Synthetische Biologie: Kommt Serotonin, geht das Licht aus
17. Dezember 2022
Forschenden aus Bremen, Bochum, Bonn und Hamburg ist es gelungen, den Blick auf die Wirkungsweise des wichtigen Botenstoffs Serotonin im zentralen Nervensystem maßgeblich zu schärfen. Sie entwickelten neuartige, genetisch enkodierte ‚sDarken‘-Sensoren. Diese melden mit hoher zeitlicher und räumlicher Genauigkeit, wenn der Botenstoff an einen Rezeptor bindet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler*innen in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“.
Museum Koenig Bonn eröffnet Ausstellungen „Regenwald – Das Kronendach“ und „Regenwald im Netzwerk“
17. Dezember 2022
Das Museum Koenig Bonn eröffnete am 15. Dezember 2022 vormittags in Anwesenheit der leitenden Ministerialrätin Dr. Christiane Fricke, Ministerium für Kultur und Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen, Ministerialdirigent Dr. Stefan Johannes Stupp, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Bernhard Misof, Generaldirektor des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und Helmut Stahl, Präsident der Alexander-Koenig Gesellschaft e.V., die neuen Ausstellungen „Regenwald – Das Kronendach“ und „Regenwald im Netzwerk“.
Ein Gift hilft Wasserstoff produzierende Biokatalysatoren zu verstehen
17. Dezember 2022
In der Natur sind bestimmte Enzyme, sogenannte Hydrogenasen, in der Lage, molekularen Wasserstoff (H2) zu produzieren. Spezielle Arten dieser Biokatalysatoren, sogenannte [FeFe]-Hydrogenasen, sind äußerst effizient und daher für die biobasierte Wasserstoffherstellung von Interesse. Obwohl die Wissenschaft bereits viel über die Funktionsweise dieser Enzyme weiß, sind einige Details noch nicht vollständig geklärt. Eine Wissenslücke konnte die Arbeitsgruppe Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum um Dr. Jifu Duan und Prof. Dr. Thomas Happe schließen. Die Forschenden zeigten, dass externes Cyanid an die [FeFe]-Hydrogenasen bindet und die Wasserstoffbildung hemmt.
Hat die Maus Alzheimer?
16. Dezember 2022
In der Hirnforschung werden künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen immer wichtiger, denn dadurch können Verhaltensweisen besser analysiert und krankhafte Veränderungen früher erkannt werden. In einem Projekt des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) Magdeburg hat sich ein Team um Kevin Luxem mit dem Verhalten von Mäusen beschäftigt und anhand der selbst entwickelten Software VAME Algorithmen für das Erkennen der Alzheimer-Erkrankung identifiziert. Die Studie ist im Fachmagazin Communications Biology erschienen.
Unterschätzte Bedeutung von Ernährung und Hörminderung für die Demenzentwicklung
16. Dezember 2022
Das Thema Demenz wird in den Gesundheitsmedien immer präsenter; dabei werden zunehmend auch die sogenannten modifizierbaren Demenz-Risikofaktoren thematisiert. Dazu gehören mit unterschiedlich starkem Einfluss z. B. Rauchen, Depression, soziale Isolation, Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes mellitus oder Alkoholkonsum. Auch Schwerhörigkeit – obwohl besonders einfach zu beheben – gehört dazu. Eine aktuelle Studie belegt den großen Nutzen von Hörgeräten bei der Demenzprävention [1]. Auf einen anderen, bislang zu wenig berücksichtigten Faktor weist eine weitere Studie hin – den Verzehr hochprozessierter Lebensmittel [2].
Starvation Causes Cell Remodeling
16. Dezember 2022
New study on “starvation response” by Freie Universität professor of pharmacology published in Science / Joint press release with the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie
Starvation causes cell remodelling
16. Dezember 2022
Body cells burn off fat reserves when nutrient supply from food ceases. A team led by Professor Volker Haucke and Dr. Wonyul Jang from the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) has now discovered a previously unknown mechanism for how this “starvation response” is triggered, and what can inhibit it. The results have been published in the renowned international journal Science.
Bei Hunger baut die Zelle um
16. Dezember 2022
Körperzellen verbrennen Fettreserven, wenn die Versorgung mit Nährstoffen aus der Nahrung unterbleibt. Ein Team um Prof. Volker Haucke und Dr. Wonyul Jang vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) hat nun einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, wie dieser „Hungerstoffwechsel“ in Gang kommt – und was ihn hemmen kann. Die Ergebnisse wurden im angesehenen internationalen Fachblatt Science veröffentlicht.
Studie zur Händigkeit bei Primaten: Links oder rechts?
16. Dezember 2022
Etwa 90 Prozent aller Menschen sind Rechtshänder. Warum, ist bis heute ist rätselhaft. Andere Primatenarten zeigen nämlich nach bisherigem Kenntnisstand keine vergleichbaren Präferenzen. Zoolog:innen der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Humboldt Universität Berlin haben versucht, diese Wissenslücke durch eine Studie zu schließen. Dafür haben sie in 39 Zoos und Auffangstationen die Händigkeit von Affen getestet. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal eLife* veröffentlicht.
NHM Wien und BirdLife Österreich im erfolgreichen Einsatz für die Artenvielfalt
16. Dezember 2022
Wenn Insekten verschwinden, geht der Vogelwelt die Nahrung aus. Um diesem bedrohlichen Szenario entgegenzuwirken, haben das Naturhistorische Museum und BirdLife Österreich im Rahmen der Biodiversitäts-Initiative „VielfaltLeben“ des Klimaministeriums (BMK) ein Arbeitspaket geschnürt, das die Lebensräume für gefährdete Vogelarten in fünf Bundesländern verbessern soll. Die Initiative wurde vom Landwirtschaftsministerium (BML) und von der Europäischen Union finanziell unterstützt.
COVID-19: Unterschiedliche Immunantwort bei Kindern und Erwachsenen bleibt lange bestehen
16. Dezember 2022
Unterschiede in der Immunantwort bei Kindern und Erwachsenen auch nach milden oder asymptomatischen Verläufen / Studie der baden-württembergischen Unikliniken unter Leitung der Universitätskliniken Freiburg und Ulm / Studie in Nature Communications
Austro-Forschungsteam identifiziert neues Therapieziel für L-CTCL-Hautkrebs
15. Dezember 2022
Das leukämische kutane T-Zell-Lymphom (Leukemic cutaneous T-cell lymphoma; L-CTCL) ist eine seltene Art von Krebs mit einem vielfältigen Erscheinungsbild. Eine soeben veröffentlichte Studie der Medizinischen Universitäten Wien und Graz sowie der Veterinärmedizinischen Universität Wien verknüpfte nun Genomdaten betroffener Patient:innen und pharmakologische Studien. Durch diesen innovativen Forschungsansatz identifizierten die Wissenschafter:innen mit STAT3/5 und PAK-Kinase ein mögliches neues therapeutisches Ziel.
Building the cytoskeleton: Researchers establish mode of action of crucial signalling complexes
15. Dezember 2022
Pathogens are frequently usurping the host’s cytoskeleton for their own needs – new insights might lead the way towards development of novel anti-infectives
DGU begrüßt Empfehlung des Europäischen Rates zur Prostatakarzinom-Früherkennung und appelliert an Lauterbach
15. Dezember 2022
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) begrüßt die jüngsten wichtigen Empfehlungen des Europäischen Rates zur Krebsfrüherkennung verschiedener Tumoren.
Aufbau des Zellskeletts: Molekulare Wirkmechanismen zentraler Signalgeber aufgeklärt
15. Dezember 2022
Krankheitserreger nutzen das Zytoskelett für ihre Zwecke – die neuen Erkenntnisse liefern mögliche Ansatzpunkte für künftige Therapien
Naturstoffe gegen Grippeviren
15. Dezember 2022
Wirkstoffe aus der Natur könnten künftig dazu beitragen, die Ausbreitung von Grippeviren zu hemmen. Bei einer Infektion mit Grippeviren sind bislang in den meisten Ländern, zu denen auch Deutschland zählt, nur zwei Klassen von Medikamenten zugelassen. Wissenschaftler*innen des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Gießen sowie des hessischen LOEWE-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik (LOEWE-TBG) sehen großes therapeutisches Potenzial in Naturstoffen, um zukünftig Influenzaviren zu hemmen, und geben dazu in einem Fachartikel neue Impulse.
Pressemitteilung: https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/naturstoffe_gegen_grippeviren/
Was Mikroorganismen auf dem Mars zum Überleben bräuchten
15. Dezember 2022
Noch wurde auf dem Mars kein Leben nachgewiesen, doch es ist spannend zu erforschen, unter welchen Umständen es möglich wäre. Ein Team unter Leitung der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat die zellulären Prozesse untersucht, welche die Anpassung von Mikroorganismen an Perchlorate regulieren. Könnten Mikroorganismen ihre Stressreaktion auf dieses Salz, das in einigen Wüsten und auf dem Mars vorkommt, genetisch anpassen, wäre ihr Überleben auf dem roten Planeten wahrscheinlich möglich.
Von der Idee zum Produkt: Transfer von biobasierten Innovationen
15. Dezember 2022
Wie gelingt erfolgreicher Transfer? Wie finden innovative, biobasierte Produkte, Verfahren und Dienstleistungen ihren Weg in den Markt? Der Projektträger Jülich (PtJ) organisierte im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Neue Produkte für die Bioökonomie“ Anfang Dezember die FONA*-Transfersession, um die Vernetzung von Wissenschaft und Industrie aus der Bioökonomie zu stärken. Ziel ist es, langfristig den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Produktentwicklung bis hin zu einer möglichen Vermarktung zu fördern.
New findings on radon research: Face masks reduce radiation exposure
15. Dezember 2022
Anti-inflammatory, therapeutic effects, but also risks – the radioactive noble gas radon contains both at the same time. Radon and especially its short-living progeny are considered to be responsible for about half of the annual radiation exposure from natural sources and are classified as carcinogenic. Researchers from the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung now have proven in a paper published in the “International Journal of Environmental Research and Public Health” that face masks – both FFP2 and surgical masks – strongly reduce lung exposure and thus the dose.
Neue Radon-Forschungsergebnisse: Gesichtsmasken senken Strahlenbelastung
15. Dezember 2022
Entzündungshemmende, therapeutische Wirkung, aber auch Risiken – das radioaktive Edelgas Radon beinhaltet beides zugleich. So sind Radon und insbesondere seine kurzlebigen Zerfallsprodukte für etwa die Hälfte der jährlichen Strahlenbelastung durch natürliche Quellen verantwortlich und werden als krebserregend eingestuft. Forschende des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung konnten nun in einer Veröffentlichung im „International Journal of Environmental Research and Public Health“ zeigen, dass das Tragen von Gesichtsmasken – sowohl FFP2- als auch chirurgische Masken – die Lungenexposition und somit die Dosis stark verringert.
Fazialisparese: Auch Mundgesundheit betroffen
15. Dezember 2022
Halbseitige Gesichtslähmungen wirken sich auch auf den Gesundheitszustand von Zähnen und Zahnfleisch aus. Eine Fallkontrollstudie des Universitätsklinikum Jena zeigte, dass die Mundgesundheit von Patientinnen und Patienten im Vergleich zu Gesunden vermindert ist. Auch im Seitenvergleich schnitt die gelähmte Gesichtshälfte schlechter ab als die nicht betroffene Seite. Das Autorenteam der in PLOS ONE veröffentlichten Studie empfiehlt deshalb die Ergänzung der Behandlung um zahnmedizinische Kontrollen.
Hirnschrittmacher könnte Alzheimer-Erkrankung besser behandelbar machen
14. Dezember 2022
Charité-Studie entdeckt Hirnnetzwerk, dessen Stimulation symptomlindernd wirkt
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache von Demenzerkrankungen, bislang aber nicht gut behandelbar. Eine mögliche zukünftige Therapieform könnte die sogenannte Tiefe Hirnstimulation sein, die auch als Hirnschrittmacher bekannt ist. Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat in einer im Fachmagazin Nature Communications* veröffentlichten Studie ein spezifisches Netzwerk im Gehirn von Alzheimer-Patient:innen ausgemacht, dessen Stimulation mit einer Linderung der Symptome einherging. Die Forschenden hoffen, dass die Studie den Weg für weiterführende Untersuchungen ebnet.
Moonlighting protein makes a hospital germ harmful
14. Dezember 2022
HZI research team identifies potential approach for novel therapies combating Pseudomonas aeruginosa infections
Protein in Schwarzarbeit macht Krankenhauskeim erst gefährlich
14. Dezember 2022
HZI-Forschungsteam findet möglichen Ansatzpunkt für neue Therapien bei Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa
Sinn durch Sinnlichkeit – Ulmer Psychologen widerlegen klassische Annahme zur Wissensverarbeitung im Gehirn
14. Dezember 2022
„Angststörung“, „Sucht“ oder „Konditionierung“: Wie speichert das Gehirn solche wissenschaftlichen Begriffe – und geschieht das bei Expertinnen und Experten anders als bei Laien? Eine Studie um den Ulmer Neurowissenschaftler Professor Markus Kiefer weist darauf hin, dass solche abstrakten Konzepte und wissenschaftlichen Begriffe bei beiden Personengruppen im sinnlich-erfahrungsbasierten Bereich des Gehirns verankert werden. Eine traditionellere Annahme der Psychologie lautet dagegen, dass sich die Wissensspeicherung im Lauf der akademischen Bildung hin zu abstrakteren, sprachlich-symbolischen Hirnstrukturen verlagert.