GPT-3 informiert und fehlinformiert uns besser

Mit künstlicher Intelligenz (KI) generierte, korrekte Tweets sind leichter verständlich als jene, die von Menschen verfasst sind. KI-Tweets mit «fake news» sind wiederum schwerer als Falschinformation zu erkennen, so eine aktuelle Studie der Universität Zürich. Die Resultate können für wirksamere Informationskampagnen genutzt werden, zeigen aber auch Handlungsbedarf bei der Minderung der mit KI verbundenen Risiken.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

GPT-3 Informs and Disinforms Us Better

Compared to humans, artificial intelligence (AI) language models produce accurate tweets that are easier to understand and tweets containing disinformation that are harder to detect, according to a recent study from the University of Zurich. While these results can be leveraged to create more effective information campaigns, they also highlight the need to mitigate the risks connected to AI.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Funktionsfähigkeit als neuer Indikator für Gesundheit

Mit dem Konzept der Funktionsfähigkeit kann Gesundheit ganzheitlich beurteilt und gefördert werden, was dem Wohlergehen Einzelner und der Gesellschaft als Ganzes zu Gute kommt. Was es braucht, damit das Konzept als wichtiges Gesundheitskriterium akzeptiert und eingeführt werden kann, zeigt ein Team aus Forschenden der Universität Luzern und der Schweizer Paraplegiker-Forschung in einer aktuellen Publikation.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neuer Ansatz in der Krebstherapie – mit innovativem Mechanismus zur Induktion von Ferroptose

Ein Team von Forschenden unter der Leitung von Dr. Marcus Conrad von Helmholtz Munich hat einen neuartigen Wirkstoff zur Krebsbehandlung namens icFSP1 entdeckt, der die Empfindlichkeit von Krebszellen für Ferroptose erhöht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New Approach in Cancer Therapy With Innovative Mechanism-of-Action for Ferroptosis Induction

A team of researchers led by Dr. Marcus Conrad from Helmholtz Munich discovered a novel anti-cancer drug, called icFSP1, which sensitizes cancer cells to ferroptosis.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Virushepatitis: Prävention, Diagnose und Therapie – wie die globale Gesundheitskrise eingedämmt werden kann

Köln, Gießen, Hannover – Die Virushepatitis ist ein großes globales Gesundheitsproblem, das aufgrund der bestehenden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten eigentlich – zumindest in Deutschland – kein Problem sein müsste. Weltweit sind über 400 Millionen Menschen mit dem Hepatitis B-, C- und / oder D-Virus infiziert. Betroffene merken oft nichts von der Erkrankung, dabei kann schon ein einfacher Bluttest erste Hinweise geben. Die Ausrichter des 24. Deutschen Lebertages am 20. November 2023, der das Motto: „Kennen Sie Ihre Leberwerte?“ hat, informieren im Vorfeld des bundesweiten Aktionstages über Prävention, Diagnose und Therapie der Virushepatitis.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Sportler läuft 100 Kilometer für die Dresdner Kinderhilfe

Mit einer Spendenaktion will Hobbysportler Matthias Breitkopf Geld sammeln, um das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden bei einem Herzensprojekt zu unterstützen. Die Kinder-Intensivstation im Kinder- und Frauenzentrum soll einen Angehörigenraum bekommen, der Eltern einen Rückzugsort bietet. Dafür schnürt Matthias Breitkopf die Laufschuhe und startet einen Ultra-Marathon in und um Dresden. Am 15. September 2023 läuft er 100 Kilometer – durch die Dresdner Heide und das Stadtzentrum bis zum Uniklinikum. Damit will Matthias Breitkopf auf sein Spendenprojekt der Dresdner Kinderhilfe und der Stiftung Hochschulmedizin Dresden aufmerksam machen und hofft auf viele Unterstützer.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bacterial signallers in the soil

Bacteria of the genus Streptomyces produce chemical substances called arginoketides, to which many other microorganisms react: Bacteria form biofilms, algae join together to form aggregates, and fungi produce signalling substances that they would not otherwise produce triggering new responses from other organisms. Researchers at the Leibniz Institute for Natural Product Research and Infection Biology (Leibniz-HKI) show this in a study, in which they investigated various Streptomyces species, the arginoketides they produce and their influence on other soil microorganisms.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bakterielle Signalgeber im Boden

Bakterien der Gattung Streptomyces produzieren chemische Stoffe, als Arginoketide bezeichnet, auf die viele andere Mikroorganismen reagieren: Bakterien bilden daraufhin Biofilme, Algen schließen sich zu Aggregaten zusammen und Pilze bilden gleichfalls Signal-Stoffe, die sie sonst nicht produzieren und die auf weitere Organismen wirken. Das zeigt eine Studie von Forschenden des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI), für die sie verschiedene Streptomyces-Arten, die von ihnen gebildeten Arginoketide und deren Einfluss auf andere Boden-Mikroorganismen erforschten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Emerging infectious diseases: From reaction to prevention – is it possible?

Prof. Marion Koopmans gives 11th Loeffler Lecture in Greifswald

New infectious agents, especially those originally from animals, are great challenges to science and politics. This was made very clear once again by the COVID-19 pandemic that has just been overcome. But is there any chance at all of getting „ahead of the wave“ in the case of emerging infectious diseases and preventing an epidemic from growing into a pandemic? This question has occupied Prof. Marion Koopmans for years. In this year’s Loeffler Lecture on 3.July, she will shed light on opportunities and needs to detect and contain new infectious diseases at an early stage.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue Infektionskrankheiten: Von der Reaktion zur Prävention – ist das möglich?

Frau Prof. Marion Koopmans hält 11. Loeffler-Lecture in Greifswald

Neue Infektionserreger, insbesondere solche, die ursprünglich aus dem Tierreich stammen, stellen Wissenschaft und Politik vor große Herausforderungen. Dies hat die gerade überstandene COVID-19 Pandemie nochmals sehr deutlich gemacht. Gibt es aber überhaupt eine Chance, bei neu auftretenden Infektionskrankheiten „vor die Welle“ zu kommen und eine Epidemie nicht zu einer Pandemie anwachsen zu lassen? Diese Frage beschäftigt Prof. Marion Koopmans seit Jahren. In der diesjährigen Loeffler-Lecture am 03. Juli beleuchtet sie Möglichkeiten und Notwendigkeiten, neue Infektionskrankheiten frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Positive Bilanz nach Start des Informationsangebots für Hausarztpraxen zur Organ- und Gewebespende

Positive Bilanz ziehen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Hausärzteverband e. V. ein Jahr nach Einführung eines neuen gemeinsamen Informationsangebots für Hausärztinnen und Hausärzte zur Organ- und Gewebespende. Nach Bereitstellung eines Informationspakets der BZgA mit Materialien an 34.475 Hausärztinnen und Hausärzte im Februar 2022 hat die Hausärzteschaft die Beratung zur Organ- und Gewebespende im Praxisalltag weiter intensiviert: So wurden von den Praxen zwischen dem 1. März 2022 und dem 31. März 2023 mehr als 600.000 Exemplare der Broschüre „Antworten auf wichtige Fragen“ sowie mehr als vier Millionen Organspendeausweise bei der BZgA bestellt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschungsteam zeigt, wie sich die Zellform reversibel ändern lässt

Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Bart Jan Ravoo (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Prof. Dr. Timo Betz (Universität Göttingen) beschreibt erstmals, wie sich lebende Zellen durch eine gezielte Beeinflussung der Zellmembran mittels Lichts reversibel verformen lassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Research team shows how a cell’s form can be reversed

A research team led by Prof. Bart Jan Ravoo (University of Münster) and Prof. Timo Betz (University of Göttingen) describes for the first time how living cells can be reversibly deformed by specifically influencing the cell membrane using light.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie der Mensch, so der Hund

Hunde und Menschen verarbeiten Körperhaltungen im Gehirn ähnlich

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

New gardens in the Sahara: a „Citizen Science“ project at the University of Bayreuth

In the northwest of the Republic of Chad, in a remote desert region of the Tibesti Mountains, there are irrigated gardens divided into floors for the cultivation of fruits, vegetables, herbs and dates. Dr. habil. Tilman Musch, a social anthropologist at the University of Bayreuth, established these Sahara gardens in close cooperation with local residents. He reports on the goals, challenges and successes of the project, which has been funded by the Gerda Henkel Foundation since 2021 and follows on from earlier traditions of oasis horticulture in the Sahara, in the journal „Berichte über Landwirtschaft“ published by the German Federal Ministry of Food and Agriculture (BMEL).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Studie zu guter Luft am Arbeitsplatz: Mitmachen und Radon messen

Bundesamt für Strahlenschutz untersucht etwa 2.000 Arbeitsplätze

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung: „Mehr Zugeständnisse an die FDP darf es nicht geben“

In der festgefahrenen Debatte um Regeln zum Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung hat das Bundesernährungsministerium einen Kompromissvorschlag vorgelegt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mediterrane Kost, Antientzündliche Diät, Fasten: Wie Ernährung die Rheumatherapie unterstützen kann

Gibt es eine Ernährungsweise, die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen entgegenwirkt? Und gibt es umgekehrt Nahrungsmittel, die Rheuma-Erkrankte besser nicht zu sich nehmen sollten? Empfehlungen zu diesen Fragen füllen viele Buch- und Internetseiten. Wissenschaftliche Belege dafür, dass die Rheumaaktivität sich über die Ernährung beeinflussen ließe, sind dagegen rar. Der Nutzen von Ernährungsinterventionen ist daher auch in Fachkreisen umstritten. Experten der DGRh haben sich nun des Themas angenommen, Studien ausgewertet und daraus wissenschaftlich fundierte Empfehlungen abgeleitet. Die überzeugendsten Belege gibt es demnach für den Nutzen einer mediterranen Ernährung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DIVI zur Krankenhausreform: Ohne Notfallversorgung nur Stückwerk!

Das Grundgerüst der Krankenhausreform stehe, heißt es vor dem nächsten Treffen der Regierungskommission an diesem Donnerstag. Die bereits etablierten Strukturen in Nordrhein-Westfalen (NRW) sollen als Blaupause für Vorhaltepauschalen und Leistungsgruppen dienen. Im Gegensatz zu den Empfehlungen der Regierungskommission ist aber in NRW – und damit geplant demnächst in ganz Deutschland – die Notfallmedizin keine eigene Leistungsgruppe. So wird eine Institution nicht berücksichtigt, in der pro Jahr 15 bis 20 Millionen hilfesuchende Menschen medizinische Leistungen erhalten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hirnstamm-Screening bei Schlaganfall-Patienten – Mit Ultraschall frühzeitig Post-Stroke-Depressionen erkennen

Depressionen gehören zu den häufigsten Komplikationen eines Schlaganfalls. Bisher konnte man nicht sicher voraussagen, welche Patientinnen oder Patienten eine sogenannte Post-Stroke-Depression entwickeln werden. Jetzt zeigt die prospektive Studie „PROMoSD“, dass Veränderungen am Hirnstamm ein Biomarker dafür sein könnten. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) begrüßt diese vielversprechenden Erkenntnisse. Im Rahmen eines Hirnstamm-Ultraschalls könnten Risikopatienten in Zukunft frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das schonende Verfahren ist leicht durchzuführen, flächendeckend verfügbar und kostengünstig.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Eine App, die Gefühle zeigt

Gefühle in Worte fassen – gerade Jugendlichen fällt das schwer. Die kostenlose Smartphone-App «Heavy Mental» hilft dabei, Stimmungen zu visualisieren und dient als spielerischer Einstieg, um eigene Gefühle zu reflektieren und darüber zu kommunizieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Plastik statt Stroh: Störche nutzen menschlichen Abfall zum Nestbau

Die vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung hat erhebliche Auswirkungen und beeinflusst sogar den Nestbau von Vögeln. Das zeigt eine aktuelle europäische Studie unter Leitung des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni anhand von Störchen. Allerdings unterscheidet sich die Verwendung von menschlichen Abfällen zwischen einzelnen Storch-Populationen erheblich.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Korallenriffe den Klimawandel überstehen können

Einzelne Projekte der Tara-Pazifik-Expedition zur Erforschung der Korallenriffe veröffentlichen erste erstaunliche Ergebnisse – Der gesamte Datensatz wird öffentlich zur Verfügung gestellt – Biologe der Universität Konstanz ist Koordinator

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue europäische Blutdruckleitlinie setzt 140/90 mmHg als „rote Linie“

Die neue Bluthochdruckleitlinie der „European Society of Hypertension“ wurde aktuell publiziert [1] und überrascht durch einen pragmatischen Ansatz im Hinblick auf die Zielwerte: 140/90 mmHg ist die „rote Linie“, die Werte jedes/r Betroffenen sollten also darunter liegen. Wer es verträgt, sollte noch tiefer eingestellt werden, wer nicht, muss es aber nicht. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Hochdruckliga rät insbesondere im letzteren Fall dazu, die nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Blutdrucksenkung auszureizen. Jeder kann selbst etwas tun! Neben zahlreichen Empfehlungen wurden in die Leitlinie zwei neue aufgenommen: eine kaliumreiche Kost und Antistresstraining.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft