For shorter approval times: New process simulates decomposition of too long stored drugs in 15 minutes

Before their approval, pharmaceuticals not only have to be tested for their effectiveness and safety, but also for their stability, since they are usually stored in pharmacies and private households for years and are not allowed to change. To test their stability, a process is needed that decomposes the drug „in fast motion“.
Such a method was recently developed by a team of scientists from the Leibniz Institute for Catalysis in Rostock (LIKAT), the RWTH Aachen University and the Julius Maximilian University of Würzburg, accompanied by the company RD&C (Vienna, Austria). The research results have now been published in the journal ACS Central Science.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Für kürzere Zulassungszeiten: Neues Verfahren simuliert in 15 Minuten die Zersetzung überlagerter Arzneimittel

Arzneimittel müssen vor ihrer Zulassung sowohl auf ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit als auch auf ihre Stabilität geprüft werden, da sie oft über Jahre in Apotheken und privaten Haushalten lagern und sich dabei nicht verändern dürfen. Um ihre Stabilität zu prüfen, braucht es ein Verfahren, welches das Medikament „im Zeitraffer“ zersetzt.
Ein solches Verfahren wurde jüngst von Wissenschaftlern vom Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock (LIKAT), der RWTH Aachen University und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, begleitet durch die Firma RD&C (Wien, Österreich), entwickelt. Die Forschungsergebnisse wurden nun hochranging in der Zeitschrift ACS Central Science veröffentlicht.

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How tasty is the food? Ask your brain!

To know when it’s time for a meal – and when to stop eating again – is important to survive and to stay healthy, for humans and animals alike. Researchers at the Max Planck Institute for Biological Intelligence investigated how the brain regulates feeding behavior in mice. The team found that the hormone ghrelin activates specialized nerve cells in a brain region known as the amygdala. Here, the interaction between ghrelin and the specialized neurons promotes food consumption and conveys hunger and the pleasant and rewarding feelings associated with eating.

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Wie schmeckt das Essen? Frag dein Gehirn!

Zu wissen, wann es Zeit für eine Mahlzeit ist – und wann man wieder aufhören sollte zu essen – ist wichtig für die Gesundheit und das Überleben von Menschen und Tieren. Forschende am Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz fanden nun heraus, dass das „Hunger-Hormon“ Ghrelin spezialisierte Nervenzellen in der Amygdala von Mäusen aktiviert. In dieser Gehirnregion, die auch für die Regulierung von Emotionen zuständig ist, fördert das Zusammenspiel zwischen Ghrelin und den Nervenzellen die Nahrungsaufnahme und vermittelt sowohl Hunger als auch die mit dem Essen verbundenen Belohnungsgefühle.

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Neue Rollen für elektrische Synapsen im neuronalen Netzwerk zur Kontrolle der Flugkraft bei Insekten

Forschung der JGU und der Humboldt-Universität zu Berlin deckt neue Funktion elektrischer Synapsen auf und entschlüsselt damit den neuronalen Schaltkreis zur Steuerung der Flügelschlagfrequenz von Insekten

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Accreditation for the 72nd Lindau Nobel Laureate Meeting: still open for media representatives

#LINO23 with focus on Physiology/Medicine: 25–30 June 2023
Accreditation for participation in the Lindau Inselhalle
Programme overview in the Lindau Mediatheque
Public Livestream for selected programme sessions

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Epigenetisches „Profiling“ identifiziert potenzielle Ziele für die Behandlung der COPD

Eine gestörte Funktion der Lungenfibroblasten gilt als ursächlich für die Symptome der unheilbaren Lungenkrankheit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Deutsche und britische Wissenschaftler haben nun ein detailliertes epigenetisches Profil der COPD-Fibroblasten erstellt und damit potenzielle Angriffspunkte für die COPD-Behandlung identifiziert. Das Team entdeckte frühe epigenetische Veränderungen im Genom von COPD-Fibroblasten, die neue Einblicke in die Krankheitsentstehung und auch potenzielle therapeutische Möglichkeiten bieten.

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Reisesaison 2023: Bei der Urlaubsplanung an Reiseimpfungen denken – besonders chronisch Leberkranke sind gefährdet

Die Deutschen wollen wieder reisen wie vor der Corona-Pandemie: Nach aktuellen Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) planen 70 Prozent der Bevölkerung, im Jahr 2023 zu verreisen. Urlaubsreisen waren für die Befragten das Zweitwichtigste, nur Lebensmittel erhielten eine höhere Platzierung. Gesundheit und Sport rangieren hinter der Lust am Reisen. Den bevorstehenden Start in die Feriensaison nehmen die Ausrichter des 24. Deutschen Lebertages am 20. November 2023 zum Anlass, um im Vorfeld des bundesweiten Aktionstages an die Bedeutung von Reiseimpfungen zu erinnern – besonders für chronisch Leberkranke sind die Risiken groß.

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Ein Tausendsassa wird Juniorprofessor für Translationale Medizin

Maik Luu (29), Sohn von Tan That und Thi Thu Ba Luu, die 1980 mit der Cap Anamur von Vietnam nach Deutschland kamen, Hobbykoch, Musiker, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Deutschen Alpenverein und Tierheim, Humanbiologe, der seinen Doktor im Fast-Track-Promotionsprogramm an der Philipps-Universität in Marburg machte, hat heute die Ernennungsurkunde zum Juniorprofessor für Translationale Medizin am Uniklinikum Würzburg erhalten. Seine Eltern haben sich immer gewünscht, dass er zeigt, wie viel man aus eigener Kraft erreichen könne, ohne dabei das Gefühl für Dankbarkeit zu verlieren. Nun sei er an der Reihe, etwas zurückzugeben und seinen Teil zur Gesellschaft beizutragen, sagt er.

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Welchen Anteil haben Umweltschadstoffe am Anstieg von Parkinson und Alzheimer?

Der Anstieg neurodegenerativer Alterserkrankungen wie M. Alzheimer und M. Parkinson ist höher als erwartet. Die Prävalenz nimmt insbesondere bei Parkinson überproportional zu, also deutlich mehr, als allein durch die Überalterung der Gesellschaft erklärt werden kann. Offensichtlich spielen Lifestyle- und auch Umweltfaktoren eine Rolle. Eine aktuelle Kohortenstudie [1] zeigt, dass Jahrzehnte nach Exposition mit dem Lösungsmittel TCE das Parkinson-Risiko bei US-Veteranen um 70% höher war als bei jenen, die dieser Substanz nicht ausgesetzt waren.

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Online-Vortrag „Zwischen Teflon und Emotionsbombe. Wie Fachkräfte mit dem Tod von Patient:innen umgehen (können)“

Dass der Tod von Patient:innen bei den Angehörigen Trauer auslöst – keine Frage. Wie aber sieht es bei den „Profis“ aus? Wie verarbeiten sie Todesfälle unter ihren Patient:innen? Dr. Tanja Brinkmann, erfahrene Trauerberaterin, widmet sich in ihrem Online-Vortrag am 07.06.2023, ab 18:00 Uhr, diesen und weiteren Fragen rund um das Thema „Umgang mit dem Tod von Patient:innen für Fachkräfte“.

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„MS ist kein Stigma und kann jeden betreffen“

ExpertInneninterview zum Welt-MS-Tag am 30. Mai: Bei Multipler Sklerose zerstören Immunzellen die Isolationsschicht der Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark. Zunehmende Behinderungen sind die Folge. Die Erkrankung betrifft immer mehr junge Menschen. Markus Reindl und Harald Hegen, MS-Experten an der Medizinischen Universität Innsbruck, berichten im Interview über Forschungsfortschritte wie neue Biomarker und Immuntherapien, die den Betroffenen zu besserer Lebensqualität verhelfen.

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A look into the heart of cellular waste disposal

To prevent our body’s cells from overflowing with garbage and to keep them healthy, the waste inside them is constantly being disposed of. This cleaning process is called autophagy. Scientists have now, for the first time, rebuilt the complex nanomachine in the laboratory that starts this process – and it works quite differently from other cellular machines. The researchers’ new insights could help open up new approaches for the treatment of cancer, immune disorders, and neurodegenerative diseases in the future, and possibly even delay aging.

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Blick ins Herz der zellulären Müllabfuhr

Damit die Zellen unseres Körpers nicht vor Müll überquellen und gesund bleiben, wird der Abfall in ihrem Inneren ständig entsorgt. Dieser Reinigungsprozess nennt sich Autophagie. Wissenschaftler*innen haben jetzt erstmals die komplexe Nanomaschine im Labor nachgebaut, die diesen Vorgang startet – und diese arbeitet ganz anders als andere zelluläre Maschinen. Die neuen Einsichten der Forschenden könnten zukünftig dazu beitragen, neue Ansätze in der Behandlung von Krebs, Immunstörungen und neurodegenerativen Erkrankungen zu eröffnen und künftig möglicherweise sogar das Altern verzögern.

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Newly discovered signalling pathway specifically protects the stem cells in the plant root from salt stress

A team of researchers, including Prof Jörg Kudla from the Institute of the Biology and Biotechnology of Plants at Münster University, has found a mechanism in thale cress (Arabidopsis thaliana) which enables plants to provide protection against salt stress for their sensitive stem cells in the meristem at the root tip.

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Neu entdeckter Signalweg schützt gezielt die Stammzellen der Pflanzenwurzel vor Salzstress

Ein Team von Wissenschaftlern, darunter Prof. Dr. Jörg Kudla vom Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Universität Münster, hat bei der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) einen Mechanismus gefunden, mit dem die Pflanzen ihre empfindlichen Stammzellen im Bildungsgewebe der Wurzelspitze vor Salzstress schützen.

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„Das deutsche System ist eine Zumutung“

Deutschland schneidet nicht gut ab, wenn es um die Koordinierung von Gesundheitsversorgung und Pflege geht. Das haben Wissenschaftler*innen der Uni Siegen und des Mannheimer Zentrums für europäische Sozialforschung herausgefunden. Für ihre Studie haben sie die Situation in Deutschland, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz verglichen.

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Sucht im Fokus: verschiedene Erscheinungsformen und die daraus resultierenden Probleme untersuchen

Frankfurt UAS feiert 25-jähriges Bestehen des Instituts für Suchtforschung (ISFF)

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B-Zellen fördern Leberkrebs mit gefährlicher Doppelstrategie

Die entzündliche Fettleber-Erkrankung (NASH) und der daraus resultierende Leberkrebs werden durch autoaggressive T-Zellen angetrieben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem DKFZ zeigen nun, was hinter diesem zerstörerischen Verhalten steckt. Sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen mit NASH fanden sie eine gesteigerte Anzahl aktivierter B-Zellen im Magen-Darm-Trakt. Die B-Zellen fördern die Entstehung von Leberkrebs mit einer Doppelstrategie: Über direkten Zell-Zell-Kontakt aktivieren sie autoaggressive T-Zellen. Zusätzlich produzieren die B-Zellen Antikörper der Klasse IgA, die bestimmte Immunzellen aktivieren und dadurch die Leberfibrose antreiben.

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Covid-19-Impfung verringert Sterblichkeit auch bei schwer kranken Corona-Patient*innen

Studie der Universität Wien zeigt positive Wirkung der Impfung auch bei sauerstoffpflichtigen Patient*innen

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Seltene Erbkrankheiten sind gar nicht so selten

Hinter seltenen Krankheiten stecken oft Fehler im Erbgut. Erhalten Kinder nur von einem Elternteil ein defektes Gen, sind sie symptomlose «Träger» – so die bisherige Annahme. Ein Forschungsteam der Universität und des Universitätsspitals Basel berichtet nun aber, dass Träger ebenfalls lebensbedrohlich erkranken können – und seltene Erbkrankheiten damit wohl viel häufiger sind als bisher angenommen.

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Teen dating violence has a long-term negative impact

The risk of experiencing or perpetrate violence in teenage relationships is high: around 20 percent for physical violence and around 9 percent for sexual violence. A research team of health psychologists has now conducted a systematic review study to determine the extent to which these experiences have a long-term impact. The results show: Adolescents who experience or perpetrate teen dating violence (TDV) are more likely to report the same in adulthood. In addition, long-term evidence shows that youth reporting dating violence are more likely to later engage in increased risk behaviours (for example, alcohol and marijuana use) and poor mental health.

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Auftreten von Typ-1-Diabetes nach SARS-CoV-2 Infektion: möglicher Zusammenhang entdeckt

Während der COVID-19 Pandemie zeigte sich eine starke Zunahme von Typ-1-Diabetes bei Kindern, auch in Deutschland. Weshalb die Inzidenz der chronischen Autoimmunerkrankung im Zuge der Pandemie zunahm ist bislang ungeklärt. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Infektion mit dem SARS-Cov-2 Virus und der Entwicklung von Typ-1-Diabetes gibt, untersuchten nun Forschende von Helmholtz Munich und der TU Dresden in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB). Dazu werteten sie Daten von 1,1 Millionen kassenärztlich versicherten Kindern aus, die zwischen den Jahren 2010 und 2018 in Bayern geboren wurden.

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Diagnosis of Type 1 Diabetes After SARS-CoV-2 Infection: Researchers Find Possible Correlation

During the COVID-19 pandemic, an increase in the chronic autoimmune disease type 1 diabetes was observed in children, also in Germany. Researchers at Helmholtz Munich and TU Dresden, in cooperation with the Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB), have now investigated whether there is a temporal association between infection with the SARS-CoV-2 virus and the development of type 1 diabetes. The team of researchers explored data of over 1.1 million statutorily insured children born between 2010 and 2018 in Bavaria.

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„Hightech“-Materialien aus der Natur

Forschungsteam der Universität Göttingen entdeckt überraschende Eigenschaften des Zellskeletts

Die meisten biologischen Zellen haben einen festen Platz im Organismus. Zellen können aber auch in einen beweglichen Zustand wechseln und durch den Körper wandern. Das passiert zum Beispiel bei der Wundheilung und wenn Tumore Metastasen bilden. Bewegliche und stationäre Zellen unterscheiden sich unter anderem in ihrem Zellskelett. Diese Struktur aus Proteinfilamenten macht die Zellen stabil, dehnbar und widerstandsfähig gegen äußere Kräfte.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft