Silvester-Spaß mit brutaler Sprengkraft: Handchirurgen des Dresdner Uniklinikums warnen vor Leichtsinn

Die erste schwere Explosionsverletzung dieses Winters registrierte das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden bereits in der ersten Dezemberwoche. Ein in der Hand explodierter Silvester-Knaller sorgte bei einem Jugendlichen für schwerste Verletzungen. In einer mehr als zehnstündigen Operation konnte die linke Hand erhalten werden. Prof. Adrian Dragu, Direktor für Plastische und Handchirurgie am UniversitätsCentrum für Orthopädie, Unfall- und Plastische Chirurgie (OUPC) befürchtet auch aufgrund der in den beiden vergangenen Jahreswechseln erlassenen Verbote einen Nachhol-Effekt beim Einsatz der Pyrotechnik zu Silvester und damit verbunden einen Anstieg an schweren Verletzungen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Slime for the climate, delivered by brown algae

Brown algae take up large amounts of carbon dioxide from the air and release parts of the carbon contained therein back into the environment in mucous form. This mucus is hard to break down for other ocean inhabitants, thus the carbon is removed from the atmosphere for a long time, as researchers at the Max Planck Institute for Marine Microbiology in Bremen now show. They reveal that the algal mucus called fucoidan is particularly responsible for this carbon removal and estimate that brown algae could thus remove up to 550 million tons of carbon dioxide from the air every year – almost the amount of Germany’s entire annual greenhouse gas emissions.

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Braunalgenschleim ist gut fürs Klima

Braunalgen nehmen große Mengen Kohlendioxid aus der Luft auf und geben Teile des enthaltenen Kohlenstoffs in Form eines schwer abbaubaren Schleims wieder an die Umwelt ab. Weil dieser Schleim kaum einem Meeresbewohner schmeckt, verschwindet dieser Kohlenstoff so für lange Zeit aus der Atmosphäre. Das zeigt eine Studie von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen. Die Forschenden zeigen, dass insbesondere der Algenschleim namens Fucoidan dafür verantwortlich ist und schätzen, dass Braunalgen so bis zu 550 Millionen Tonnen Kohlendioxid jedes Jahr aus der Luft holen könnten – beinahe die Menge der gesamten jährlichen Treibhausgas-Emissionen Deutschlands.

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Ein Zellkompass für effizientes «Atmen» von Gräsern

Eine Forschungsgruppe an der Universität Bern erforscht, wie Pflanzen «atmen». Nun konnten sie neue Erkenntnisse dazu gewinnen, wie Gräser effiziente «Atmungsporen» auf ihren Blättern entwickeln. Wenn wichtige Komponenten in diesem Entwicklungsprozess fehlen, wird der Gasaustausch zwischen Pflanze und Atmosphäre beeinträchtigt. Die Erkenntnisse sind auch wichtig im Hinblick auf den Klimawandel.

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1.000. Schlaganfall-Patient in das vom Uniklinikum Dresden konzipierte Nachsorgeprogramm „SOS-Care“ aufgenommen

Mitte Dezember wurde mit Burkhard Oppitz der 1.000. Schlaganfallpatient bereits während der stationären Akutversorgung in der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ins Nachsorgeprogramm „SOS-Care“ aufgenommen. Das am Uniklinikum mit Unterstützung der AOK PLUS entwickelte und erprobte Programm sichert über eine regelmäßige strukturierte, ambulante Nachsorge eine optimale Versorgung der Betroffenen. Dies belegen Erhebungen der vergangenen Jahre, in denen die Gesundheitsdaten von rund 500 Patientinnen und Patienten analysiert wurden, die das „SOS-Care“-Nachsorgeprogramm durchliefen.

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THD kooperiert mit dem Bayerischen Landesamt für Pflege

Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) und das Bayerische Landesamt für Pflege (LfP) arbeiten künftig zusammen, um die Forschung und Praxisentwicklung in der Pflege- und Gesundheitsversorgung in Bayern voranzutreiben. Das haben LfP-Leiter Achim Uhl und Prof. Dr. Sperber, Präsident der THD, am 21. Dezember mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung besiegelt.

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Winzigste Nanopumpen für gezielten Transport von Flüssigkeiten und Nanopartikeln – TU-Forschende entdecken neue Methode

Nanoporen spielen eine wichtige Rolle in der Wasseraufbereitung und in der Bioforschung. Allerdings lässt sich die Technik oft noch schwer kontrollieren. Ein Forschungsteam der TU-Darmstadt will mit einem neuen Ansatz Abhilfe schaffen. Die Ergebnisse wurden jetzt in dem renommierten Fachjournal „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

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Rostocker Team entschlüsselt Mechanismus zum Lichtschutz von Pflanzen

Veränderte Umweltbedingungen, wie beispielsweise durch den Klimawandel hervorgerufen, erfordern entsprechende Anpassungen von Pflanzen. Eine Forschungsgruppe vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock unter Beteilung der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München konnte nun entschlüsseln, wie Pflanzen Schutzpigmente ausbilden, um sich vor hoher Lichtintensität zu schützen. Die Arbeit wurde im Fachjournal Plant Communications veröffentlicht.

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Neue 3D-Spatial-Omics-Technologie ermöglicht die Untersuchung von Krankheiten in ihren frühen Stadien

Wie kann eine einzige kranke Zelle in einem intakten Gehirn oder einem menschlichen Herzen aufgespürt werden? Diese Fragestellung gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die Teams von Ali Ertürk von Helmholtz Munich und der LMU und Matthias Mann am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München haben nun eine neue Technologie namens DISCO-MS entwickelt, die dieses Problem lösen kann. DISCO-MS nutzt Robotertechnologien, um Proteomikdaten von „kranken“ Zellen zu erhalten, die in einem frühen Stadium der Krankheit genau identifiziert werden.

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Novel spatial-omics technology enables investigation of diseases at their early stages

How can you trace a single diseased cell in an intact brain or a human heart? The search resembles looking for a needle in a haystack. The teams of Ali Ertürk at Helmholtz Munich and LMU Munich and Matthias Mann at the Max Planck Institute of Biochemistry in Martinsried near Munich have now developed a new technology named DISCO-MS that solves the problem. DISCO-MS uses robotics technology to obtain proteomics data from ‘sick’ cells precisely identified early in the disease.

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Belastete Kliniken: Bei Herzinfarkt-Verdacht unbedingt Notruf 112

Notfallmediziner warnen: bei Infarkt-Verdacht nicht zögern, sondern sofort Notruf 112 absetzen. Notfallmedizinische Versorgung ist trotz angespannter Lage in Kliniken anzufordern

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Wo sind sie? Und wenn ja, wie viele?

Findet man den Kern einer Tier- oder Pflanzenpopulation stets im Zentrum ihres Verbreitungsgebiets, wie ein klassisches ökologisches Modell besagt? In den meisten Fällen ja, aber nicht immer. Glücklicherweise lassen sich die Ausnahmen von der Regel leicht vorhersagen, so die Ergebnisse eines internationalen Forschungsteams um den Konstanzer Ökologen Trevor Fristoe.

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Innovationszentrum an der FOM Hochschule gegründet – Auftaktveranstaltung zur Innovation im Gesundheitswesen

Gründung und Innovation, verbunden mit neuen Denk- und Arbeitsweisen sollen am neuen Innovationszentrum der FOM gefördert werden. Zum Auftakt lädt das Zentrum zu einer kostenfreien Veranstaltung ein, die sich der Innovation im Gesundheitswesen widmet.

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Zweitmeinungsprojekt eKonsil Urologie in die Regelversorgung aufgenommen

In der Erfolgsgeschichte der online-basierten Zweitmeinung in der Urologie wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Künftig können vor der Behandlung von Hodentumoren, Peniskarzinomen und metastasierten Nierenzellkarzinomen digitale Konsile für Versicherte aller gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Telekonsilien-Vereinbarung über das Vergütungssystem der vertragsärztlichen Versorgung, dem einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM), abgerechnet werden.

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Welche Rolle spielen Schulen in der Pandemie?

HZI-Forschungsteam leitete federführend deutschlandweite retrospektive Beobachtungsstudie

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Tipps für einen stressfreien Silvesterabend mit Hund

Alle Jahre wieder: Böller, Kracher und Raketen gehören für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu. Doch lautes Zischen, Knallen und grelle Lichter bedeuten für Hunde einen immensen Stressfaktor. Die Reaktionen der Vierbeiner reichen dann von Unruhe bis hin zu Panikreaktionen. Um bei Hunden die Stressbelastung zu Silvester so gering wie möglich zu halten, eignen sich Maßnahmen für den Akutfall. Mit Entspannungstraining und Desensibilisierung kann man dem Jahreswechsel langfristig entgegenblicken.

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COP15: More species protection and biodiversity conservation agreed in Montreal

Statement by microbiologist Prof. Dr. Jörg Overmann

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Hirnmetastasen bei Hautkrebs: Wichtige grundlegende Mechanismen entschlüsselt

Hirnmetastasen sind eine häufige Folge von Melanomen (schwarzer Hautkrebs), verbunden mit einer sehr schlechten Prognose für die betroffenen Patient:innen. Die bisher eingesetzten Therapien zeigen eine stark unterschiedliche Wirksamkeit. Welche Gründe dafür verantwortlich sind, ist bisher weitgehend unbekannt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Veterinärmedizinischen Universität Wien kombinierte nun mehrere Analysemethoden und konnte so zwei molekular unterschiedliche Gruppen von Melanom-Hirnmetastasen identifizieren – welche aus diesem Grund jeweils anders auf Therapien ansprechen.

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Neutronenexperimente enthüllen, was Knochen funktional hält

Was sorgt dafür, dass Knochen gut auf Belastung reagieren? Ein Team der Charité Berlin hat Hinweise auf die Schlüsselfunktion von nicht-kollagenen Eiweißverbindungen entdeckt und wie sie den Knochenzellen helfen, auf äußere Belastungen zu reagieren. An Fischmodellen untersuchten die Forschenden Knochenproben mit und ohne Knochenzellen, um Unterschiede in Mikrostruktur und Wassereinlagerung aufzuklären. Am Berliner Forschungsreaktor BER II gelang es ihnen erstmals, die Wasserdiffusion durch das Knochenmaterial genau zu messen – mit einem überraschenden Ergebnis.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Dem Ursprung komplexer Lebewesen auf der Spur

Forscher*innen der Universität Wien und der ETH Zürich kultivieren „Missing Link“-Mikroorganismus

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Strahlenschäden an väterlichem Erbgut werden an Nachkommen weitergegeben

Schäden im väterlichen Genom des Fadenwurms Caenorhabditis elegans werden nicht repariert und stattdessen and die Nachkommen weitergegeben, während die weibliche Eizelle die Schäden repariert oder eingeht / Veröffentlichung in „Nature“

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Rapid Evolution of Spermatogenesis

Evolutionary pressure across male mammals to guarantee the procreation of their own offspring led to a rapid evolution of the testicle. Bioinformatic studies – conducted by an international team of researchers led by Prof. Dr Henrik Kaessmann from the Center for Molecular Biology of Heidelberg University – show that this pressure particularly accelerated the evolution of later stages of sperm formation.

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Die rasante Evolution der Spermatogenese

Der evolutionäre Druck bei männlichen Säugetieren, die Zeugung von eigenem Nachwuchs sicherzustellen, hat zu einer rasanten Evolution des Hodens geführt. Bioinformatische Untersuchungen, die ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Henrik Kaessmann, Wissenschaftler am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg, durchgeführt haben, zeigen, dass dieser Druck insbesondere die Evolution später Stadien der Spermienbildung beschleunigt hat.

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Forschung im Doppelpack: Digitale Technologien und Bauen für eine inklusivere Gesellschaft

Eine unabhängige Lebensführung und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen sind klare Ziele des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Darin haben sich die Vertragsstaaten zu Maßnahmen verpflichtet, die den gleichberechtigten Zugang etwa zur physischen Umwelt sowie zu Information und Kommunikation sicherstellen. Im Reallabor „Digitale Barrierefreiheit und Assistenzsysteme für Menschen mit Einschränkungen“ am KIT wird erforscht, wie das Zusammenspiel digitaler Technologien und der Gestaltung der räumlichen Umgebung in Gebäuden und Städten allen Menschen eine gleichberechtigte und selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen kann.

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COMPASS for Highly Sensitive Rapid Tests

A newly developed rapid test needs only a few seconds to reliably detect pathogens such as SARS-CoV-2. It is based on specially designed magnetic nanoparticles.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft