrankung sieben Prozent unter dem Durchschnitt der beiden Vorjahre. Besonders auffällig war der Einbruch an Krebsdiagnosen in den Monaten März bis Mai 2020.

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Neue Leitlinie empfiehlt: Borderline spezifisch behandeln

Unter Federführung der DGPPN wurde erstmals eine evidenzbasierte Behandlungsleitlinie für die Borderline-Persönlichkeitsstörung erarbeitet. Eine interdisziplinäre Leitliniengruppe mit renommierten Fachleuten aus 23 Fachgesellschaften empfiehlt spezielle, an die Besonderheiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung angepasste Psychotherapien, die auch das soziale Umfeld einbeziehen. Mit der Therapie soll bei Bedarf schon im frühen Jugendalter begonnen werden.

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Rückgang der Darmkrebs-Diagnosen im Saarland während der COVID-19-Pandemie

Wissenschaftler vom Krebsregister des Saarlands und vom Deutschen Krebsforschungszentrum zeigen: 2020 wurden im Saarland insgesamt 17 Prozent weniger Darmkrebs-Neuerkrankungen gemeldet als im Vergleichszeitraum 2015 bis 2019. Hochgerechnet auf ganz Deutschland ist daher mit insgesamt etwa 10.000 verzögert diagnostizierten Darmkrebserkrankungen zu rechnen.

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Biodiversität in Baumkronen: Es regnet Arten!

Was lebt eigentlich in Baumkronen? Darüber weiß auch die Forschung nur wenig, denn der Lebensraum der Höhenbewohner ist nur schwer zugänglich. Biologen der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben nun ein Verfahren getestet und in Environmental DNA veröffentlicht, mit dem Proben aus den Wipfeln vergleichsweise einfach zu nehmen sind. Das Wetter spielt dabei eine entscheidende Rolle.

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Übung zum Schutz vor nuklearen Gefahren auf See

Expert*innen aus 24 Staaten prüfen unter Federführung des BfS ihre Entscheidungshilfesysteme

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Gebärmutterhalskrebs: Aktualisierte Leitlinie für Patientinnen

Wie wird Gebärmutterhalskrebs festgestellt und behandelt? Welche Folgen haben Erkrankung und Therapie? Die aktualisierte Patientinnenleitlinie ‘Gebärmutterhalskrebs – Eine Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge’ informiert umfassend und in allgemein verständlicher Sprache über die Erkrankung. Sie basiert auf der S3-Leitlinie für medizinische Fachkreise und wendet sich direkt an die Betroffenen. Die Patientinnen werden dabei unterstützt, die Erkrankung besser zu verstehen und sich gut informiert an der Therapieentscheidung zu beteiligen. Die Erstellung der Patientinnenleitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe gefördert. Sie ist ab sofort kostenlos bestellbar.

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Hohe Auszeichnung: Prof. Dr. Jörg Overmann erhält den mit 50.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis des Stifterverbandes

Interview mit dem Preisträger

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Das hat sich seit dem Organspendenskandal 2012 getan: „Wir sind noch nicht am Ziel“

Es war ein Schock für das Gesundheitswesen, aber vielleicht ein heilsamer: 2012 wurde im Zuge des sogenannten Organspendenskandals bekannt, dass in vielen Transplantationskliniken in Deutschland getrickst worden war. So kamen Patienten an Spenderorgane, obwohl andere sie dringender gebraucht hätten. Dass sich seitdem viel bei der Kontrolle getan hat, zeigt eine aktuelle Studie der SRH Fernhochschule. Diese zeigt aber leider auch, dass noch viel zerstörtes Vertrauen wieder aufgebaut werden muss.

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More flexible than we thought: Worms give us new insights into the evolution and diversification of TGF-ß signaling

The TGF-ß cellular signaling network, essential to various functions in all metazoans and involved in many severe human pathologies like autoimmune diseases and cancer, is more flexible than previously thought. Researchers at the MPI for Neurobiology of Behavior and the MPI for Biology discovered an unknown genetic variability in this signaling pathway amongst different nematode species resulting in morphological and behavioral variations. This fresh view on the TGF-ß machinery, published in Molecular Biology and Evolution, is important for understanding the evolution of signaling pathways, their adaptability to acquire novel functions and for new strategies to control parasitic nematodes.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Flexibler als gedacht: Würmer ermöglichen uns neue Einsichten in Evolution und Vielfalt des TGF-ß Signalwegs

Der TGF-ß-Signalweg ist für viele Zellfunktionen in Organismen von zentraler Bedeutung. Zudem spielt er eine Rolle bei Erkrankungen des Immunsystems und bei Krebs. Forschende des MPINB sowie des MPI für Biologie verglichen diesen zellulären Signalweg zwischen Fadenwurmarten, die ihnen als Modellorganismen dienen. Sie entdeckten eine unbekannte genetische Vielfalt, die sich auf Form und Verhalten der Tiere auswirkt. Dieser frische Blick auf die TGF-ß-Maschinerie ist wichtig, um Evolution, Anpassungsfähigkeit und neue Funktionen von Signalwegen zu verstehen. Auch helfen die Erkenntnisse, veröffentlicht in Molecular Biology and Evolution, neue Strategien gegen parasitische Würmer zu entwickeln.

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A journey across generations – Inheritance of the plant microbiome via the seed

What defines us and other living organisms more strongly: genes or the environment? Only recently, researchers were able to prove experimentally that even microorganisms can be inherited from one plant generation to the next via the seed. In an article just published open access in the journal ‚Trends in Microbiology‘, scientists examine the process of microbial inheritance via the seed in more detail and identify factors that significantly influence the assembly of the plant microbiome. With their basic work, the authors create an important milestone of microbiome research.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Eine Reise über Generationen – Die Vererbung des Pflanzen-Mikrobioms über den Samen

Was definiert uns und andere Lebewesen stärker: die Gene oder die Umwelt? Erst kürzlich konnten Forschende experimentell nachweisen, dass über den Samen nicht nur genetische Merkmale, sondern auch Mikroorganismen von einer Pflanzengeneration zur nächsten vererbt werden. Im soeben im Open Access in der Zeitschrift „Trends in Microbiology“ erschienenen Artikel untersuchen Forschende den Prozess der mikrobiellen Vererbung über den Samen genauer und identifiziert Faktoren, die den Aufbau des Mikrobioms der Pflanze maßgeblich beeinflussen. Mit ihrer Grundlagenarbeit schaffen die Autoren einen wichtigen Meilenstein für die Mikrobiomforschung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New findings on neuronal activities in the sensorimotor cortex

• Interdisciplinary team at the University of Freiburg studies freely moving individuals using 3D tracking
• Key indicators about the respective roles of the premotor, motor, and sensory domains
• Findings may be helpful for further development and use of neuroprostheses

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Internationale Expertenrunde betrachtet Chancen von Gesundheitsdaten

EIT Health-Symposium im Mannheimer Innovationszentrum CUBEX ONE

Mannheim, 05.12.2022. Wie können Patientendaten datenschutzgerecht zur Verbesserung der medizinischen Versorgung eingesetzt werden? Das gemeinsame Symposium der EIT Health Regional Innovation Hubs (RIH) Germany-Switzerland und Spain stand ganz im Zeichen von effizientem und patientenorientiertem Datenmanagement: Vom 17. bis zum 18. November trafen sich Expert:innen aus Forschung, Industrie und Politik im CUBEX ONE in Mannheim, um über das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Gesundheitsforschung zu diskutieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Two-billion-year-old enzyme reconstructed – Detective work by molecular biologists and bioinformatics researchers

Basic researchers at Leipzig University have solved a puzzle in the evolution of bacterial enzymes. By reconstructing a candidate for a special RNA polymerase as it existed about two billion years ago, they were able to explain a hitherto puzzling property of the corresponding modern enzymes. Unlike their ancestors, they do not work continuously and are thus significantly more effective – these pauses in activity constitute evolutionary progress. The reconstruction of the protein from prehistoric times was made possible thanks to interdisciplinary cooperation between molecular biochemistry and bioinformatics.

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Neue, alte Bekannte: Bakteriophagen im Einsatz gegen multiresistente Keime

Multiresistente Keime werden durch zunehmende Anibiotikaresistenzen zu einer immer größeren Herausforderung in der Medizin. Ein Ausweg könnten Bakteriophagen sein. Diese wurden am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) nun erstmalig bei einem ukrainischen Kriegsverletzten eingesetzt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zwei Milliarden Jahre altes Enzym rekonstruiert

Grundlagenforscher:innen der Universität Leipzig haben ein Rätsel in der Evolution von bakteriellen Enzymen gelöst. Durch die Rekonstruktion eines Kandidaten für eine spezielle RNA-Polymerase, wie sie vor etwa 2 Milliarden Jahren existierte, konnten sie eine bislang rätselhafte Eigenschaft der entsprechenden modernen Enzyme erklären. Im Unterschied zu ihren Vorfahren arbeiten sie nicht kontinuierlich und sind dadurch deutlich effektiver – Arbeitspausen als evolutionärer Fortschritt.

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Desinfektionsmittel in hessischen Böden

Forscherteam weist Wirkstoffe in 97 Prozent der Proben nach

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Combined and efficient: Two steps to the goal

Together with industrial partners, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT has developed a novel system for producing high-resolution microcomponents by photo-crosslinking. Thanks to their work in the project “High productivity and detail accuracy in additive manufacturing by combining UV polymerization and multiphoton polymerization – HoPro-3D,” polymer microstructures can now be produced economically and customized in one machine.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kombiniert und effizient: In zwei Schritten zum Ziel

Gemeinsam mit den Partnern des Projekts »Hohe Produktivität und Detailtreue in der additiven Fertigung durch Kombination von UV-Polymerisation und Mehrphotonenpolymerisation – HoPro-3D«, entwickelte das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT eine neuartige Anlage zur Herstellung hochaufgelöster Mikrobauteile durch Fotovernetzung. Polymere Mikrostrukturen lassen sich so wirtschaftlich und kundenspezifisch in einer Maschine herstellen.

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Regionale Forschung am Puls der Zeit: Gemeinsam den Pandemie-Kompass neu ausrichten

• Neues Modellprojekt “COVID-19-Leitzentrale“ soll das regionale Pandemie-Management
verbessern.

• Der Fokus liegt auf der Automatisierung im Datenaustausch sowie auf dem Einsatz von
KI.

• Optimierung des Tuberkulose-Managements wird ebenfalls angestrebt.

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Breites Bündnis für Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit von Kindern oder Schwangeren

München, 02.12.2022 – Ein breites Bündnis von 37 Organisationen, Verbänden und Institutionen fordert ein Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit von Kindern oder Schwangeren. Bundesregierung und Bundestag sind aufgefordert, durch eine Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes oder der Straßenverkehrsordnung ein gesetzliches Rauchverbot in geschlossenen Fahrzeugen bei Anwesenheit von Minderjährigen sowie Schwangeren zu normieren. Zur Durchsetzung des Verbotes sollten Verstöße mit einem wirksamen Bußgeld geahndet werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Schädlingsraupen können traditionelle Versuchstiere ersetzen

Insektenlarven helfen Darmentzündungen besser zu verstehen und ermöglichen die schnellere und effizientere Entwicklung neuer Therapien. Forschende entwickeln eine innovative und einzigartige Bildgebungsplattform.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Furchtlos zu sein kann man lernen

Der Botenstoff Serotonin spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung, aber auch beim Verlernen von Angst und Furcht. Welche Mechanismen dahinterstecken, hat ein Forschungsteam der Allgemeinen Zoologie und Neurobiologie um Dr. Katharina Spoida und Dr. Sandra Süß im Sonderforschungsbereich „Extinktionslernen“ der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Die Forschenden konnten zeigen, dass Mäuse, denen ein bestimmter Serotoninrezeptor fehlt, Furcht wesentlich schneller verlernen als der Wildtyp.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft