Corona: Impfung und Infektion lösen unterschiedliche Immunantworten aus

Forscher*innen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben in Kooperation mit der Universität Münster die Reaktionen des Immunsystems nach dreifacher SARS-CoV-2-Impfung untersucht. Diese Daten wurden anschließend mit den Immunreaktionen der Studienteilnehmer*innen verglichen, die trotz der Impfung an Corona erkrankten. Die Daten wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Medical Virology“ veröffentlicht.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wächter über Südbayerns Waldbäche: Der Grubenlaufkäfer

Alle sechs Jahre führt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) turnusmäßige Erhebungen zu den EU-weit geschützten Waldarten und Lebensräumen durch. Ein ganz besonderer Schatz unter diesen Arten ist der Grubenlaufkäfer (Carabus variolosus nodulosus). Dieser mit etwa 3 Zentimetern Größe sehr stattliche Käfer ist in Deutschland außerhalb Bayerns bis auf ein Vorkommen vollständig ausgestorben. In Südbayern kommt der Grubenlaufkäfer jedoch noch an ca. 100 Standorten vor. Daher hat Bayern eine ganz besondere Verantwortung für diese Art. Folgerichtig liegen von den bundesweit 63 Monitoringpunkten nicht weniger als 62 in Bayern.

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Wenn Wachstum zum Schwachpunkt wird

Wachsen Zellen in Zellkulturen während einer Behandlung mit teilungsunterdrückenden Wirkstoffen, wachsen sie übermässig und verlieren dauerhaft ihre Teilungsfähigkeit. Werden die Zellen jedoch mit einer Kombination von Teilungshemmern und Wachstumshemmern behandelt, bleiben sie nach dem Absetzen der Substanzen teilungsfähig. Die Erkenntnisse könnten auf gewisse Krebstherapien übertragen werden, müssen aber erst klinisch überprüft und bestätigt werden.

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Liebe deinen Nächsten

Wildlebende Bonobos kooperieren auch mit Mitgliedern fremder Gruppen

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Messverfahren für Implantate: Georg-Simon-Ohm-Preis der DPG geht an Coburger Studenten

Jan Lützelberger hat am Institut für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg die Grundlagen für ein neues medizintechnisches Verfahren entwickelt: Bei Hüftprothesen sollen Schallwellen helfen, die Schnittstelle zwischen Knochen und Implantat zu analysieren um eine Implantatlockerung frühzeitig zu erkennen. Für seine Bachelorarbeit im Studiengang Technische Physik erhält er nun den Georg-Simon-Ohm-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

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Across borders for nature conservation in the Caucasus – Successes of the CaBOL Research Project

The southwestern Caucasus is one of the planet’s major biodiversity hotspots. In the CaBOL project, an international research community has laid the foundation for protecting the highly diverse primeval forests and plateaus. On November 20 and 21, scientists from the Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change (LIB) and their partners from Georgia and Armenia will present the project’s results in Tbilisi, as negotiations about Georgia’s EU candidacy progress.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Länderübergreifend für den Naturschutz im Kaukasus – Erfolgsbilanz des Forschungsprojekts CaBOL

Der südwestliche Kaukasus gilt als einer der großen Biodiversität-Hotspots unseres Planeten. Eine internationale Forschungsgemeinschaft konnte im Projekt CaBOL den Grundstein für den Schutz der extrem artenreichen Urwälder und Hochebenen legen. Am 20. und 21. November stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und der Kooperationspartner aus Georgien und Armenien in Tiflis die Ergebnisse des Forschungsprojektes vor –während sich die Verhandlungen über Georgien als EU-Beitrittskandidat weiterentwickeln.

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„Kopf sucht Köpfe – Netzwerken und Kooperieren mit der HWG LU in Ludwigshafen und der Metropolregion Rhein-Neckar“

Gelungene Transferveranstaltung der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) in Kooperation mit der IHK Pfalz, der MRN GmbH und der Stadtverwaltung Ludwigshafen mit Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWG RLP) – Karoline Gönner, MWG-Referatsleiterin für Wissenstransfer an Hochschulen: „Transfer ist zentral für jede moderne Hochschule, eine Querschnittsaufgabe, die in allen Bereichen mitzudenken ist und leistet einen wichtigen Beitrag zur Behebung des Fachkräftemangels.“

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Mindable: App zur Behandlung von Panikstörungen und Platzangst zugelassen

Ein Team um Dr. Thomas Lang, Psychologieprofessor an der Constructor University, hat eine App entwickelt, mit der Patient*innen die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken können. Die Wirksamkeit der App „Mindable: Panikstörung und Agoraphobie“ wurde im Rahmen einer Studie klinisch untersucht und nachgewiesen. Mindable wurde nun von den Krankenkassen als digitale Gesundheitsanwendung zugelassen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Mindable App approved for the treatment of panic disorders and claustrophobia

A team led by Dr. Thomas Lang, psychology professor at Constructor University, has developed an app that patients can use to bridge waiting times to receive therapy. The effectiveness of the app, „Mindable: panic disorder and agoraphobia,“ was clinically tested and proven in a study. Mindable has now been approved by health insurers as an official digital health app.

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Mikroplastik im Ackerboden: Tomographie mit Neutronen und Röntgen zeigt, wo sich Partikel einlagern

Ein Team von Forschenden der Universität Potsdam und des Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) hat ein Messverfahren entwickelt, um Bodenproben mit Neutronen und Röntgenlicht zu analysieren und daraus 3D-Tomographien zu erstellen: Dies ermöglicht es erstmals, Mikroplastik im Boden genau zu lokalisieren. Die 3D-Tomographien zeigen, wo sich die Partikel im Boden einlagern und wie sich dadurch Strukturen im Boden verändern – was sich wiederum auf Wasserflüsse und Bodeneigenschaften auswirken kann.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wasser-Ressourcenpreis 2024: Rüdiger Kurt Bode-Stiftung startet Ausschreibung des mit 100.000 Euro dotierten Preises

Die Rüdiger Kurt Bode-Stiftung schreibt den Wasser-Ressourcenpreis 2024 aus. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die herausragende Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Nutzung der globalen Wasserressourcen entwickelt haben. Bewerbungen werden bis zum 15. Februar 2024 entgegengenommen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue BZgA-Studiendaten: Kondom löst Pille als Verhütungsmittel Nummer eins ab

Kondome und die Pille bleiben die wichtigsten Verhütungsmittel in Deutschland – das belegen erste Ergebnisse der repräsentativen Wiederholungsbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Verhütungsverhalten Erwachsener 2023. Die Nutzung der Pille ist weiter rückläufig: So verwendeten im Jahr 2023 38 Prozent die Pille, im Jahr 2007 waren es noch 55 Prozent der Befragten. Mit 53 Prozent wird das Kondom erstmals seit 2007 mit 36 Prozent deutlich häufiger als die Pille zur Verhütung eingesetzt. Dieser grundlegenden Veränderung im Verhütungsverhalten liegt eine zunehmend kritische Einstellung zu hormonellen Verhütungsmethoden zugrunde.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Präventionsprogramm kann Diabetes vorbeugen

Menschen mit erhöhtem Risiko, an Diabetes zu erkranken, profitieren von Empfehlungen zu Ernährung und Bewegung. Das belegt eine gemeinsame Studie von Forschenden der Medizinischen Fakultät Heidelberg sowie der Universitäten Göttingen, Stanford und Birmingham. Ihre Ergebnisse hat das Team nun in der wissenschaftliche Zeitschrift Nature publiziert

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

The social network of proteins

Stanley Milgram’s groundbreaking „Six Degrees of Separation“ experiment demonstrated the surprisingly close connections between us humans back in the 1960s. Now the research team led by Professor Matthias Mann at the Max Planck Institute (MPI) of Biochemistry has shown that the proteins in our cells are equally well connected. The results of the current study, which are published in the journal Nature, are a decisive step forward in protein research and represent the first comprehensive view of the protein-protein interaction network of an organism.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Das soziale Netzwerk der Proteine

Stanley Milgrams bahnbrechendes „Six Degrees of Separation“-Experiment zeigte bereits in den 60er Jahren die überraschend engen Verbindungen zwischen uns Menschen. Nun hat das Forschungsteam um Professor Matthias Mann am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie gezeigt, dass auch die Proteine in unseren Zellen gleichermaßen gut miteinander vernetzt sind. Die Ergebnisse der aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature publiziert wurde, sind ein entscheidender Fortschritt in der Proteinforschung und bieten erstmals einen umfassenden Überblick über das Protein-Protein-Interaktionsnetzwerk eines gesamten Organismus.

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Nanoparticles for optimized cancer therapy

Researchers from Göttingen and Karlsruhe have developed a new treatment approach for pancreatic cancer. The innovative method promises to be able to treat the disease in a more targeted way and with fewer side effects in the future. The therapy is now to be optimized for clinical application as quickly as possible.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Nanopartikel für optimierte Krebstherapie

Forschende aus Göttingen und Karlsruhe haben einen neuen Behandlungsansatz für die Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt. Die innovative Methode verspricht, die Krankheit künftig gezielter und mit weniger Nebenwirkungen behandeln zu können. Die Therapie soll nun so schnell wie möglich für die klinische Anwendung optimiert werden.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Datenlücke zu SARS-CoV-2 bei Tieren

Die Forschung zu SARS-CoV-2 konzentrierte sich bisher weitgehend auf die Auswirkungen für den Menschen. Und das, obwohl es sich beim Virus höchstwahrscheinlich um eine Zoonose, also um eine von einem Tier auf den Menschen übergesprungene Infektion handelt. Insgesamt wurden nicht einmal die Hälfte der bekannten Krankheitsfälle bei Tieren dokumentiert, bei den Todesfällen ist der Wert nochmals deutlich geringer. Laut einer soeben publizierten Studie der Vetmeduni und des Complexity Science Hubs Vienna (CSH) ist diese Datenlücke besonders besorgniserregend, da sich die Politik auf offizielle Datensätze stützt.

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Much more than waste: Tiny vesicles exchange genetic information between cells in the sea

Researchers around Susanne Erdmann from the Max Planck Institute for Marine Microbiology in Bremen take a look at data that has so far been mostly discarded as contamination, revealing the previously underestimated role of extracellular vesicles (EVs). These are important for the exchange of genetic information between cells and thus for the microbial community in the sea.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Viel mehr als Abfall: Winzige Vesikel tauschen genetische Information zwischen Zellen im Meer aus

Bremer Forschende um Susanne Erdmann am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie werfen einen Blick auf Daten, die in den meisten Studien als Verunreinigung verworfen wurden, und zeigen damit die bisher unterschätzte Rolle von extrazellulären Vesikeln (EVs) auf. Diese sind wichtig für den Austausch genetischer Information zwischen Zellen und damit für die Mikrobengemeinschaft im Meer.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Innovative Zellmodelle können Krebsimmuntherapie sicherer machen

Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Freiburg zeigt vielversprechende Ansätze zur Reduzierung von Nebenwirkungen bei der CAR-T-Zelltherapie, speziell dem Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS). Das CRS kann sich in leichten Fällen als grippeähnliche Symptome wie Fieber, Übelkeit oder Schüttelfrost äußern. In schweren Fällen kann es jedoch lebensbedrohliche Reaktionen zur Folge haben. Die Forschung, veröffentlicht am 6. November 2023 in der Zeitschrift Cells, hebt die Bedeutung dieser Entdeckungen für Patient*innen mit Blutkrebs hervor, bei denen bisherige Behandlungsmethoden mit signifikanten Nebenwirkungen verbunden waren.

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Aktive Kinder, rege Erwachsene: Warum Kinder mehr Bewegung brauchen

Die Stiftung Kindergesundheit äußert in einer aktuellen Stellungnahme große Besorgnis über den zunehmenden Mangel an körperlicher Aktivität bei Kindern und Jugendlichen, der ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Laut dem kürzlich veröffentlichten Kindergesundheitsbericht 2023 erreichen nur noch wenige Jugendliche die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungsdauer, insbesondere Mädchen bewegen sich noch weniger als Jungen. Die Digitalisierung des Alltags und die Verfügbarkeit von On-Demand-Medien tragen zu diesem Problem bei.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

DIVI zum Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG): „Ein richtiger und wichtiger Schritt, der nur wenig Nachbesserung bedarf

Die Pandemie hat Bevölkerung und Politik deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten aus Kliniken und Praxen für die Forschung ist – und dass diese Daten in Deutschland fast immer fehlen oder schwer zugänglich sind. „Dringend müssen die Behandlungs- und Gesundheitsdaten jedes Patienten auch in Deutschland anonymisiert und automatisiert zur Sicherstellung der optimalen Versorgung der Bevölkerung und für die Forschung erschlossen werden“, fordert daher der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Professor Felix Walcher.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Reducing vitamin B5 slows breast cancer growth

Scientists have discovered in animal experiments that breast cancer cells heavily rely on vitamin B5 to grow and survive / Publication in ‘Nature Metabolism‘

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft