Am 11. Januar geht es los: Altersmediziner starten regelmäßige Webinare für Geriatrie-Nachwuchs und -Interessierte

Praxisnah, interaktiv und kostenlos: Am kommenden Mittwoch, 11. Januar, startet die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) um genau 13.15 Uhr mit einer Reihe an State-of-the-art-Lectures mit namhaften Expertinnen und Experten aus der Geriatrie. Die Webinar-Serie soll dann an jedem zweiten Mittwoch des Monats zur gleichen Uhrzeit stattfinden. Angesprochen werden Ärztinnen und Ärzte, die in der Geriatrie arbeiten, sich jedoch in Weiterbildung für Innere Medizin, Allgemeinmedizin oder Neurologie befinden, Fachärztinnen und -ärzte in der Weiterbildung Geriatrie, an Geriatrie interessierte Ärztinnen und Ärzte, die aber derzeit in anderen Fachrichtungen tätig sind, wie auch Medizinstudierende.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beim Kleinkind – hochauflösende Ultraschalltechnik bringt neue Erkenntnisse

In den ersten zwei Lebensjahren des Menschen entwickeln sich Gehirnmasse und Synapsen rasant, die Nervenleitgeschwindigkeit verdoppelt sich. Der strukturelle Umbau des peripheren Nervensystems konnte lange nur mit Tierexperimenten und invasiven Techniken untersucht werden. Ein Schweizer Forschungsteam hat nun die Reifung des peripheren Nervensystems beim Kind mittels hochauflösender Ultraschallsonden genauer beschrieben. „Unsere Erkenntnisse sind nicht nur wissenschaftlich interessant, sie helfen auch bei der Diagnose von Neuropathien beim Kleinkind und bei der Reifebeurteilung von frühgeborenen Kindern“, sagt PD Dr. Philip Julian Broser, Vorsitzender der Kommission Neuropädiatrie der DGKN.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Excessive bed occupancy in hospitals leads to rising mortality

Researchers have long suspected a link between bed occupancy and mortality in hospitals. Now, a study by the University of Basel has provided the missing data, revealing that smaller hospitals reach their capacity limit much earlier.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Zu hohe Bettenauslastung im Krankenhaus führt zu steigender Sterblichkeitsrate

Ein Zusammenhang zwischen der Bettenauslastung und Sterblichkeitsrate in Krankenhäusern wurde von Forschenden schon länger vermutet. Eine Studie der Universität Basel liefert nun eine neue Perspektive und zeigt, dass die Kapazitätsgrenze bei kleineren Krankenhäusern deutlich früher erreicht wird.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

In der Zone der Erinnerungen

Wissenschaftler entdecken, dass die geheimnisvolle „Zone der Ungewissheit“ es dem Gehirn ermöglicht, schnell neue Erinnerungen zu bilden.

Der Neokortex ist der größte und komplexeste Teil des Gehirns und gilt seit langem als der ultimative Speicher für Langzeiterinnerungen. Doch wie werden dort Spuren vergangener Ereignisse und Erfahrungen niedergelegt? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung und der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg haben entdeckt, dass ein wenig erforschtes Gehirnareal, die Zona incerta, auf unkonventionelle Weise mit dem Neokortex kommuniziert, um die Gedächtnisbildung schnell zu steuern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Ungewöhnliche Frosch-Invasion

Der Johnstones Pfeiffrosch ist eine der erfolgreichsten invasiven Amphibienarten weltweit – trotz geringer genetischer Vielfalt

Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben mit einem internationalen Team den invasiven Johnstones Pfeiffrosch genetisch mit einem weiteren eingewanderten und einem heimischen Frosch verglichen. In ihrer nun im Fachjournal „NeoBiota“ erschienenen Studie zeigen die Forschenden, dass die Invasion der winzigen Amphibien nicht, wie bislang angenommen, durch ihre genetische Vielfalt begünstigt wurde. Vielmehr erlauben anthropogene und ökologische Faktoren die Ausbreitung der Frösche – mit Auswirkungen auf das Naturschutzmanagement.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

A win-win for cell communities: Cells that cooperate live longer

When cells exchange metabolic products with other cells, they live longer. This new finding comes from a research team at Charité – Universitätsmedizin Berlin, which made the discovery in a study using yeast cells. The fact that these exchanges directly impact cell lifespans could play a significant role in future research into human aging processes and age-related diseases. The study appears in the latest issue of Cell*.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Social contact strengthens dementia patients and can improve disease progression

New study on treatment and care for people with dementia published

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Soziale Kontakte stärken Demenzkranke und können Krankheitsverläufe verbessern

Neue Studie zur Behandlung und Versorgung von Menschen mit Demenz vorgelegt

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Win-win-Situation im Zellverbund: Kooperierende Zellen leben länger

Tauschen Zellen Stoffwechselprodukte miteinander aus, beschert ihnen dies ein längeres Leben. Das konnte ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin nun erstmals in einer Studie am Beispiel von Hefezellen zeigen. Dass der Stoffaustausch einen direkten Einfluss auf die Lebensdauer von Zellen hat, könnte für die Erforschung von Alterungsprozessen und altersbedingten Erkrankungen von Menschen künftig eine wichtige Rolle spielen. Die Studie ist im aktuellen Fachmagazin Cell* erschienen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Toxoplasmose: Erreger mit molekularem Universalschlüssel

LMU-Parasitologen zeigen, dass ein Komplex zweier Proteinvarianten für die Infektion mit Toxoplasmose eine wesentliche Rolle spielt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Holes in T cells

Certain T cells can secrete cytokines that are normally part of the innate immune system, as researchers from the Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology (Leibniz-HKI) and an international research team discovered. They have thus revealed several previously unknown properties of these immune cells that are relevant regarding both autoimmune diseases as well as fighting fungal infections. The study was published in Nature Immunology.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Löcher in T-Zellen

Über Poren können bestimmte T-Zellen Zytokine ausschütten, die normalerweise Teil des angeborenen Immunsystems sind. Das haben Forschende des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) in einem internationalen Forschungsteam herausgefunden. Sie haben damit gleich mehrere bisher unbekannte Eigenschaften der Immunzellen entdeckt, die sowohl im Hinblick auf Autoimmunerkrankungen als auch zur Bekämpfung von Pilzinfektionen relevant sind. Die Studie wurde in Nature Immunology veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Formation of pores in mitochondrial membrane elucidated

• Study by a team of researchers from Freiburg and Kyoto investigates formation of beta-barrel membrane proteins that make up the pores
• Similarities to wine barrel structure – protein subunits Sam50 and Sam37 play central roles
• Substances are exchanged between mitochondria and the cell water through the barrel pores

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bildung von Poren in Mitochondrien-Membran aufgeklärt

• Studie eines Teams um Forschende aus Freiburg und Kyoto untersucht Bildung von Beta-Fass-Membranproteinen, aus denen die Poren bestehen
• Ähnlichkeiten zur Weinfassstruktur – Protein-Untereinheiten Sam50 und Sam37 spielen zentrale Rollen
• Durch die Fass-Poren werden Stoffe zwischen Mitochondrien und dem Zellwasser ausgetauscht

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Punkt, Punkt, Komma, Strich – wie unser Gehirn Strichzeichnungen erkennt

Wie ist es dem Gehirn möglich, gezeichnete Objekte als Haus oder als Tier zu erkennen? In einer aktuellen Studie im Journal of Neuroscience haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und der Justus-Liebig-Universität Gießen untersucht, wie sich unsere Wahrnehmung von Strichzeichnungen von natürlichen Bildern unterscheidet. Die Forscher zeigen, dass die Wahrnehmung von Objekten besonders robust gegenüber Veränderungen in unserer Umwelt ist.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The power of lines and strokes – how our brain recognises line drawings

How is it possible for the brain to recognise drawn objects as houses or animals? In a recent study in the Journal of Neuroscience, scientists from the Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain Sciences in Leipzig, in collaboration with the Freie Universität Berlin and Justus Liebig University Giessen, investigated how our perception of line drawings differs from natural images. The researchers show that the perception of objects is particularly robust to changes in our environment.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Veränderte Ozeanzirkulation verstärkt die Extremereignisse im Indischen Ozean

Trockene Regionen erleben mehr Dürreereignisse, feuchte Regionen mehr Niederschlag: In einer neuen Studie haben Forschende aus den USA, Deutschland und China untersucht, wie sich das Klima am Indischen Ozean ändert, wenn sich die ozeanische Zirkulation abschwächt. Hierfür haben sie mithilfe verschiedener Klimamodelle Szenarien aus der geologischen Vergangenheit simuliert, um zu erforschen, wie sich Änderungen auf das Klimageschehen im Indischen Ozean auswirken. Die Studie, an der auch PD Dr. Mahyar Mohtadi und Dr. Enno Schefuß vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen beteiligt sind, wird jetzt im Fachmagazin Science Advances publiziert.

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Researchers from Würzburg and the U.S. discover new type of CRISPR gene scissors

Component of bacterial immune defense paralyzes infected cells and could advance molecular biology diagnostics

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschende aus Würzburg und den USA entdecken neue Art der CRISPR-Genschere

Baustein der bakteriellen Immunabwehr legt infizierte Zellen lahm und könnte die molekularbiologische Diagnostik voranbringen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

An opportunity in climate change: Soy production to increase in Europe in the future (Correction: New picture material)

CORRECTION: PICTURE

Climate change requires a rethink of crop production towards varieties and crops that are better adapted to heat and drought. Soybean is an arable crop that thrives in warm conditions and provides itself with nitrogen, an important plant nutrient that otherwise farmers would have to fertilize. A study published by the Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF) in the journal „Global Change Biology“ shows that in the long term, more and more arable land in Europe will become suitable for soy production. According to the authors of the study, this would enable the EU to do without a large proportion of soybean imports from Brazil and the USA in the future.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Eine Chance im Klimawandel: Sojaproduktion in Europa künftig ausweiten (Korrektur: Bildmaterial)

KORREKTUR: NEUES BILDMATERIAL

Der Klimawandel erfordert ein Umdenken in der Pflanzenproduktion, hin zu Sorten und Kulturen, die besser an Hitze und Trockenheit angepasst sind. Die Sojabohne gedeiht nicht nur unter warmen Bedingungen gut, sondern versorgt sich auch selbst mit dem wichtigen Pflanzennährstoff Stickstoff. Eine vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den USA verzichten, so die Autorinnen und Autoren der Studie.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DGS-PraxisLeitfaden Fibromyalgie: Vorurteile abbauen, Diagnose erleichtern

Die Fibromyalgie gehört mit einer Prävalenz von 1,4 bis 6,6 Prozent der Gesamtbevölkerung zu einer der häufigen Schmerzerkrankungen. Um Vorurteile abzubauen und die Diagnose zu erleichtern, hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) nun einen PraxisLeitfaden entwickelt, der die wichtigsten Diagnose-Kriterien zusammenfasst. Ziel ist es, die Zeit bis zur Diagnosestellung für Betroffene zu verkürzen. Der Praxisleitfaden steht online (https://www.dgschmerzmedizin.de/fileadmin/dgs/Dokumente/PDF_oeffentlich/DGS-PLF-Fibromyalgie-Teil-1-Diagnostik-V1.1.pdf) zur Verfügung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weniger Nachtfalter, mehr Fliegen

Im hohen Norden hinterlässt der Klimawandel besonders deutliche Spuren. Eine neue Studie in Finnland zeigt nun, dass es parallel dazu dramatische Veränderungen bei den bestäubenden Insekten gegeben hat. Forscher:innen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, des UFZ und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) haben festgestellt, dass sich das Netzwerk von Pflanzen und ihren Bestäubern dort seit dem Ende des 19. Jahrhunderts massiv verändert hat. Möglicherweise könne das dazu führen, dass Pflanzen künftig weniger effektiv bestäubt werden und sich dadurch schlechter vermehren, warnen die Wissenschaftler:innen im Fachjournal Nature Ecology & Evolution.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Alphastrahler für die Krebstherapie – Vielversprechende Ergebnisse aus zwei präklinischen Studien

Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Palacký-Universität in Olmütz wollen die Behandlung von Prostatakrebs auf Basis von Actinium-225 verbessern. In aktuellen Experimenten statteten sie radioaktiv markierte Substanzen mit Bindungsstellen für ein im Blutplasma vorkommendes Protein aus. So konnten sie im Mausmodell die Zirkulationszeit im Blut verlängern – mit der Folge, dass die Dosis der Alphastrahlung am Tumor steigt. Als nächstes planen die Forscher eine Therapiestudie, um Strategien zur Optimierung für die aktuell in der Klinik angewandte Nukleartherapie zu entwickeln. Die Forschungsarbeiten werden durch die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft