Neue Erkenntnisse zur Immunantwort bei chronischer Hepatitis B

Studie zeigt unerwartete Immun-Aktivität bei chronischer Hepatitis B / Neuer Ansatz für die Therapie der bislang unheilbaren Krankheit / Rund 257 Millionen Menschen weltweit betroffen

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Nicht einmal jeder zehnte Migräne-Betroffene erhält spezifische Migräne-Medikamente

Am 5. September 2024 ist Kopfschmerz- und Migräne-Tag. Dieser Aktionstag ist wichtig, denn in Deutschland sind Kopfschmerzerkrankungen noch immer unterbehandelt. Viele Betroffene holen keinen ärztlichen Rat ein, sondern behelfen sich mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln, ohne die Risiken zu kennen. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Hirnstiftung mahnen: Die Kopfschmerztherapie gehört in fachärztliche Hände. Wichtig ist zudem, den Lebensstil zu modifizieren und „Migräne-Auslöser“ zu vermeiden. Jüngst sind zwei neue bekannt geworden.

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Artificial intelligence (AI) Allows Peering into the Deep: High-Resolution 3D Tracking of Coral Reef Fish

A study by the Leibniz Centre for Tropical Marine Research (ZMT) is employing new methods in coral reef research. Under the leadership of fish ecologist Dr Julian Lilkendey, an international research team utilised innovative AI technologies to analyse the movements of reef fish in the Red Sea with high precision.

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Künstliche Intelligenz (KI) erlaubt Blick in die Tiefe: Hochauflösendes 3D-Tracking von Korallenriff-Fischen

Eine Studie des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) setzt neue Methoden bei der Erforschung von Korallenriffen ein. Unter Leitung des Fischökologen Dr. Julian Lilkendey nutzte ein internationales Forschungsteam innovative KI-Technologien, um die Bewegungen von Riff-Fischen im Roten Meer mit hoher Präzision zu analysieren.

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Braune Flecken im Moor: Ein Nadelpilz bedroht unsere heimischen Spirken und Latschen!

Verbraunte Nadeln, pinselförmige Nadelbüschel und kahle Zweige: Wer sich derzeit in Moorgebieten in Südbayern aufhält, kennt diesen Anblick: An vielen südbayerischen Hochmooren leiden unsere Moorkiefer oder Spirke (pinus mugo, subspecies „rotundata“) sehr stark oder sterben sogar ganz ab. Grund hierfür ist ein aus Amerika stammender Pilz: Lecanosticta ist der Verursacher der Braunfleckenkrankheit bzw. Nadelbräune, der nicht nur die Spirke, sondern auch die Latsche (pinus mugo, subspecies „mugo“) befällt.

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Crucial Role of JUN in Restraining Liver Cancer Growth Discovered

The protein JUN plays a key role in restraining the cancer growth-promoting proteins YAP and TAZ, thereby helping to prevent uncontrolled cancer growth. The findings have now been published in the EMBO Journal under the title „A non-canonical repressor function of JUN restrains the activity of YAP and the growth of liver cancer“. The study was led by Dr. Björn von Eyss, who heads the research group „Transcriptional Control of Tissue Homeostasis“ at the Leibniz Institute on Aging – Fritz Lipmann Institute in Jena.

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Qualitätsmanagement der DSMZ erneut nach ISO 9001:2015 zertifiziert

Seit 20 Jahren ist das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen zertifiziert

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DDG: Positive Effekte einer frühen Diabetestherapie greifen lebenslang

Eine frühe Diagnose und Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2 kann das Risiko für schwerwiegende gesundheitliche deutlich verringern. Dies zeigt eine neue Langzeitstudie im Fachmagazin „The Lancet“, die den nachhaltigen Nutzen einer frühen Intervention auch nach über zwei Jahrzehnten bestätigt. Die Ergebnisse untermauern die Forderung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) nach verstärkten Screening-Maßnahmen, um einen Typ-2-Diabetes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Hierfür müssen im Zuge der Krankenhausreform die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen bereitgestellt werden, um auch in Zukunft eine hochwertige Diabetesversorgung sicherzustellen.

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Plant Signaling Pathways Decoded

Using newly generated “optogenetic” tobacco plants, research teams from the University of Würzburg’s Departments of Plant Physiology and Neurophysiology have investigated how plants process external signals.

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Pflanzliche Signalwege entschlüsselt

Mit neu generierten „optogenetischen“ Tabakpflanzen haben Forschungsteams aus der Pflanzen- und Neurophysiologie der Universität Würzburg untersucht, wie Pflanzen auf Signale aus der Umwelt reagieren.

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How zebrafish map their environment: spatial orientation mechanisms surprisingly similar to our own

Researchers are turning to zebrafish to unlock the secrets of place cells, which play a crucial role in forming mental maps of space, social networks, and abstract relationships. Until now, place cells have only been found in mammals and birds, leaving the question of how other species internally represent the external world largely unanswered. A team of researchers at the Max Planck Institute for Biological Cybernetics has now found the first compelling evidence for place cells in the brain of the tiny larval zebrafish.

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Wie Zebrafische ihre Umgebung kartieren: Mechanismen der räumlichen Orientierung verblüffend ähnlich wie beim Menschen

Mit Hilfe von Zebrafischen wollen Forschende die Geheimnisse sogenannter Ortszellen entschlüsseln. Diese Nervenzellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bildung von mentalen Karten der räumlichen Umgebung, von sozialen Netzwerken und abstrakten Zusammenhängen. Bislang waren sie nur bei Säugetieren und Vögeln nachgewiesen, während die Frage, wie andere Arten die Außenwelt intern repräsentieren, weitgehend ungeklärt blieb. Ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik hat nun den ersten überzeugenden Nachweis für Ortszellen im Gehirn der winzigen Zebrafischlarve gefunden.

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IBT Lower Saxony: Incubator for Biomedical Innovation awards 1.6 million euros

Funded HZI project „PROTON“ develops technology against infections with Staphylococcus aureus

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AWMF legt Konzept für Erhalt der Nationalen VersorgungsLeitlinien vor

Nach dem überraschenden Aus des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zum Ende des Jahres hat die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) gemeinsam mit ihren Fachgesellschaften ein Konzept entwickelt, um die Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL) fortzuführen.
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) unterstützt den aktuellen Konzeptvorschlag der AWMF zum Erhalt der NVL. Die Fachgesellschaft plädiert erneut dafür, eine unabhängige Instanz zu schaffen, die diesen wichtigen Prozess koordiniert, damit evidenzbasierte Medizin auch weiterhin bei den Menschen ankommt.

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Online-Vortrag: „Oxytocin: Ein soziales Hormon?“

Das Neuropeptid Oxytocin, auch „Kuschelhormon“ genannt, ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den wissenschaftlichen Fokus geraten. Dabei erweist sich die Studienlage als widersprüchlich. In ihrem Online-Vortrag „Oxytocin: Ein soziales Hormon?“ erläutern Eva Schandro und Prof. Dr. Marcus Eckert, beide im Fachbereich Psychologie an der APOLLON Hochschule tätig, was es mit diesen augenscheinlichen Widersprüchen auf sich hat und wie sie sich vereinbaren lassen. Die Veranstaltung beginnt am 19.09.2024 um 18:00 Uhr.

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Nach Operationen: Schmerz schränkt Mobilität nicht ein

Oft ist die Beweglichkeit nach chirurgischen Eingriffen zunächst eingeschränkt. Zudem führen Operationen manchmal zu akuten Schmerzen. Ein internationales Forschungsteam untersuchte nun den Zusammenhang von Aktivität und Schmerz nach OPs. Sein Fazit: Es gibt keinen.

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Blasenkrebs: Chemo-Tauglichkeit im 24-Stunden-Urin besser berechenbar

PatientInnen mit muskelinvasivem Blasenkrebs profitieren von einer präoperativen Chemotherapie. Aufgrund einer grenzwertigen Nierenfunktion wird jedoch nur ein Teil der PatientInnen als „Chemo-tauglich“ eingestuft. Mit der Berechnung der Nierenfunktion aus dem 24-Stunden-Urin bestätigen ForscherInnen der Medizin Uni Innsbruck nun eine einfache Methode, mit der die Chemo-Tauglichkeit verlässlich festgestellt und zudem ein größerer Anteil an PatientInnen einer Chemotherapie vor der OP zugeführt werden kann.

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Herzschwäche: Telemedizin vor allem bei Diabetes von Nutzen

Post-hoc-Analyse der TIM-HF2-Studie liefert Hinweis, dass positives Ergebnis auf hohen Anteil mitrekrutierter Diabetespatienten zurückzuführen ist.

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Leitlinie zu Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bei Frauen mit Querschnittlähmung aktualisiert

Die erste allgemein zugängliche übergreifende wissenschaftliche Darstellung für den Themenkomplex Kinderwunsch und Schwangerschaft für gebärfähige Frauen mit Querschnittlähmung (QSL) wurde jetzt aktualisiert. Als neuen Service enthält sie auch einen Anhang mit einer Hilfsmittelliste und Kontaktstellen.

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Bessere Erholung nach Schlaganfall: Frühzeitige Kombinationstherapie macht den Unterschied

Eine neue Studie der Universitätsmedizin Magdeburg zeigt, dass eine frühe durch Gehirnaktivität gesteuerte Therapie die Beweglichkeit des Arms nach einem Schlaganfall deutlich verbessern kann.

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Computersimulation der pflanzlichen Spindel eröffnet neue Möglichkeiten in der Zellteilungsforschung

Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg und des Sainsbury Laboratory in Cambridge (England) hat die erste dreidimensionale Computersimulation einer Spindel geschaffen. Diese Simulation kann nun genutzt werden, um fundamentale Prinzipien der Zellteilung besser zu verstehen und wurde in der Fachzeitschrift „Developmental Cell“ veröffentlicht.

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Rheumatologische Versorgung in Deutschland: DGRh legt neues Memorandum vor

Das neue Memorandum der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) bestätigt: die Zahl der Menschen mit entzündlichrheumatischen Erkrankungen ist gestiegen und beträgt derzeit deutschlandweit 1,8 Millionen. Da eine rechtzeitige, früh begonnene Therapie für den Erfolg der Behandlung besonders wichtig ist, müssen Rheumapatientinnen und -patienten früh rheumatologisch behandelt werden. Erklärtes Ziel der DGRh ist es, dass dies innerhalb von sechs Wochen nach den ersten Symptomen geschieht. Dies gelingt in den meisten Regionen Deutschlands bisher nicht. Ein Grund dafür ist die zu geringe Zahl an rheumatologischen Fachärzt:innen.

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The Emergency COVID-19 Support Programme: BMZ Delivered Aid for Partner Counties Quickly and Effectively

The COVID-19 pandemic had serious health and socio-economic consequences worldwide, in particular in the countries of the Global South. In response, Germany’s Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) launched the Emergency COVID-19 Support Programme (Corona-Sofortprogramm, CSP) in April 2020. The German Institute for Development Evaluation (DEval) has meanwhile evaluated the BMZ programme. Their findings demonstrate that this rapidly implemented programme was able to mitigate the impacts of the pandemic. However, the distribution of CSP funding could have been oriented more closely to the vulnerability and affectedness of the partner countries.

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Das Corona-Sofortprogramm: Entwicklungsministerium lieferte schnelle und effektive Hilfe für Partnerländer

Die COVID-19-Pandemie hatte weltweit gravierende gesundheitliche und sozioökonomische Folgen, insbesondere in Ländern des globalen Südens. Um Partnerländer der deutschen Entwicklungszu-sammenarbeit in der Pandemie zu unterstützen, setzte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im April 2020 das Corona-Sofortprogramm auf. Das Deut-sche Evaluierungsinstitut für Entwicklungszusammenarbeit (DEval) hat dieses Programm unter-sucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das schnell umgesetzte Programm die Folgen der Pandemie ab-mildern konnte. Die Mittelverteilung hätte aber stärker an der Vulnerabilität und Betroffenheit der Länder ausgerichtet werden können.

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Brain research: Study shows what your favourite film genres reveal about your brain

Crime films, action films, comedies, or documentaries? A person’s favourite film genre reveals a lot about how their brain works. This is the finding of a new study led by the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) that compared data on film preferences with recordings of the brain activity of around 260 people. Fans of action films and comedies reacted very strongly to negative emotional stimuli, while participants who favoured documentaries or crime films and thrillers had a significantly weaker reaction. The results were published in the journal „Frontiers in Behavioral Neuroscience“.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft