Kategorie: Allgemein
Sperma begünstigt Infektion durch MPox-Viren
Ursprünglich wurden MPox-Viren überwiegend vom Tier auf den Menschen übertragen. In den vergangenen Jahren verbreiten sich neue Virusvarianten jedoch immer besser auch von Mensch zu Mensch. Forschende der Goethe-Universität und der Universitätsmedizin Frankfurt haben jetzt festgestellt, dass Samenflüssigkeit die Aufnahme von MPox in die Zellen erleichtert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Einnahme von Lithium nur unter ärztlicher Aufsicht
Lithiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel sind verboten Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Warum nicht jede Ameise ihren Nestgenossinnen hilft
Warum helfen manche Ameisen ihren Nestgenossinnen in Not und andere nicht? Dieser Frage ist ein Forschungsteam der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Tel Aviv nachgegangen. Die Forschenden hatten Arbeiterinnen der Ameisenart Cataglyphis niger untersucht, von denen einige Rettungsverhalten gezeigt hatten, andere jedoch nicht. Das vor kurzem im Journal of Experimental Biology veröffentlichte Ergebnis: Entscheidend sind offenbar nicht Körpergröße, Körperbau oder Energiereserven der Tiere, sondern Unterschiede in der Aktivität von Immungenen im Nervensystem. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
„Ich kann Betroffenen Mut machen“: Olympia- und Para-Sportlerin Kathrin Marchand spricht auf Schlaganfallkongress
Die Ärztin und ehemalige Olympiaruderin Kathrin Marchand erlitt vor fünf Jahren einen Schlaganfall. Heute ist die 35-jährige Kölnerin sehr erfolgreiche Para-Ruderin und Para-Skilangläuferin – unter anderem mit EM- und WM-Titeln. Sie ist die erste Athletin überhaupt, die bisher an den Olympischen und Paralympischen Sommer- und Winterspielen teilgenommen hat. Marchand weiß deshalb genau, wie lebensverändernd ein Schlaganfall ist, aber auch, was danach noch möglich ist. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
40 Jahre nach Tschornobyl: Selbst gesammelte Pilze unbedenklich
Maßvoller Verzehr von Wildpilzen führt nur zu geringer Strahlendosis Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Winzige Härchen könnten Geckos vor dem Austrocknen schützen
Viele Echsen tragen winzige Härchen auf ihrer Haut. Kieler Forschende zeigen, dass diese Strukturen ihnen möglicherweise dabei helfen, in trockenen Lebensräumen Wasser zu sparen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie ein Zinkfingerprotein Zellteilung und Zelldifferenzierung steuert
Forschungsteam der Justus-Liebig-Universität Gießen entdeckt überraschende Funktionen des Proteins ZNF512B Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Biomolecules save raw materials: HZDR Spin-off Siderogain enters the market
With a biotechnological process for recovering critical metals from industrial wastewater, Siderogain transfers a biotech process from research to business. At the heart of the process is a patented technology that efficiently recovers strategically important metals such as gallium, indium, and germanium from process residues in the semiconductor industry. The spin-off originated in the biotechnology department of the Helmholtz Institute Freiberg for Resource Technology (HIF) at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Biomoleküle retten Rohstoffe: HZDR-Spin-off Siderogain gegründet
Mit einem biotechnologischen Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Metalle aus Industrieabwässern geht Siderogain den Schritt von der Forschung in die Wirtschaft. Im Mittelpunkt steht eine patentierte Technologie, mit der strategisch wichtige Metalle wie Gallium, Indium und Germanium effizient aus Prozessrückständen der Halbleiterindustrie zurückgewonnen werden können. Das Spin-off geht aus der biotechnologischen Abteilung des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln werden beim Kochen oder Backen nicht zerstört
Umfrage zeigt Lücken beim Wissen über Schimmel und dessen mögliche Gesundheitsrisiken Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Antibiotika in der Tierhaltung: Einsatz sinkt leicht
Bei Mastpopulationen besteht Potential zur Senkung Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Handlungsempfehlungen zur Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Fehlgeburten
Mit dem Update der S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Spontanaborten“ werden diagnostische und therapeutische Maßnahmen bewertet, die für Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten gelten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zelltherapie bei schwerer rheumatoider Arthritis erfolgreich
Studie zeigt bei ersten Patient:innen die Wirksamkeit von CD19-CAR-T-Zellen Immuntherapien wie die CAR-T-Zell-Therapie werden vor allem bei Krebserkrankungen eingesetzt. Künftig sollen die aus eigenen Abwehrzellen hergestellten Präparate auch Autoimmunerkrankungen heilen helfen. An der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt sechs Patient:innen mit schwerster rheumatoider Arthritis eine solche Behandlung erhalten. Das Ergebnis dieser weltweit ersten klinischen Studie: Bei allen Teilnehmenden ging die Krankheitsaktivität deutlich zurück, so die Forschenden in Nature Medicine*. Drei der Behandelten konnten am Ende auf jegliche Medikamente gegen rheumatoide Arthritis verzichten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zwei Millionen Seemeilen im Dienst der Forschung
Am 26. August 2026 hat die Polarstern eine stolze Marke erreicht: Satte zwei Millionen Seemeilen hat der deutsche Forschungseisbrecher des Alfred-Wegener-Instituts seit seiner Indienststellung am 9. Dezember 1982 zurückgelegt. Immer an Bord ist natürlich die Schiffscrew aus gut 40 Personen, die für den zuverlässigen Betrieb sorgt; bis zu 55 Forschende untersuchen in internationalen Teams Prozesse vom Meeresgrund über die Wassersäule und das Meereis bis in die Atmosphäre. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zelltherapie zeigt anhaltende Wirkung bei schwerer neuromuskulärer Autoimmunerkrankung
Neue Langzeitdaten: Drei Patientinnen mit der seltenen Muskelerkrankung Myasthenia gravis sind nach CAR-T-Zelltherapie auch Jahre später beschwerdefrei und benötigen keine Medikamente Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
KIT-Expertinnen und -Experten zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Eine älter werdende Gesellschaft, steigende Gesundheitskosten und Fachkräftemangel sind nur einige der Herausforderungen, die die Gesundheitsversorgung der Zukunft unter immensen Druck setzen. Diesen begegnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit interdisziplinären Lösungen und neuen Denkansätzen. Sie arbeiten daran, die Gesundheitsversorgung präventiver, präziser und effizienter zu gestalten. Im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt präsentieren die Forschenden ihre aktuellen Arbeiten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
A Sheltered Childhood with Consequences: Parental Care as a Driver of Evolution
How has offspring dependence on parents evolved over the course of evolution? Researchers at the University of Bayreuth, in collaboration with Kyoto University, Japan, have investigated one possible mechanism by studying the burying beetle Nicrophorus vespilloides. Their new study shows that parents do more than simply provide care for their offspring: they also improve the entire developmental environment in which their young grow up, a factor that may itself have influenced evolutionary change. The findings have been published in the prestigious journal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Behütete Kindheit mit Folgen: Elterliche Fürsorge als Motor der Evolution
Wie hat sich im Laufe der Evolution die Abhängigkeit der Nachkommen von den Eltern entwickelt? Einen möglichen Mechanismus haben Forschende der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit der Kyoto University, Japan, beleuchtet und dafür den Totengräber-Käfer Nicrophorus vespilloides untersucht. Die neue Studie zeigt, dass die Eltern nicht nur ihre Nachkommen versorgen, sondern deren gesamte Entwicklungsumgebung verbessern, was Einfluss auf die evolutionäre Entwicklung genommen haben könnte. Über ihre Erkenntnisse berichten die Forschenden im renommierten Fachjournal PNAS. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Staying One Step Ahead of Resistance
How bacteria develop resistance to antisense antibiotics – and how future therapies can be designed to reduce the risk of resistance Antimicrobial resistance is one of the greatest challenges facing modern medicine. A new class of programmable antibiotics known as asobiotics can be used to treat bacterial infections when classical antibiotics fail. A team of researchers from TWINCORE, Centre for Experimental and Clinical Infection Research, the RESIST Cluster of Excellence and from the Helmholtz Institute for RNA-based Infection Research (HIRI) in Würzburg has now studied, how bacteria adapt to asobiotics. They recently published their finding in Nature Communications. Quelle: IDW…
Von der Herzforschung zum Biotech-Unternehmen: REVIER Therapeutics startet mit 6 Millionen
Das Heidelberger Biotech-Unternehmen REVIER Therapeutics geht offiziell an den Start. Das aus der Forschung am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und der Universität Heidelberg hervorgegangene Unternehmen entwickelt einen neuen Therapieansatz für kardiometabolische Erkrankungen. Für die weitere Entwicklung hat REVIER sechs Millionen Euro Seed-Kapital eingeworben. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Vogelschutz in Bayerns Wäldern – LWF-Praxishilfe bündelt Empfehlungen für Waldbesitzer
Bayern räumt dem Waldnaturschutz und insbesondere dem Schutz der Waldvögel eine große Bedeutung ein. Dabei unterstützt der Freistaat die bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit Informationen und Empfehlungen. Ein ganz konkretes Beispiel für die Hilfestellung ist die neue Praxishilfe der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft „Waldvögel in Bayern“. Die Broschüre fasst dabei nicht nur das aktuelle Wissen zu 48 waldnaturschutzfachlich relevanten Vogelarten zusammen, sondern liefert für jede einzelne Vogelart konkrete Tipps, wie sich der Artenschutz bei der Pflege und Bewirtschaftung von Wäldern integrieren lässt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Post-COVID: Eine Verbesserung der Symptome bedeutet keine vollständige Genesung
Berlin, 26. August 2026. Ergebnisse des Forschungsprojekts PCS-Journey der Universitätsmedizin Göttingen zeigen: Die Beschwerden des Post-COVID-Syndroms bessern sich bei vielen Betroffenen im Zeitverlauf – gleichzeitig bleiben Symptome wie Fatigue bei einem relevanten Teil der Erkrankten langfristig bestehen. Die individuellen Krankheitsverläufe unterscheiden sich erheblich. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mit Sphäroid-Plattform Bindehautentzündungen besser verstehen und Tierversuche reduzieren
Die Stiftung zur Förderung und Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (SET) unterstützt die Entwicklung eines 3D-Modells der menschlichen Bindehaut am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) mit rund 100.000 Euro. Dr. Malik Salman Haider, Leiter der Forschungslabore der Würzburger Universitäts-Augenklinik, und sein Team wollen mithilfe der neuen Sphäroid-Plattform die Wirkstoffforschung beschleunigen, die Vorhersage von Behandlungsergebnissen verbessern und gleichzeitig den Bedarf an Tierversuchen in der Augenheilkunde erheblich reduzieren. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Genetic Traces Reveal River Residents: 1,072 Species in a Bucket of Water
Can DNA traces in just two litres of water reveal how a river’s biodiversity changes over the course of a year? A study by the University of Duisburg-Essen using the River Lippe as an example shows how biodiversity in freshwater ecosystems can be monitored comprehensively, efficiently and at comparatively low cost. The results have now been published in the journal Ecological Indicators. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Erbinformation verrät Bewohner: 1.072 Arten in einem Eimer Wasser
Reichen DNA-Spuren in zwei Litern Wasser, um zu verfolgen, wie sich die Artenvielfalt eines Flusses über ein Jahr verändert? Eine Studie der Universität Duisburg-Essen am Beispiel der Lippe zeigt, wie die pragmatische, umfangreiche und gleichzeitig günstige Analyse der Artenvielfalt in Gewässern gelingen kann. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift Ecological Indicators erschienen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft