Datensammler am Meeresgrund: Neuer Messknoten vor Boknis Eck wurde heute ausgebracht

21.11.2024/Kiel. In der Eckernförder Bucht, knapp zwei Kilometer vor der Küste, befindet sich eine der ältesten marinen Zeitserienstationen weltweit: Boknis Eck. Seit 1957 werden hier vom Schiff aus regelmäßig Daten zum Zustand der Ostsee gesammelt, seit 2016 zusätzlich auch mit einem Unterwasser-Observatorium am Meeresgrund. Nachdem dieses 2019 verschwunden war, hat das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel heute mit dem Forschungsschiff ALKOR einen neuen, modernisierten Messknoten ausgebracht. Schon in Kürze wird die Unterwasserstation nun wieder kontinuierlich Daten zu wichtigen Umweltparametern wie Temperatur, Salzgehalt und Strömungsverhältnissen liefern.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Data collector on the seafloor: New measuring node was placed off Boknis Eck today

21 November 2024/Kiel. One of the oldest marine time series stations in the world is located in Eckernförde Bay, just under two kilometres off the coast: Boknis Eck. Since 1957, data on the state of the Baltic Sea have been collected regularly from a ship and, since 2016, also from an underwater observatory on the seafloor. After the device disappeared in 2019, the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel today launched a new, modernised measuring node with the research vessel ALKOR. The underwater station will soon resume providing continuous data on key environmental parameters such as temperature, salinity and currents.

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Parkinson-Medikament verändert durch Eisenmangel das Darmmikrobiom zum Schlechteren

Störung der mikrobiellen Gemeinschaft begünstigt Krankheitserreger im Darm

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Umweltwirkungen von Plastik: weg vom engen Blick auf das Müllproblem

Dass Plastik die Umwelt verschmutzt und zu Problemen führt, ist in vielen Bereichen bereits gut erforscht. Wenig bekannt ist, wie Plastik das Klima und die biologische Vielfalt beeinflusst. In einer Übersichtsstudie hat ein Forschungsteam des UFZ analysiert, welche Effekte Plastik auf die drei planetaren Krisen Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung hat. Sie fordern Regularien für Plastik, welche die vielen Facetten der Auswirkungen von Plastik im Rahmen der drei Krisen berücksichtigen. Die Möglichkeit, diese einzuführen, bietet sich bei Verhandlungen zum globalen UN-Plastikabkommen, die ab dem 25. November 2024 in Busan (Südkorea) stattfinden.

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New study at the FBN decodes the genome of the African catfish

Scientists at the Research Institute for Farm Animal Biology (FBN) in Dummerstorf have decoded the genome of the African catfish (Clarias gariepinus) in collaboration with international partners.

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Neue Studie am FBN entschlüsselt Genom des Afrikanischen Raubwelses

Forscher des Instituts für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf haben in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern das Genom des Afrikanischen Raubwelses (Clarias gariepinus) entschlüsselt.

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KI, 3D-Druck und Gentechnik: Technologische Trends, die Frieden und Sicherheit beeinflussen

Frankfurt am Main: Der rasante technologische Fortschritt bringt neue Herausforderungen für die internationale Sicherheit mit sich. Forschung mit legitimen zivilen Anwendungen kann in vielen Fällen auch militärisch verwendet oder für böswillige Zwecke missbraucht werden. Insbesondere in der Biologie besteht zudem die Gefahr unbeabsichtigter Folgen, wie der Entstehung neuer Pandemien. Politische Kontrolle von Dual-Use-Gütern und Verantwortung innerhalb der Forschung sind daher besonders wichtig. Der CNTR Monitor, die neue Publikation eines interdisziplinären Teams vom Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, beleuchtet die wichtigsten Trends und Möglichkeiten zur Regulierung.

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Mit veganen Antikörpern Tierversuche vermeiden

Ausgründungsprojekt „Ymolution“ gestartet

An der Unimedizin Greifswald startete im November ein Projekt, das bereits in ein paar Monaten zu einer Unternehmensgründung führen wird. Ein Forschungsteam des Interfakultären Instituts für Genetik und Funktionelle Genomforschung hat eine neue Methode zur Herstellung von Nanoantikörpern entwickelt, die komplett auf Tierversuche verzichtet.

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Neue Behandlungsoptionen bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs

Medienbriefing des Experten Prof. Dr. Glen Kristiansen vom Universitätsklinikum Bonn zu den neuen Möglichkeiten der Behandlung von metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs anlässlich des Movember 2025.

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Dringlichkeitsbrief aus der Wissenschaft

Forscher*innen und 14 Wissenschaftsjournale rufen weltweit die Regierungen und Industrie zu einem koordinierten Vorgehen auf, um mit vereinter mikrobiologischer Forschung gegen den Klimawandel vorzugehen. Sie schlagen sechs Handlungsbereiche vor, die schnelle und schlagkräftige Lösungen versprechen. Mit beteiligt: Korallenforscher Christian Voolstra von der Universität Konstanz.

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Grundsteinlegung für Neubau des BfS am Standort München

Neubau des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) stärkt Strahlenschutzforschung in Deutschland

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European XFEL opens modern exhibition and conference centre

A permanent exhibition explains research with the world’s largest X-ray laser. Furthermore, the Xcool Lab offers school students courses in molecular biology and physics. Council Chair Federico Boscherini, Schleswig-Holstein State Secretary Guido Wendt and Hamburg State Councilor Eva Gümbel praise the successful architectural and didactic concept.

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Gene der Walderdbeere schützen vor Kälte

Mit dem Klimawandel verschieben sich die Jahreszeiten, Nutzpflanzen geraten damit an ihre Grenzen. So kann ein plötzlicher Frost im späten Frühjahr beispielsweise Erdbeeren im Beet schaden. Wildarten dagegen weisen oft eine höhere Resilienz auf. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Partner haben die Kältereaktionen von Walderdbeeren entschlüsselt, um so resistentere Züchtungen zu ermöglichen. Ihre Ergebnisse haben sie im Journal of Experimental Botany veröffentlicht (DOI: 10.1093/jxb/erae263).

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36 Millionen Euro für Forschung zu Organoiden, Mikroorganismen und Materialien

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert sechs interdisziplinäre Forschungsgruppen zum Einsatz von Organoiden und synthetischen Biomaterialien und -organismen in der Medizin. Insgesamt 36 Millionen Euro erhalten die Teams in den kommenden sechs Jahren. Drei Projekte erforschen Möglichkeiten der gezielteren Platzierung von Medikamenten durch Nanopartikel, Mikroorganismen oder synthetische Biomaterialien. Drei Projekte beschäftigen sich mit der Analyse und Reproduzierbarkeit von komplexen Organoiden, künstlich hergestellten Miniaturversionen menschlicher Organe.

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DANK zum Ende der Ampelkoalition: Verpasste Chance für mehr Prävention in Deutschland

Die Ampelkoalition aus SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen ist gescheitert. Damit stehen auch zahlreiche ernährungs- und präventionspolitische Pläne der Koalition vor dem Aus. Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) bedauert, dass diese entscheidenden Vorhaben für mehr Maßnahmen der Verhältnisprävention nicht mehr umgesetzt werden. Das Wissenschaftsbündnis appelliert an die politischen Akteur*innen, ernährungsbedingte Erkrankungen und ihre schwerwiegenden Folgen für die Gesellschaft nicht zu unterschätzen.

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Researchers from Oldenburg are among the winners of the $ 10 Million XPRIZE Rainforest contest

The Brazilian Team, which includes researchers from the German Research Center for Artificial Intelligence (DFKI) and the University of Oldenburg, developed drone and sensor technologies to collect biodiversity data from tropical forests. As a result of their work, the team obtained an outstanding third place from a panel of experts.

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Erinnerungen beobachten | Forschende am ISTA werfen einen Blick in den Hippocampus

Der Hippocampus, optisch passend benannt nach den griechischen Wörtern „hippos“ (Pferd) und „kampus“ (Seeungeheuer), ist eine wichtige Gehirnregion für die Gedächtnisbildung. Bis vor kurzem war es jedoch nicht klar, mit welchen konkreten molekularen Signalen die Gedächtnisbildung in Verbindung gebracht werden soll. Ein Forschungsteam des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und des Max-Planck-Instituts für multidisziplinäre Naturwissenschaften hat nun offenbar diese Blackbox geöffnet. Die Ergebnisse wurden in PLOS Biology veröffentlicht.

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Gefährlicher Abfall: Zigarettenkippen schaden der Umwelt doppelt

Zigarettenstummel gehören nicht in die Umwelt. Und doch landen sie dort, oft auch in der Nähe von Gewässern. Wie eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gezeigt hat, finden sich in vielen Berliner Gewässern erhebliche Mengen an Nikotin, das auch für Wasserlebewesen giftig ist. Eine neue Studie des IGB zeigt nun, dass einige Organismen indirekt davon profitieren könnten: giftige Cyanobakterien. Denn Zigarettenkippen im Wasser schädigen ihre Parasiten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Ecotoxicology and Environmental Safety erschienen.

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Soil ecosystem more resilient when land managed sustainably

Compared to intensive land use, sustainable land use allows better control of underground herbivores and soil microbes. As a result, the soil ecosystem is more resilient and better protected from disturbance under sustainable management than under intensive land use. Researchers from Leipzig University, the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv) Halle-Jena-Leipzig and other research institutions found that the total energy flux and the activities of so-called decomposers, herbivores and predators in the soil food web remained stable. They have just published their paper in the journal Global Change Biology.

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Seven University of Cologne researchers among the most highly cited researchers worldwide

Annual ranking of ‘Highly Cited Researchers’ published as an indicator for outstanding research / University of Cologne represented by three biologists and four medical researchers

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Sieben Forschende der Uni Köln unter den meistzitierten Wissenschaftler*innen weltweit

Jährliches Ranking mit den „Highly Cited Researchers“ als Indikator für exzellente Forschung veröffentlicht / Universität zu Köln mit drei Biolog*innen und vier Medizinern vertreten

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Predicting the mode of action of new anti-cancer drugs with AI

Plants, fungi and bacteria produce a variety of bioactives that alter cell metabolism, sometimes to the point of cell death.This makes them promising candidates for new anti-cancer drugs. Although a diverse range of bioactives exists, the development of new anti-cancer drugs is proving difficult, because of the time-consuming elucidation of their mode of action. Scientists from the Leibniz Institute of Plant Biochemistry and partners at the Martin Luther University Halle-Wittenberg have now taken a major step towards overcoming this hurdle. With their modern analysis of cellular metabolites and AI-based evaluation, they have successfully predicted the mode of action of new anti-cancer drugs.

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Berührungsfreie Diagnose soll Krankheiten am Geruch erkennen

Krankheiten wie Mukoviszidose oder Covid am Geruch zu erkennen, ohne Blut abzunehmen, ohne Abstrich und ohne jede Art von Berührung: Hieran forschen Dr. Sybelle Goedicke-Fritz und ihr Team in der Arbeitsgruppe von Professor Michael Zemlin an der Kinderklinik der Universität des Saarlandes. Ziel ist, Infektionen anhand von Geruchs-Mustern aufzuspüren, die individuell sind wie Fingerabdrücke. Die Forscher trainieren Gassensorik-Messgeräte darauf, diese Muster in der Umgebungsluft ausfindig zu machen. So soll Frühgeborenen und Kindern der Stress diagnostischer Eingriffe erspart bleiben. Ein Anwendungsgebiet wäre auch, Infizierte schnell zu erkennen, bevor sie etwa ein Krankenhaus besuchen.

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Next step in light microscopy image improvement – New deep learning architecture enables higher efficiency

It is the computational processing of images that reveals the finest details of a sample placed under all kinds of different light microscopes. Even though this processing has come a long way, there is still room for increasing for example image contrast and resolution. Based on a unique deep learning architecture, a new computational model developed by researchers from the Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) at HZDR and the Max Delbrück Center for Molecular Medicine is faster than traditional models while matching or even surpassing their images’ quality. The model, called Multi-Stage Residual-BCR Net (m-rBCR), was specifically developed for microscopy images.

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Lichtmikroskopie: Computermodell ermöglicht bessere Bilder – Neue Deep-Learning-Architektur sorgt für höhere Effizienz

Die Lichtmikroskopie ist ein unverzichtbares Werkzeug zur Untersuchung unterschiedlichster Proben. Details werden dabei erst mit Hilfe der computergestützten Bildverarbeitung sichtbar. Obwohl bereits enorme Fortschritte erzielt wurden, gibt es bei der digitalen Verarbeitung weiterhin Entwicklungspotenzial. Ein neues Rechenmodell, das von Forschern des Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) am HZDR und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin auf der Grundlage einer spezifischen Deep-Learning-Architektur entwickelt wurde, ist schneller als herkömmliche Modelle und erreicht dabei die gleiche oder sogar eine bessere Bildqualität.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft