Sprosser: Territorialität außerhalb der Brutsaison

In ihrem Winterquartier in Tansania halten sich einige Sprosser-Männchen in unmittelbarer Nähe zueinander auf. Das ist ein auffälliger Kontrast zu ihrem Territorialverhalten während der Brutzeit in den gemäßigten Zonen. Forschende des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz haben nun den Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Gesangs und des Revierverhaltens im Winterquartier der Vögel erforscht. Sie konnten zeigen, dass die jährliche melodische Entwicklung des Gesangs mit dem Territorialverhalten der Sänger verknüpft ist: Beides wird wahrscheinlich durch den Anstieg des Testosteronspiegels am Ende des Winters ausgelöst.

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Hemp helps to heal

International research team clarifies mode of action of cannabinoids in inflammation

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Hanf hilft heilen

Internationales Forschungsteam klärt Wirkmechanismus von Cannabinoiden bei Entzündungen auf

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Male crested macaques more likely to respond to offspring screams recruiting support

When infants are involved in agonistic conflicts, male crested macaques (Macaca nigra) are more likely to respond to screams from their own offspring. This is the conclusion of a recent study led by behavioural ecologist Professor Anja Widdig from Leipzig University and the Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology in Leipzig as part of the Macaca Nigra Project (MNP). The researchers studied the behaviour of crested macaques in the Tangkoko Nature Reserve on Sulawesi, Indonesia, over a 24-month period (2008 to 2010).

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Viele Drogentodesfälle nach Überdosierungen wären durch Nasenspray vermeidbar

International Overdose Awareness Day am 31. August: Suchtforscher Prof. Dr. Heino Stöver und Simon Fleißner zur Bedeutung von Take-Home-Naloxon

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Neues IGB Dossier: Kleine Gewässer, große Sorgen: Klimawandel und Wassermangel gefährden Teiche und Tümpel

Der Wassermangel beschäftigt auch in diesem Sommer Politik und Öffentlichkeit. Im Fokus stehen dabei meist größere Flüsse, Seen und das Grundwasser. Doch während die Gesellschaft besorgt auf deren Wasserstände blickt, sind andere Gewässer zu diesem Zeitpunkt schon längst verschwunden: Kleine Stillgewässer wie natürliche oder künstliche Teiche, Sölle, Pfuhle oder Parkgewässer leiden besonders unter dem Wassermangel. Um für dieses Problem zu sensibilisieren und Handlungsoptionen für Politik, Behörden und Zivilgesellschaft aufzuzeigen, hat das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) heute ein neues IGB Dossier zu diesem wichtigen Gewässertyp veröffentlicht.

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Mit offener Nase durch die Welt gehen

Im Alltag nehmen wir Düfte oft nur unbewusst wahr. Wie wichtig sie für unser Leben und Überleben sind, zeigt der Zellphysiologe und Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit der Autorin Regine Dee im Sachbuch „Die Lust am Duft. Wie Gerüche uns verführen und heilen“.

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Männliche Schopfmakaken reagieren häufiger auf die Hilferufe verwandter Jungtiere

Männliche Schopfmakaken (Macaca nigra) reagieren häufiger auf die Hilferufe ihrer Kinder, wenn diese an Konflikten beteiligt sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die unter der Leitung der Verhaltensökologin Prof. Dr. Anja Widdig von der Universität Leipzig und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig im Rahmen des Macaca Nigra Projektes (MNP) kürzlich abgeschlossen wurde. Die Forschenden untersuchten dafür über 24 Monate (2008 bis 2010) im Tangkoko-Naturreservat auf Sulawesi (Indonesien) das Verhalten von Schopfmakaken.

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Geschmacksgeheimnis von Sauerteigbrot entschlüsselt

• Gleichbleibende Qualität von Sauerteigen als Ziel
• Hoher Salzgehalt als Problem
• Sauerteig schon im alten Ägypten für Brotherstellung verwendet

Forschenden der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, den Geschmack und den Geruch von Sauerteigbrot zu entschlüsseln. Sie stießen bei ihren Messungen und Analysen auf molekularer Ebene auf zehn Schlüsselgeschmacksstoffe und zusätzlich elf Schlüsselgeruchsstoffe, mit denen es möglich war, den charakteristischen Eindruck von Sauerteigbrotkrume nachzubilden.

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Immer öfter zitiert: Zeitschrift für Pneumologie erhält erstmals Journal Impact Factor

Immer mehr wissenschaftliche Beiträge der Fachzeitschrift Pneumologie werden auch in anderen wissenschaftlichen Publikationen zitiert. Jetzt erhält das Organ der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) erstmals einen Journal Impact Factor. Dieser liegt aktuell bei einem Wert von 1,2. „Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, der dafür sorgt, dass unsere Zeitschrift weiter an Attraktivität und Strahlkraft gewinnt. Wer für unsere Zeitschrift einen Beitrag einreicht, kann somit auch an anderer Stelle wahrgenommen werden“, sagt Professorin Hortense Slevogt, Mitherausgeberin der Zeitschrift für Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie Mitglied des DGP-Vorstandes.

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Eine neue Perspektive – Signalverstärkung in der medizinischen MRT-Bildgebung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des DWI – Leibniz-Instituts für Interaktive Materialien und des Instituts für Technische und Makromolekulare Chemie an der RWTH Aachen University ist es erstmalig gelungen, das Kernspin-Signal eines DNA Biomoleküls, welches spezifisch an Krebszellen bindet, um einige Größenordnungen zu verstärken. Die verwendete Methodik der Signalverstärkung nennt sich para-Wasserstoff induzierte Hyperpolarisierung (PHIP). Die Ergebnisse ebnen den Weg für hochsensitive molekulare Magnetresonanz-Bildgebung mit zielgerichteten Kontrastmitteln und haben das Potenzial, die Anwendungsbereiche in der medizinischen Diagnostik erheblich zu erweitern.

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When the heart loses its nerves

How do nerves and blood vessels interact in the aging heart? Recent research results from the Institute of Cardiovascular Regeneration and the Cardio-Pulmonary Institute at Goethe University Frankfurt shed new light on aging processes in the heart. These have now been published in the prestigious journal Science.

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Which radio waves disrupt the magnetic sense in migratory birds?

Many songbirds use the earth’s magnetic field as a guide during their migrations, but radiowaves interfere with this ability. A new study published in the journal PNAS has found an upper bound for the frequency that disrupts the magnetic compass.

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Proteine für die Krebstherapie dank raffiniertem Programmierkniff

Neue Proteine für biomedizinische oder andere Anwendungen computergestützt zu entwickeln, erfordert lange Rechenzeiten auf leistungsstarken Servern. Ein Team aus Forschenden des Max-Planck-Instituts für Biologie Tübingen und des Universitätsklinikums Tübingen hat nun eine neue Berechnungsmethode entwickelt und getestet, die die notwendigen Energiekalkulationen erheblich beschleunigt. Ihr Ansatz, nun in der Fachzeitschrift Cell Reports Methods veröffentlicht, ermöglicht eine präzise und effiziente Entwicklung von Funktionsproteinen. Die Forschenden demonstrierten darüber hinaus den Nutzen ihrer Ergebnisse, indem sie zwei Klassen von Proteinen für Krebsdiagnostik und -therapie entwickelten.

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Innovative computational approach helps design proteins for cancer treatment

The computational design of new proteins for biomedical or other applications involves long computing times on powerful servers. A joint team of researchers from the Max Planck Institute for Biology Tübingen and the University Hospital Tübingen has now developed and tested a new computational method to greatly speed up the necessary energy calculations. Their framework, now published in the journal Cell Reports Methods, allows for a precise and efficient design of functional proteins. Evidencing the usefulness of their findings, the researchers developed two classes of proteins which can be deployed in cancer diagnostics and treatment.

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Due to sea-ice retreat, zooplankton could remain in the deep longer

Due to intensifying sea-ice melting in the Arctic, sunlight is now penetrating deeper and deeper into the ocean. Since marine zooplankton respond to the available light, this is also changing their behaviour – especially how the tiny organisms rise and fall within the water column. As an international team of researchers led by the Alfred Wegener Institute has now shown, in the future this could lead to more frequent food shortages for the zooplankton, and to negative effects for larger species including seals and whales. The study was just released in the journal Nature Climate Change.

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Wildpilze: Erst über Cäsium-Belastung informieren – dann genießen

Auch 37 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl können Wildpilze in Deutschland noch radioaktives Cäsium-137 enthalten, das bei dem Unfall freigesetzt wurde. In größerem Umfang sind Überschreitungen des Grenzwerts von 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse allerdings nur noch in einigen Regionen Bayerns und Teilen Oberschwabens zu erwarten. Das lässt sich aus Zahlen des aktuellen Pilzberichts des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ableiten. Für den Bericht untersucht das BfS jährlich Wildpilze von ausgewählten Standorten.

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Kurios und kryptisch: neue Wandelnde Blätter entdeckt

Forschungsteam stellt bislang unbekannte, schützenswerte Arten der blattähnlichen Insekten vor

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat sieben neue Arten von Wandelnden Blättern beschrieben. Die Insekten gehören zu den Stab- und Gespenstschrecken, die für ihre außergewöhnliche Erscheinung bekannt sind: Sie sehen Pflanzenteilen wie Zweigen, Rinde oder – im Fall der Wandelnden Blätter – Laubblättern zum Verwechseln ähnlich und sind durch die raffinierte Tarnung hervorragend vor Fressfeinden geschützt.

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People Misjudge the Amount of Sugar in Foods – Limited Information Can Already Help

If people know the sugar content of certain foods and drinks, they are more able to estimate the correct amount of sugar in other foods. This is the result of a psychological study at the University of Mannheim.

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Menschen schätzen den Anteil an Zucker in Lebensmitteln falsch ein – eine kurze Aufklärung kann bereits helfen

Wenn Personen über den Zuckergehalt von bestimmten Speisen und Getränken informiert werden, sind sie eher dazu in der Lage, die korrekte Menge an Zucker in anderen Lebensmitteln einzuschätzen. Das ist das Ergebnis einer psychologischen Studie der Universität Mannheim.

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Division of labor affects the risk of infection

Ants that leave the nest to forage are more likely to be infected by parasites than their nestmates who take care of the brood.

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Modifiable risk factors responsible for half of cardiovascular diseases

Scientists of the Global Cardiovascular Risk Consortium under the auspices of the Department of Cardiology at the University Heart & Vascular Center of the Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE) and the German Center for Cardiovascular Research (DZHK) have proven that the five classic cardiovascular risk factors overweight, high blood pressure, high cholesterol, smoking, and diabetes mellitus are directly connected to more than half of all cardiovascular diseases worldwide. High blood pressure is the most significant factor for the occurrence of heart attacks and strokes.

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Beeinflussbare Risikofaktoren verantwortlich für die Hälfte der kardiovaskulären Erkrankungen

Wissenschaftler:innen des Global Cardiovascular Risk Consortium unter Federführung der Klinik für Kardiologie im Universitären Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) konnten nachweisen, dass die fünf klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Rauchen und Diabetes mellitus weltweit im direkten Zusammenhang mit mehr als der Hälfte aller kardiovaskulären Erkrankungen stehen. Ein erhöhter Blutdruck hat dabei die größte Bedeutung für das Auftreten von Herzinfarkten und Schlaganfällen.

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Vielversprechende Ansätze zur Prävention von Rheumatoider Arthritis bei Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko

Bislang werden rheumatische Erkrankungen als chronische Erkrankungen angesehen, die die betroffenen Patient:innen oft lebenslang begleiten. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass eine gezielte Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Risiko für die Entwicklung von Rheumatoider Arthritis (RA) das Auftreten von Symptomen und Schäden an Gelenken möglicherweise verhindern oder zumindest verzögern kann. Allerdings ist es derzeit noch nicht möglich, diese Risikopatient:innen für eine Behandlung vor Krankheitsausbruch zuverlässig zu identifizieren. Weitere Themen diskutieren Expert:innen bei der Kongress-Pressekonferenz am 31. August anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses in Leipzig.

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Mehr Bewegung, weniger Verletzungen: Warum E-Bike-Fahren so gesund ist

E-Bikes sind im Trend: im ersten Halbjahr 2023 wurden in Deutschland erstmals mehr E-Bikes als Fahrräder ohne Antrieb verkauft. Allein letztes Jahr gingen rund 2 Millionen elektrisch getriebene Räder über den Ladentisch. Der Bestand in Deutschland liegt inzwischen bei etwa 10 Millionen. Welche neuen Trends es in der Entwicklung gibt, warum E-Bike-Fahren so gesund ist und warum es weniger Verletzungsrisiken birgt, darüber referieren Dipl. Ing. Claus Fleischer, CEO Bosch eBike Systems, Reutlingen und Prof. Dr. med. Swen Malte John, Abteilung „Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie“, Universität Osnabrück, auf dem 14. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie.

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