Online-Vortrag „Im Spannungsfeld zwischen Erkenntnisgewinn und Ethik“

Der Online-Vortrag am 21. August 2023 steht ganz im Zeichen von ethischen Fragestellungen und Herausforderungen an Hochschulen und Universitäten, den Umgang und die Auseinandersetzung damit.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

On the right track – Novel treatment approach for soft tissue tumors

Researchers from the Leibniz Institute on Aging in Jena and the Brandenburg University of Technology Cottbus-Senftenberg have discovered a novel treatment approach for soft tissue tumors, which are frequently occurring in children and are often malignant. Through the targeted transformation of the tumor cells into muscle cells, they succeeded in stopping the growth of the cells and thereby the growth of the tumor. This opens completely new therapeutic options in cancer treatment.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Weichen neu gestellt – Neuartiger Behandlungsansatz für Weichteiltumore

Forschende vom Jenaer Leibniz-Institut für Alternsforschung und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg haben einen neuartigen Behandlungsansatz für Weichteiltumore entdeckt, die sehr häufig im Kindesalter auftreten und bösartig sind. Durch die gezielte Veränderung der Tumorzellen hin zu Muskelzellen gelang es ihnen, das Wachstum der Zellen und damit auch die Ausbreitung des Tumors zu stoppen. Daraus ergeben sich völlig neue Therapiemöglichkeiten bei der Krebsbehandlung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

ALS-Studie zur Rolle der neuronalen Erregbarkeit für den Krankheitsverlauf – Genregulator SRF schützt Motoneuronen

Eine Ulmer Studie zur Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) hat aufgedeckt, dass der Genregulator SRF (Serum Response Factor) Motoneurone, die für ALS anfällig sind, vor neurodegenerativen Effekten schützt. In einem ALS-Mausmodell, in dem dieser Genregulator deaktiviert war, brach die Krankheit früher aus und schritt schneller voran. Der Genregulator, der eine große Rolle bei der Erregbarkeit von Nervenzellen spielt, hat also entscheidenden Einfluss auf die Anfälligkeit der Motoneurone für ALS.
Veröffentlicht wurde die Studie im Journal of Clinical Investigation, JCI Insight.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Low binding affinity improves vaccine efficacy

Conventional vaccines usually contain antigens – components of the respective pathogens – that bind to receptors on the surface of their target cells in order to trigger the disease. Scientists at the Berlin Institute of Health at Charité (BIH) and the Max Delbrück Center have now discovered that antigen variants with low receptor binding can be advantageous for the development of vaccines. The research team has succeeded in producing a new vaccine against the SARS-CoV-2 coronavirus by identifying spike protein mutants that lack binding affinity. The scientists have now published their findings in the European Journal of Immunology.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Entlastung von Schlaflaboren: Schlafstadien zuhause mit KI klassifizieren

Die Klassifizierung von Schlafstadien ist eine wichtige Grundlage für die Betreuung von Menschen mit Schlafstörungen. Forschende von Salzburg Research und der Universität Salzburg haben verschiedene maschinelle Lernansätze für die Klassifizierung von Schlafstadien auf der Grundlage von Intervall- und Atmungsdaten analysiert. Die Daten für die entwickelten Modelle können mit kostengünstigen Sensorsystemen erhoben werden. Dadurch wird eine Datenerfassung zu Hause möglich, um klinische Schlaflabore zu entlasten.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Erste Studienergebnisse zeigen: Krisen haben großen Einfluss auf psychische Gesundheit von Jugendlichen

Ukraine-Krieg, Corona und Klimawandel haben erheblichen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen. Dies belegen erste Ergebnisse der „GUCK-Hin Studie“ der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie unter Leitung von Professorin Tanja Michael an der Universität des Saarlandes. Die Studie untersucht unter anderem die psychischen Auswirkungen von Krisen und weiteren Belastungen bei Jugendlichen. Die Forscherin empfiehlt Maßnahmen vor allem auch in Zusammenarbeit mit Schulen, die Jugendliche unterstützen, den durch die Krisen verursachten Stress zu bewältigen. Das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes unterstützt die Studie.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Bindungsscheu verbessert Impfwirkung

Herkömmliche Impfstoffe enthalten in der Regel Bestandteile (Antigene) der jeweiligen Krankheitserreger, mit denen diese an Rezeptoren auf der Oberfläche ihrer Zielzellen binden und so eine Erkrankung auslösen. Wissenschaftler*innen des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und des Max Delbrück Center haben nun herausgefunden, dass Antigenvarianten mit geringer Rezeptorbindung bei der Entwicklung von Impfstoffen von Vorteil sein können. Der Forschergruppe ist es gelungen, durch Selektion bindungsscheuer Mutanten des Spikeproteins einen neuen Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 herzustellen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen: Neue Fachbegriffe sollen Unterschiede zeigen und Stigmatisierung vermeiden

Gießen, Hannover, Köln – Weltweit warnen Experten seit Jahren und rufen zur Bekämpfung der Epidemie der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) und der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH) auf. Um diesen Kampf noch effektiver zu führen, beschlossen im Juni 2023 mehrere internationale hepatologische Fachgesellschaften, neue Fachbegriffe einzuführen. Die Ausrichter des 24. Deutschen Lebertages am 20. November 2023, der das Motto: „Kennen Sie Ihre Leberwerte?“ hat, unterstützen mit dem jährlichen Aktionstag unter anderem die Bekämpfung der NAFLD und informieren im Vorfeld des bundesweiten Aktionstages über die neuen Begriffe.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Leitlinie zu Bakterieller Vaginose auf S2k-Niveau aktualisiert

Mit der aktualisierten AWMF-Leitlinie zur Bakteriellen Vaginose wurde eine wichtige Handlungsempfehlung auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht, neu strukturiert und von S1 auf S2k-Niveau erhöht. Damit wird der hohen Prävalenz der Bakteriellen Vaginose Rechnung getragen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Altersmedizin trifft auf Mikrobiomforschung: Neue Impulse für die Therapie von Immunerkrankungen

Jüngste Fortschritte in der Mikrobiomforschung ermöglichen neue Systemansätze zur Untersuchung des dynamischen Zusammenspiels zwischen Mikrobiota, ihren Metaboliten sowie den Immun- und Stoffwechselreaktionen des Wirts. Dieses Verständnis eröffnet neue Wege für therapeutische Interventionen bezüglich der Behebung altersbedingter Veränderungen in der Mikrobiota-Wirt-Homöostase. „Solche Eingriffe könnten den fäkalen Mikrobiota-Transfer, kurz FMT, definierte Bakterienkonsortien oder Phagen umfassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wir haben Tausende neue Arten entdeckt

Fast wäre die Tiefsee-Expedition „AleutBio“ kurz vor dem Start gescheitert. Doch aus dem Beinahe-Drama wurde ein großer Erfolg. Wie das gelang, berichtet die Meeresbiologin und Fahrtleiterin Angelika Brandt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Entzündungswerte aus dem Spektrometer

Quantifizierung von Akute-Phase-Entzündungsproteinen mit NMR

Die Analyse der Gesamtheit aller kleinen Moleküle eines Organismus, des Metaboloms, hat ein großes Potenzial für die medizinische Diagnostik. Ein deutsches Forschungsteam nutzt dafür Kernresonanz-Spektroskopie (NMR). In ihrer in der Zeitschrift Angewandte Chemie vorgestellten Studie quantifizierten sie Akute-Phase-Proteine aus Serumproben, die als Marker für entzündliche Krankheiten dienen können. Mehrere diagnostische Parameter können so aus einer einzigen kurzen NMR-Messung erhalten werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Tierverhalten zukünftig markerlos erforschen

Einen Datensatz zur automatischen Entschlüsselung des Verhaltens einzelner Vögel eines Schwarms haben Forschende des Exzellenzclusters Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour der Universität Konstanz entwickelt. Damit ist die Erforschung von Verhalten von Tiergruppen rein aus Videoaufnahmen ohne jegliche Verwendung von Markern zukünftig möglich.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Stark-Watzinger: „Auch Forschungspolitik braucht mehr Herz“

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger beim Besuch der Deutschen Herzstiftung: Forschung ein „entscheidender Treiber“ für bessere medizinische Versorgung herzkranker Menschen / Unabhängige Institutionen wie Herzstiftung „wichtige Säulen“ für Deutschlands Forschung

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Heat causes increase in occupational accidents

A study conducted by early career researchers from the Universities of Passau and Bern based on data from Switzerland has revealed: On days when temperatures exceed thirty degrees Celsius, the number of occupational accidents increases by 7.4 percent. With office workers, the night is the main cause.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Hitze führt zu mehr Arbeitsunfällen

Eine Studie von Nachwuchsforschenden der Universitäten Passau und Bern zeigt anhand von Daten aus der Schweiz: An Tagen mit Temperaturen über 30 Grad steigt die Zahl der Arbeitsunfälle um 7,4 Prozent. Bei Bürokräften liegt die Ursache vor allem in der Nacht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

AI predicts the work rate of enzymes

Bioinformatics: Publication in Nature Communications

Enzymes play a key role in cellular metabolic processes. To enable the quantitative assessment of these processes, researchers need to know the so-called “turnover number” (for short: kcat) of the enzymes. In the scientific journal Nature Communications, a team of bioinformaticians from Heinrich Heine University Düsseldorf (HHU) now describes a tool for predicting this parameter for various enzymes using AI methods.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Patterns of biodiversity unveiled

Understanding the origins and preservation of biodiversity is crucial as human impact continues to threaten our planet’s rich variety of life. Often overlooked, narrow-ranged and evolutionary unique species play a vital role in shaping biodiversity. Their concentrated presence, quantified as phylogenetic endemism, reveals important centers of biogeographic and evolutionary history. A new study led by a team of international researchers at the University of Göttingen has now uncovered global patterns and factors influencing phylogenetic endemism in seed plants, providing invaluable insights for conservation efforts worldwide. The findings were published in PNAS.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Muster der Biodiversität entschlüsselt

Der Mensch ist eine große Bedrohung für die biologische Vielfalt. Um sie zu schützen, ist es wichtig, ihre Ursprünge zu verstehen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Arten, die evolutionär einzigartig sind, das heißt wenige oder keine nah verwandten Arten haben, und nur in einem begrenzten Gebiet vorkommen, also endemisch sind. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun globale Muster der Verbreitung endemischer Samenpflanzen aufgedeckt und Umweltfaktoren ermittelt, die ihren Endemismus beeinflussten. Damit liefern die Forschenden wertvolle Erkenntnisse für den weltweiten Schutz von Biodiversität.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Looking for study participants: Bite splint can prevent damage from teeth grinding

Many people grind their teeth at night, a habit that exerts great force, which in the long run can lead to a considerable loss of tooth enamel and damage to both fillings and crowns. Bite splints are designed to prevent this type of damage. The Carolinum, Goethe University Frankfurt’s dental clinic, is looking for test subjects for a new material study.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Probanden gesucht: Aufbissschiene kann Schäden durch Zähneknirschen verhindern

Viele Menschen knirschen nachts mit ihren Zähnen. Dabei wirken große Kräfte, was langfristig zu erheblichen Verlusten von Zahnschmelz und zu Schäden an Füllungen und Kronen führen kann. Aufbissschienen sollen diesen Schäden vorbeugen. Für eine Materialstudie am Carolinum, dem Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK) der Goethe-Universität, werden nun Probanden gesucht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Welt-Hepatitis-Tag: Deutsche Leberstiftung unterstützt die Elimination der Virushepatitis

Hannover – Am 28. Juli 2023 findet der Welt-Hepatitis-Tag statt. Das diesjährige Motto in Deutschland „Ich warte nicht. Ich handele!“ ist ein Aufruf, aktiv zu werden und sich beispielsweise testen zu lassen oder als Betroffener eine antivirale Therapie zu beginnen. Die Deutsche Leberstiftung unterstützt den Welt-Hepatitis-Tag und das Erreichen der WHO-Zielsetzung, Hepatitis B und C bis 2030 zu eliminieren.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Blasenentzündungen mit Viren bekämpfen

Basierend auf Bakteriophagen – Viren, welche Bakterien befallen – entwickeln ETH-​Forschende einen neuen Schnelltest, um die Erreger von Harnwegsinfektionen schnell und präzise zu identifizieren. Dies erlaubt es, ein passendes Antibiotikum zielgerichtet einzusetzen. Ausserdem haben die Forscher die Phagen genetisch modifiziert, um die krankheitserregenden Bakterien effizienter zu zerstören.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

„Versteckter Hunger“ trotz Obst- und Gemüseüberschuss

Haltbar gemachtes lokales Obst und Gemüse kann die Ernährungslage in Ostafrika verbessern

Das internationale Forschungsprojekt „Fruits and Vegetables for all Seasons“ (FruVaSe) unter Leitung der Universität Göttingen hat untersucht, ob lokale und bisher wenig erforschte Obst- und Gemüsearten in Ostafrika verarbeitet und haltbar gemacht werden können, so dass ein größerer Anteil der Ernte als Nahrungsmittel zur Verfügung steht. Auch zeigen sie Wege auf, wie Verarbeitungsreste genutzt werden können. Das Projektteam präsentiert die Ergebnisse und die entwickelten Produkte unter anderem in der Zeitschrift Ernährung im Fokus.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft