Neues Zellmodell für die menschliche Lunge

Saarbrücker Forschungsteam entwickelt eine neuartige Lungenzelllinie zur Testung von Arzneimitteln

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kein winterliches Lichtergeflacker – Stiftung Auge: Vorsicht bei Netzhautablösung

Lichtblitze, Schlieren, Schatten oder verschwommene Objekte, die plötzlich im Blickfeld auftauchen: Diese Symptome können Anzeichen einer Ablösung der Netzhaut, fachsprachlich Retina, sein. Eine mögliche Ursache dieser Beschwerden sind Risse in der Netzhaut. Da auch andere Arten der Netzhauterkrankung oder aber auch eine Migräne neurologisch bedingten Sehbeschwerden ähnliche Symptome hervorrufen können, kann die Diagnosestellung eine Herausforderung sein. Erforderlich ist zur Klärung eine augenärztliche Untersuchung. Welche Faktoren das Risiko erhöhen, dass sich die Netzhaut nach Rissen ablöst, erklärt die Stiftung Auge.

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Schildkröten-Invasion im Ländle

Erstmals nachgewiesen: Drei nordamerikanische Schildkrötenarten pflanzen sich selbständig in deutschen Gewässern fort.
Ein Forschungsteam mit Dr. Melita Vamberger von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden sowie Benno Tietz und Dr. Johannes Penner von der Universität Freiburg konnte erstmals zeigen, dass drei ursprünglich in Nordamerika beheimatete Schildkrötenarten sich in Deutschland in der Natur fortpflanzen – so weit im Norden wie nie zuvor nachgewiesen. Genetische Untersuchungen der Tiere legen nahe, dass dies in den betreffenden Populationen regelmäßig geschieht – die gepanzerten Reptilien haben sich in ihrem neuen Lebensraum in Baden-Württemberg etabliert.

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Rustrela virus, a relative of rubella, identified as cause of dangerous feline disease

For cats with outdoor access, feline meningoencephalomyelitis, better known as “staggering disease”, is a serious and potentially fatal threat. The disease, which involves the inflammation of the brain and spinal cord in European domestic cats (Felis catus), was first described in Sweden in the 1970s and in Austria in the 1990s. Now, some 50 years after the first discovery of the disease, a team of researchers affiliated with several institutions including the University of Veterinary Medicine Vienna, has finally been able to identify the rustrela virus, a relative of the rubella virus that infects humans, as the cause.

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Röteln-Verwandter: Rustrela-Virus verursacht gefährliche Katzenkrankheit

Für Freigängerkatzen ist die „Staggering Disease“ (Feline Meningoencephalomyelitis) eine lebensbedrohliche Krankheit. Die Gehirn- und Rückenmarksentzündung von Europäischen Hauskatzen (Felis catus) wurde erstmals in den 1970er Jahren in Schweden beschrieben. Ein internationales Forschungsteam konnte nun endlich – rund 50 Jahre nach Entdeckung der Krankheit und unter maßgeblicher Beteiligung der Veterinärmedizinischen Universität Wien – mit dem Rustrela-Virus die Ursache identifizieren. Die Studie wurde soeben im Top-Journal „Nature Communications“ veröffentlicht.

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Cochrane Review findet keinen Nutzen von Vitamin D bei Asthma

Die Supplementierung von Vitamin D erfreut sich zunehmender Beliebtheit, auch wenn ohne bestehenden Mangel ein Nutzen für die meisten Erkrankungen unbewiesen ist. Ein aktualisierter Cochrane Review bestätigt dies jetzt für Asthma: Vitamin D verhindert weder die eine akute Verschlechterung (Exazerbation) der Asthma-Erkrankung, noch verbessert es die Symptome.

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Fischschwärme funktionieren ähnlich wie das Gehirn

Wie es biologischen Systemen wie dem Gehirn oder Tierschwärmen gelingt, die Vielzahl an Einzelinformationen aus verschiedenen Quellen optimal zusammenzuführen, ist wenig bekannt. Es gibt die Hypothese, dass das größte Leistungspotenzial des Gehirns an der Grenze zwischen Ordnung und Chaos liegt, im Zustand der sogenannten Kritikalität. Forschende des Exzellenzclusters „Science of Intelligence“ der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Technischen Universität Berlin (TU) und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) konnten diese Hypothese nun an einem riesigen Fischschwarm nachweisen. Die Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht.

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Einer stummen Erkrankung Gehör verschaffen: „HyperTon“ – der Podcast zum Blutdruck

Heute am 7. Februar startet die erste Staffel des neuen Podcasts „HyperTon“. Informativ und vergnüglich werden Themen rund um den Blutdruck beleuchtet und Deutschlands Top-Expertinnen und -Experten befragt. Die Hörerinnen und Hörer erfahren interessante Hintergründe über den ‚richtigen‘ Druck und erhalten wertvolle Tipps für gesunde Blutdruckwerte. Medizinjournalistin Annette Kanis moderiert das neue Format der Deutschen Hochdruckliga, das von der Techniker Krankenkasse unterstützt wird. Die Hochdruckliga möchte mit Hilfe des beliebten Mediums verstärkt jüngere Menschen erreichen und zur gelegentlichen Blutdruckmessung animieren – denn Bluthochdruck ist nicht immer eine Frage des Alters!

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Krebstherapie: Wie Sport Kindern hilft

Wissenschaftspodcast anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages am 15. Februar

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Eine bilderreiche Ausstellung würdigt den Begründer der modernen Medizin: Rudolf Virchow

Im Dezember 2022 fand im Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg die Eröffnung
einer Ausstellung zum Leben und Wirken von Rudolf Virchow statt. Er zählt zu den größten
Medizinern der Geschichte.

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Plant diversity may never fully recover from agriculture without a helping hand

Agriculture is considered a major disturbance for ecological systems – the recovery of degraded or formally used agricultural land might take a long time. However, without any active restoration interventions, this recovery can take an exceedingly long time and is often incomplete, as shown by a team of researchers led by the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv). Their study, which was published in Journal of Ecology, sheds light on the recovery process at different scales in former agricultural sites, pointing to specific restoration interventions that could help biodiversity to recovery.

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Pflanzenvielfalt nach Landwirtschaft: keine vollständige Erholung ohne Hilfe

Die Landwirtschaft gilt als einer der wesentlichen Störfaktoren ökologischer Systeme – und es kann lange dauern, bis sich ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen wieder erholen. Ohne aktive Renaturierungsmaßnahmen kann sich diese Erholung noch weiter herauszögern und ist zudem häufig unvollständig, zeigt ein Forschungsteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). In ihrer Studie im Journal of Ecology beleuchten sie, wie sich ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen auf verschiedenen Ebenen erholen, und zeigen konkrete Renaturierungsmaßnahmen auf, die der Biodiversität helfen können sich zu regenerieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Stoffwechselenzym schützt Proteine mit Schwefel

In der Zelle werden vielen Proteinen zusätzliche Schwefelatome angeheftet. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum haben nun erstmals das für die Übertragung des Schwefels verantwortliche Enzym gefunden. Außerdem haben sie Hinweise auf die Funktion der bislang rätselhaften Schwefelanheftung: Sie kann Proteine vor oxidativen Schäden schützen. Besonders stoffwechselaktive Tumorzellen, die oft freien Radikalen ausgesetzt sind, könnten durch die Schwefelanheftung möglicherweise dem Zelltod entgehen.

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New standards to quantify hepatitis B virus reservoirs in liver cells

Approximately 300 million people are chronically infected with the hepatitis B virus (HBV), which can cause liver cirrhosis or cancer. Consequently, there is an urgent need for the development of HBV curative therapies. Due to the unique replication strategy of HBV, however, quantification of viral DNA in infected liver cells, which is essential in preclinical and clinical studies, is technically difficult and not standardised. An international research consortium led by DZIF scientists has now developed recommendations for the optimisation, control and validation of quantitative viral DNA measurements, which could be crucial for preclinical and clinical evaluation of therapeutic strategies.

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Neue Standards zur Quantifizierung des Hepatitis-B-Virus-Reservoirs in Leberzellen

Etwa 300 Millionen Menschen sind mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) chronisch infiziert, was zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen kann. Therapien zur Heilung von HBV werden daher dringend benötigt. Aufgrund der einzigartigen Replikationsstrategie von HBV ist jedoch die in präklinischen und klinischen Studien wichtige Quantifizierung der Virus-DNA in infizierten Leberzellen technisch schwierig und bisher nicht standardisiert. Ein von DZIF-Forschenden geleitetes internationales Forschungskonsortium hat nun Empfehlungen zur Optimierung, Kontrolle und Validierung von Messungen der viralen DNA entwickelt, die für die Bewertung therapeutischer Strategien von entscheidender Bedeutung sein könnten.

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Global study by the University of Bayreuth shows influences of climate change on terrestrial ecosystems

In a study published in Nature Geoscience, plant ecologists at the University of Bayreuth have shown how global climate change is impacting the Earth’s terrestrial ecosystems. Changes in vegetation activity could in most cases be explained by temperature and soil moisture changes, while changes in solar radiation and atmospheric CO₂ levels seldom played a dominant role. In some of the ecosystems studied, years of increased vegetation activity have been followed by decreases. Such trend reversals raise the question of whether terrestrial ecosystems will continue to make large contributions to the sequestration of atmospheric carbon.

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Globale Studie der Universität Bayreuth zeigt Einflüsse des Klimawandels auf terrestrische Ökosysteme

Pflanzenökologen der Universität Bayreuth zeigen in „Nature Geoscience“, wie sich der globale Klimawandel auf terrestrische Ökosysteme auswirkt. Veränderungen in der Vegetationsaktivität konnten meist durch Veränderungen der Temperatur und der Bodenfeuchtigkeit erklärt werden. Änderungen der Sonneneinstrahlung und des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre spielten selten eine dominante Rolle. In einigen Ökosystemen sind nach einer langjährigen Zunahme der Vegetationsaktivität Rückgänge zu beobachten. Diese Trendumkehr wirft die Frage auf, ob terrestrische Ökoysteme auch in Zukunft einen hohen Beitrag zur Bindung von atmosphärischem Kohlenstoff leisten werden.

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Sleep deprivation affects cognitive performance

Anyone who has ever had a night of poor sleep or no sleep at all knows how much the lack of sleep can affect concentration the next day. Researchers at the Leibniz Research Centre for Working Environment and Human Factors have studied how exactly sleep deprivation affects brain performance. The results show that not only brain activation, but also the alteration of connections between neurons is affected by sleep deprivation. Both have a significant effect on memory performance and working memory.

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Keanu Reeves – the molecule: New active ingredient from bacteria could protect plants

Bacteria of the genus Pseudomonas produce a strong antimicrobial natural product, as researchers at the Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology (Leibniz-HKI) have discovered. They proved that the substance is effective against both plant fungal diseases and human-pathogenic fungi. The study was published in the Journal of the American Chemical Society.

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Entdecker der Röntgenstrahlen: 100. Todestag von Wilhelm Conrad Röntgen

Am 10. Februar 2023 jährt sich der Todestag des Entdeckers der „X-Strahlen“, des Physikers und Nobelpreisträgers Wilhelm Conrad Röntgen, zum 100. Mal. Kaum eine andere Entdeckung als die nach ihm benannten Röntgenstrahlen hat die Medizin so stark beeinflusst – und etwa über die Magnetresonanztomografie oder die Computertomografie so viele Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten geschaffen. Doch nicht nur in der Medizin findet die Röntgentechnik Anwendung, sondern auch in zahlreichen anderen Gebieten wie etwa bei Sicherheitssystemen oder in der Satellitenforschung. Wer war Wilhelm Conrad Röntgen eigentlich?

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Neuer Wirkstoff aus Bakterien könnte Pflanzen schützen

Bakterien der Gattung Pseudomonas produzieren einen stark antimikrobiellen Naturstoff. Das haben Forschende des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) entdeckt. Sie wiesen nach, dass die Substanz sowohl gegen pflanzliche Pilzkrankheiten als auch gegen human-pathogene Pilze wirkt. Die Studie wurde im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht.

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Weiblicher Kampf um Nistplätze reduziert den Fortpflanzungserfolg

Der Wettbewerb zwischen Weibchen ist normalerweise weniger offenkundig aggressiv als der zwischen Männchen, kann aber dennoch negative Folgen haben. Beispielsweise, wenn Weibchen Schlüsselressourcen benötigen, um sich erfolgreich fortzupflanzen. Eine nun in der Fachzeitschrift „The American Naturalist“ erschienene Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität Liverpool (UK) untersuchte deshalb anhand von Mäusen, inwieweit sich der Kampf um Nistplätze auf den Fortpflanzungserfolg auswirkt und ob dies durch kooperatives Verhalten beeinflusst wird.

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Zum Weltkrebstag 2023: DGU mahnt erneut Verbesserung der Prostatakrebs-Früherkennung an

Am 4. Februar 2023 ist Weltkrebstag: Wie die Deutsche Krebshilfe weist auch die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) anlässlich dieses wichtigen Aktionstages auf Defizite bei Prävention und Früherkennung von Krebs in Deutschland hin und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich auf ihrem Patientenportal www.urologische-stiftung-gesundheit.de über die Möglichkeiten der Vorbeugung und der Früherkennung urologischer Krebserkrankungen zu informieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Polar sounds: Remixing the sounds of the Arctic and Antarctic seas

105 international sound artists and musicians participate in art-science collaboration “Polar Sounds”

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Die Klänge der arktischen und antarktischen Meere neu erleben

105 internationale Klangkunstschaffende beteiligen sich an Kunst-Wissenschafts-Kooperation „Polar Sounds“

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft