1 Milliarde Jahre Abstinenz: Chloroplasten dürfen endlich auf Sex hoffen!

Forschende des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam haben in fast 4 Millionen Tabakpflanzen die Vererbung von Chloroplasten unter verschiedenen Umweltbedingungen untersucht. Entgegen der bisherigen Ansicht, Chloroplasten würden nur von der Mutterpflanze weitergegeben, können bei Kälte auch väterliche Chloroplasten vererbt werden. Die Chloroplasten der Eltern können sich also in den Nachkommen treffen und genetisches Material austauschen. Diese Erkenntnis erlaubt es, Eigenschaften aus dem Erbgut der Chloroplasten gezielt in der Züchtung zu nutzen, und eröffnet zudem neue Perspektiven für die Evolutionsforschung. Die Studie wurde in Nature Plants veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Early humans: Annual cycles in tooth enamel provide insights into life histories

An interdisciplinary team of scientists, led by Goethe University Frankfurt and the Senckenberg Research Institute and Natural History Museum Frankfurt, has discovered – by analysing their teeth – what our ancestors of the species Homo erectus ate hundreds of thousands of years ago on the island of Java in Southeast Asia: over the course of a year, these early humans switched from a plant-based diet to a mixed one, but were far less dependent on seasonal food supply than, for example, orangutans, which also inhabited the island.

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Frühmenschen: Jahreszyklen im Zahnschmelz geben Einblicke in Lebensgeschichten

Wie sich unsere Vorfahren der Art Homo erectus vor Hundertausenden von Jahren auf der Insel Java in Südostasien ernährt haben, konnte jetzt ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, koordiniert von Goethe-Universität Frankfurt und Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, anhand von Zahnanalysen herausfinden: Im Laufe eines Jahres wechselten die Frühmenschen von pflanzlicher Nahrung zu Mischkost, waren dabei aber weit weniger vom saisonalen Nahrungsangebot abhängig als zum Beispiel Orang-Utans, die ebenfalls die Insel bewohnten.

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Heirat im Minoischen Kreta

Ein internationales Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig erzielt völlig neue Einblicke in bronzezeitliche Heiratsregeln und Familienstrukturen in Griechenland. Analysen alter Genome zeigen, dass die Partnerwahl keineswegs zufällig, sondern von der eigenen Verwandtschaft bestimmt wurde.

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„Superfoods“ – wie super sind sie wirklich?

BVL zeigt auf Grüner Woche nachhaltige Alternativen aus heimischem Anbau

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AMIT konnte Antworten geben – aber viele Fragen bleiben offen

Weltkongress zum Thema MIH in München machte deutlich: Es werden dringend mehr Forschungsgelder benötigt

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Turning robots into skilled waiters

Researchers at the Munich Institute of Robotics and Machine intelligence (MIRMI) at the Technical University of Munich (TUM) have developed a model that enables a robot to serve tea and coffee faster and more safely than humans – with no sloshing. The mathematics behind the pendulum used in the concept is more than 300 years old.

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So lernen Roboter zu kellnern

Am Robotik- und KI-Institut MIRMI der Technischen Universität München (TUM) haben Forschende ein Modell entwickelt, mit dem Roboter Tee und Kaffee servieren können, ohne dass Flüssigkeit überschwappt – und zwar schneller und sicherer als Menschen. Die Mathematik des Pendels, die dafür eingesetzt wird, ist mehr als dreihundert Jahre alt.

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Sugar-based inhibitors disarm the pathogen Pseudomonas aeruginosa

Researchers from Saarbrücken and Freiburg develop promising active ingredient to combat multi-resistant bacteria.

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Madagascar mouse lemur retroviruses are diverse and surprisingly similar to ones found in polar bears or domestic sheep

Madagascar is home to a unique biodiversity with a large number of endemic species, among those many lemur species, including the mouse lemurs. This diversity is also found in their retroviruses, a team led by scientists from the Leibniz Institute of Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) and the University of Stirling reports in the journal “Virus Evolution”. They analysed the mouse lemur genome and identified viruses of two classes that represent ancient infections of the mouse lemur germline. The viruses now behave similarly to lemur genes and are thus called endogenous retroviruses (ERVs).

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Retroviren in Madagaskar-Mausmakis sind vielfältig und überraschend ähnlich zu denen in Eisbären oder Hausschafen

Madagaskar beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt mit einer großen Anzahl nur dort vorkommender (endemischer) Arten, darunter zahlreiche Lemurenarten wie Mausmakis. Diese Vielfalt ist besonders beeindruckend bei ihren Retroviren, berichtet ein Wissenschaftsteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und der University of Stirling in der Zeitschrift „Virus Evolution“. Sie analysierten die Genome mehrerer Mausmaki-Spezies und identifizierten Viren zweier Klassen, die alte Infektionen der Keimbahn der Mausmakis darstellen. Die Viren verhalten sich nun ähnlich wie Lemurengene und werden daher endogene Retroviren (ERV) genannt.

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Health insurance as a fuel for medical progress

A new study argues that expanding health insurance coverage can drive medical progress, support wellbeing, and even extend lifespan in the United States.

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Niedriges Niveau bei Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln aus Deutschland

BVL-Auswertung für 2021: Belastung mit Rückständen ist abhängig von der Herkunft der Lebensmittel

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Digitales Interventionsprogramm für Long-COVID-Patient:innen gestartet

In einem gemeinsamen Projekt der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und der SRH Hochschule Heidelberg wurde ein hochinnovatives digitales Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramm für Long-COVID-Betroffene entwickelt. Die Pilotstudie startet im Januar 2023.

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Quantum measurements more precise than ever before: New study aims to advance quantum computing

An international team of researchers, including scientists from Jena, has succeeded in developing a new and particularly precise type of measurement in tiny quantum systems. Applications are conceivable in semiconductor manufacturing, for example, but also in mobile radio technology or microscopy in the future. Experimental tests to prove the study were carried out on Germany’s first quantum computer, the Fraunhofer „QSystemOne“, among others. The researchers have now published their results in the journal „Nature Physics“.

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Quanten-Messungen so präzise wie nie zuvor: Neue Studie soll Quantencomputing vorantreiben

Einem internationalen Team aus Forschenden, darunter auch Wissenschaftler aus Jena, ist es gelungen, eine neue und besonders präzise Art der Messung in winzigen Quantensystemen zu entwickeln. Anwendungen sind etwa in der Halbleiter-Fertigung, perspektivisch aber auch der Mobilfunktechnik oder Mikroskopie denkbar. Experimentelle Versuche zum Beleg der Studie wurden u. a. auf Deutschlands erstem Quantencomputer, dem Fraunhofer QSystemOne, durchgeführt. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden nun im Fachmagazin »Nature Physics« veröffentlicht.

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Extraordinary flight artists. Hummingbird’s hovering flight likely evolved because of a lost gene

Hummingbirds, native to North and South America, are among the smallest and most agile birds in the world. Often barely larger than a thumb, they are the only bird species that can fly not only forwards, but also backwards or sideways. Their characteristic hovering flight makes that possible. However, hovering is extremely energy-demanding. In a genomic study published in the journal Science, an international team of scientists led by Prof. Michael Hiller at the LOEWE Centre for Translational Biodiversity Genomics (LOEWE-TBG) in Frankfurt, Germany, investigated the evolutionary adaptations of the metabolism that may have enabled the hummingbirds‘ unique flying abilities.

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Außergewöhnliche Flugkünstler. Kolibris beherrschen ihren Schwebeflug vermutlich aufgrund eines fehlenden Gens

Sie zählen zu den kleinsten, aber auch wendigsten Vogelarten der Welt: die in Nord- und Südamerika beheimateten Kolibris. Häufig kaum größer als ein Daumen, können sie als einzige Vogelart nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts und seitlich fliegen. Möglich macht dies ihr charakteristischer Schwebeflug, der jedoch extrem energieaufwändig ist. Ein Team von Wissenschaftler*innen unter der Leitung von Prof. Michael Hiller vom hessischen LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik untersuchte nun in einer im Fachjournal „Science“ veröffentlichten genomischen Studie, welche evolutionären Anpassungen des Stoffwechsels die besonderen Flugkünste der Kolibris ermöglicht haben könnten.

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Largest amber-preserved flower

Scientists of the Museum für Naturkunde Berlin and the University of Vienna studied an exceptionally large flower inclusion, almost measuring 3 cm across. This flower and its pollen were enclosed and preserved in resin about 38-34 million years ago. It is about three times as large as most floral inclusions and therefore the largest flower, which was discovered from any amber so far. These new findings help to shed new light into the Baltic amber forest and allow drawing conclusions about the climate of the past, as well as the evolution of forests.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Größte Blüte in Bernstein

Forscherinnen vom Museum für Naturkunde Berlin und der Universität in Wien haben eine Seltenheit erforscht– den Einschluss einer fast 3 cm großen Blüte, die vor ca. 38-34 Millionen Jahren samt ihren Pollen in Harz eingeschlossen und konserviert wurde. Sie ist in etwa dreimal größer als die meisten Blüteneinschlüsse und somit die größte Blüte, die jemals in Bernstein entdeckt wurde. Die neuen Erkenntnisse helfen, die Pflanzenwelt des Baltischen Bernsteinwaldes weiter zu entschlüsseln, Rückschlüsse auf das Klima vergangener Zeiten zu werfen und den Wandel der Wälder nachzuvollziehen.

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Rohbau des neuen Zentrums für Seelische Gesundheit und Altersforschung am Dresdner Uniklinikum feiert Richtfest

Mit dem Richtfest nimmt das neue Zentrum für Seelische Gesundheit und Altersforschung des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden seine Konturen als vierte Kernstruktur der Krankenversorgung an. In zentraler Lage des Klinikumscampus entsteht ein Neubau, der zukünftig neben dem Zentrum für Seelische Gesundheit, auch das Altersforschungszentrum, das Labordiagnostische Zentrum mit den Instituten für klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie sowie die Early Clinical Trial Unit. Der Freistaat Sachsen investiert an diesem Standort 95 Millionen Euro in die weitere Modernisierung der Maximalversorgung am Universitätsklinikum.

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Vorhofflimmern nach Herz-OP: Forschung zu neuem Therapieansatz

Vorhofflimmern tritt oft nach einer Herzoperation auf. Ob sich das durch lokal eingebrachte Arzneien während der OP vermeiden lässt, untersucht eine Ärztin der Medizinischen Hochschule Hannover mit Forschungsförderung der Herzstiftung

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Molekulare Archäologie: 1200 Jahre alte DNA-Sequenzen aus Madagaskar führen zu Entdeckung ausgerotteter Landschildkröte

Einem internationalen Forschungsteam unter Leitung des Senckenbergers Uwe Fritz ist es gelungen, das Erbgut von bis zu 1200 Jahre alten Schildkrötenfunden aus dem westlichen Indischen Ozean zu sequenzieren. Dabei wurde eine im Mittelalter ausgerottete Landschildkrötenart aus Madagaskar entdeckt, die eine Panzerlänge von einem halben Meter erreichte. Acht Riesenschildkrötenarten lebten auf Madagaskar und benachbarten Inseln, die bis auf eine Art auf Aldabra ausgerottet wurden, heißt es in der jetzt im renommierten Fachjournal „Science Advances“ publizierten Studie

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bildgebende Massenspektrometrie liefert neue Erkenntnisse zum Phosphatdiabetes

Die als Phosphatdiabetes bekannte X-chromosomale Hypophosphatämie (XLH) ist eine seltene Stoffwechselerkrankung der menschlichen Knochen, die mit einem starken Phosphatverlust verbunden ist. Die Folgen des Gendefekts treten bereits in Kindheit und Jugend auf und beeinträchtigen die Lebensqualität teils massiv. Eine aktuelle Studie des Helmholtz Munich unter Beteiligung der Veterinärmedizinischen Universität Wien entschlüsselte nun mittels Bildgebender Massenspektrometrie erstmals wichtige Mechanismen, die dem veränderten Knochenstoffwechsel bei XLH zugrunde liegen. Laut den Wissenschafter:innen ergeben sich daraus auch neue potenzielle Ansätze zur Behandlung der Erkrankung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Es wird schwierig werden, die Versorgungssicherheit und -qualität aufrechtzuerhalten“

TransMIT Projektbereich für Versorgungsforschung veröffentlicht erste Ergebnisse der Gießener Sterbestudie 2022

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft