Menschen mit seltenen kurzen Vorhofrhythmusstörungen profitieren nicht von Gerinnungshemmung

Die vom Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET), Münster, durchgeführte klinische Studie NOAH – AFNET 6 zeigt: Bei Patient:innen mit atrialen Hochfrequenzepisoden (AHRE), aber ohne im EKG dokumentiertes Vorhofflimmern, führt eine Behandlung mit Blutverdünnern („orale Antikoagulation“) zu Blutungen, ohne Schlaganfälle zu verhindern. Dabei war die Zahl der Schlaganfälle mit und ohne Blutverdünnung niedrig. Die Ergebnisse wurden heute beim Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam vorgestellt und im New England Journal of Medicine veröffentlicht (1).

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Patients with rare and short atrial arrhythmias do not benefit from anticoagulation

The clinical trial NOAH – AFNET 6 conducted by the German Atrial Fibrillation Network (AFNET), Münster, Germany, revealed: In patients with atrial high rate episodes (AHRE), but without ECG-documented atrial fibrillation (AF), oral anticoagulation increases bleeding without reducing strokes. Stroke rate was low in patients with AHRE with and without oral anticoagulation. The results were presented today at the annual congress of the European Society of Cardiology (ESC) in Amsterdam and published in the New England Journal of Medicine (1).

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Neuroscience Conference ESI SyNC 2023 – secure one of the last spots available

Neuroscientists from all over the world will gather in Frankfurt in mid-September to explore „Linking Hypotheses: where neuroscience, computation, and cognition meet“

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Wenn das Herz die Nerven verliert

Wie wirken Nerven und Blutgefäße im alternden Herzen zusammen? Jüngste Forschungsergebnisse des Instituts für Kardiovaskuläre Regeneration und des Cardio-Pulmonary Institute der Goethe-Universität geben neue Einblicke in Alterungsprozesse des Herzens. Sie werden nun im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“ veröffentlicht.

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Expression pattern of key receptors in the hypothalamus revealed

There is growing evidence that peptide hormones from the gut have far-reaching effects on the whole organism. By binding to corresponding receptors in the brain, they can modulate food intake and alter metabolic parameters. However, the role of these peptide receptors in critical developmental phases has not yet been thoroughly investigated. Scientists of the junior research group Neurocircuit Development and Function at DIfE have investigated this question and studied the expression patterns of key receptors in the mouse hypothalamus. Their newly obtained findings have been published in the journal PLOS One.

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Tödliche Kommunikation

Neuer Ansatz für nichtgenetische T-Zell-basierte Immuntherapien
Immuntherapien gegen Krebs sollen das Immunsystem dazu bringen, Krebszellen effektiver zu bekämpfen. Ein chinesisches Forschungsteam beschreibt in der Zeitschrift Angewandte Chemie eine neue modulare Strategie für eine T-Zell-basierte Immuntherapie, die ohne aufwendige gentechnische Schritte auskommt. Eine Modulation der Zell-Zell-Kommunikation durch einen ausgeklügelten Regelkreis zwischen verschiedenen speziell gefalteten kleinen DNA-Molekülen (Aptameren) sorgt dafür, dass Krebszellen ihre Todfeinde, die T-Zellen, direkt selbst aktivieren.

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Expressionsmuster von Schlüsselrezeptoren im Hypothalamus aufgedeckt

Es gibt immer mehr Belege dafür, dass Peptidhormone aus dem Darm weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Indem sie an entsprechende Rezeptoren im Gehirn binden, können sie unter anderem die Nahrungsaufnahme modulieren und Stoffwechselparameter verändern. Welche Rolle diese Peptidrezeptoren in kritischen Entwicklungsphasen spielen, ist bislang jedoch kaum erforscht. Wissenschaftlerinnen der Nachwuchsgruppe Neuronale Schaltkreise am DIfE sind dieser Frage nachgegangen und haben die Expressionsmuster von Schlüsselrezeptoren im Hypothalamus der Maus untersucht. Ihre neu gewonnenen Erkenntnisse wurden im Journal PLOS One veröffentlicht.

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Mit Apps, Trackern und Online-Plattformen zur idealen Gesundheitsversorgung

Das neue Lausitzer Zentrum für Digital Public Health an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) erforscht die Chancen und Risiken der digitalen Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der Region. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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What challenges need to be overcome to make DNA chips more applicable as storage media

In the form of DNA, nature shows how data can be stored in a space-saving and long-term manner. Würzburg’s chair of bioinformatics is developing DNA chips for computer technology.

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Immunabwehr ist der Schlüssel für die Eroberung von Pflanzen an Land

Eine neue Studie unter der Leitung von Hirofumi Nakagami am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln zeigt, dass sich einer der beiden Zweige der Immunabwehr bei Pflanzen wahrscheinlich schon während der Etablierung von Pflanzen an Land entwickelt hat. Dieser Einblick in die prähistorische Pflanzenimmunität könnte sich auf die Züchtung resistenterer Pflanzenarten auswirken.

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Was nötig ist, um DNA-Chips zu Speichermedien der Zukunft weiterzuentwickeln

Die Natur zeigt in Form der DNA, wie sich Daten platzsparend und langfristig speichern lassen. An DNA-Chips für die Computertechnik forscht auch die Würzburger Bioinformatik. Drei Angehörige des Lehrstuhls schildern in einem Review in „Trends in Biotechnology“, welche Herausforderungen zu bewältigen sind, um DNA-Chips als Speichermedien anwendbarer zu machen.

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Immune defense as key for plants conquering land

A new study, led by Hirofumi Nakagami at the Max Planck Institute for Plant Breeding Research in Cologne, Germany, demonstrates that one of the two branches of plant immunity was likely to have evolved early during the establishment of plants on dry land. This insight into prehistoric plant immunity may have implications for breeding more resistant plant species.

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Global study on invasive tree species: Bayreuth researcher investigates dynamics of biodiversity on Kilimanjaro

An international study published in „Nature“ shows for the first time on a global scale for what reasons and to what extent tree species invade ecosystems where they are not native. A total of 226 scientists from 54 countries in all continents contributed to this study on invasive tree species. PD Dr. Andreas Hemp from the University of Bayreuth studied 65 plots at different altitudes on Kilimanjaro in Tanzania.

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Globale Studie zu invasiven Baumarten: Bayreuther Forscher untersucht Dynamik der Artenvielfalt am Kilimanjaro

Eine in „Nature“ veröffentlichte internationale Studie zeigt erstmals im globalen Maßstab, aus welchen Gründen und in welchem Umfang Baumarten in Ökosysteme eindringen, in denen sie nicht heimisch sind. Insgesamt 226 Wissenschaftler*innen aus 54 Ländern in allen Kontinenten haben an dieser Studie zu invasiven Baumarten mitgewirkt. PD Dr. Andreas Hemp von der Universität Bayreuth hat 65 Flächen in verschiedenen Höhenlagen am Kilimanjaro in Tansania untersucht.

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Biodiversität schützt vor Invasionen durch gebietsfremde Baumarten

Die erste globale Studie zeigt das Ausmass der Invasion gebietsfremder Bäume auf der ganzen Welt. Die Nähe zu menschlichen Aktivitäten ist ein entscheidender Faktor für das Auftreten von Invasionen. Einheimische Artenvielfalt kann das Ausmass der Invasion nicht einheimischer Baumarten begrenzen.

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How minimal genetic differences can turn healthy food into a deadly danger

Researchers at the Faculty of Biology at TUD Dresden University of Technology have investigated the interaction between genes and nutrition using the fruit fly as an example. Their results are surprising and show that, minimal genetic differences in the mitochondria can cause healthy food to be lethal and unhealthy food to be good. Accordingly, there is no such thing as optimal diet. The new findings could lay the foundation for personalised nutritional recommendations for humans and make a major contribution to public health.

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Wie minimale genetische Unterschiede gesunde Nahrung zur tödlichen Gefahr machen können

Forschende an der Fakultät Biologie der TU Dresden haben die Wechselwirkung zwischen Genen und Ernährung am Beispiel der Fruchtfliege untersucht und dabei Verblüffendes festgestellt: Demnach können winzigste genetische Unterschiede in den Mitochondrien der Zellen dazu führen, dass gesunde Nahrung tödlich, und schlechte Nahrung gut wirkt. Eine optimale Ernährung gibt es demnach nicht. Die neuen Erkenntnisse könnten den Grundstein für personalisierte Ernährungsempfehlungen für den Menschen und einen großen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit bilden. Bis es soweit ist, muss jedoch noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden.

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Nierenkrankheit genetisch entschlüsselt

Bartter-Syndrom Typ 3 geht auf mehrere Strukturvarianten im Genom zurück. Mithilfe der „Long-read-Sequenzierung“ konnte Janine Altmüller und ihr Team vom Max Delbrück Center, BIH und der Uniklinik Köln die seltene Krankheit genauer analysieren. Die Ergebnisse stellen sie in „Genome Medicine“ vor.

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Mit künstlicher Intelligenz Herzinfarkte vermeiden

Eine neue telemedizinische Plattform, die unter Beteiligung der Universität Witten/Herdecke entsteht, soll die Gesundheit von Patient:innen nach Herzinfarkt verbessern.

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Heat Sensor Protects the Venus Flytrap From Fire

The sensory hairs of the Venus flytrap contain a heat sensor that warns the plant of bush fires. It reacts to rapid temperature jumps, as Würzburg researchers have discovered.

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Hitzesensor schützt die Venus-Fliegenfalle vor Feuer

In den Sinneshaaren der Venus-Fliegenfalle befindet sich ein Hitzesensor, der die Pflanze vor Buschfeuern warnt. Er reagiert auf schnelle Temperatursprünge, wie Würzburger Forschende entdeckt haben.

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Ants can predict queues an avoid them

Ants understand if a place is easily crowded just by looking at it, and use this knowledge to avoid overcrowded food sources in advance, without actually seeing the overcrowding

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Ameisen können Warteschlangen vorhersehen und vermeiden sie

Ameisen erkennen, ob ein Ort schnell überfüllt ist, indem sie ihn einfach nur ansehen, und nutzen dieses Wissen, um überfüllte Nahrungsquellen im Voraus zu meiden, ohne die Überfüllung tatsächlich zu sehen.

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Insecticides affect aquatic insects in unexpected ways

Pesticide pollution of streams in agricultural areas has adverse effects for stream organisms. A new study, led by researchers from the Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change (LIB), provides evidence that aquatic insect larvae respond to insecticide exposure with alterations of the genetic program.

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Werbeschranken für ungesunde Lebensmittel: Stiftung Kindergesundheit fordert Unterstützung für Kinderschutz-Gesetz

Zusammen mit 60 Organisationen wirbt die Stiftung Kindergesundheit für eine breite Unterstützung der von Bundesernährungsminister Cem Özdemir geplanten Werbeschranken für Lebensmittel mit einem hohen Zucker-, Fett- oder Salzgehalt.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft