Schlagwort: Medizin
Nano-Einblicke in die Stabilität von Knochen
Oberschenkelhalsknochen brechen nicht nur aufgrund mangelnder Knochendichte. Auch ihre Nanostruktur – die Orientierung der Kollagenfasern, aus denen Knochen bestehen – ist von Bedeutung. Das legen die Untersuchungen von Forschenden des Paul Scherrer Instituts PSI mithilfe eines neuen Röntgenverfahrens nahe. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: Übersehene Zellen liefern Hinweise auf die Heilungschancen
Die Forschungsgruppe „Histologie“ am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum hat ein einfaches, aber aussagekräftiges Zellmuster im Bindegewebe rund um den Tumor identifiziert, das wichtige Hinweise auf das Langzeitüberleben von Patientinnen und Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) liefert. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Cellular Metamorphosis: Scientists Uncover a Key Mechanism Behind Nerve Growth
DZNE researchers have uncovered a mechanism that determines why a neuron usually forms a single, long extension called “axon” – a phenomenon that is fundamental to how our brain functions. Contrary to the common view that external cues drive axon formation, the team of scientists comes to the conclusion that its growth originates primarily inside the cell. Their work, based on cell cultures and published in the journal “Nature” with collaborators from other institutions in Germany, Austria, and Japan, reveals how a neuron’s structure is remodeled to generate the axon. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Energieschub für künstliche Zellen
Eine synthetische Zelle nutzt Sauerstoff, um Energie für Kohlenstofffixierung bereitzustellen Forschende um Tobias Erb am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg haben eine „synthetisch-biologische Batterie“ entwickelt, die die Abhängigkeit synthetischer Stoffwechselwege von externen Energiequellen verringert. In Kombination mit einem CO₂-umwandelnden Reaktionsnetwork (CETCH) bezieht das integrierte System sowohl Energie als auch Kohlenstoff aus den beiden Hauptbestandteilen unserer Atmosphäre: Sauerstoff und Kohlendioxid (CO₂). Diese Studie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer vollständig selbstversorgenden künstlichen Zelle für nachhaltige Biosynthesen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Zelluläre Metamorphose: Forschende entdecken grundlegenden Mechanismus des Nervenwachstums
Forschende des DZNE haben einen Mechanismus entdeckt, der erklärt, warum Nervenzellen in der Regel nur einen einzigen langen, Ausläufer – das „Axon“ – entwickeln. Dieses Phänomen ist grundlegend für die Funktionsweise unseres Gehirns. Anders als allgemein angenommen, kommen die Fachleute zu dem Schluss, dass die Entstehung des Axons weniger von äußeren Einflüssen gesteuert wird, sondern hauptsächlich aus der Zelle selbst hervorgeht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mit Magnetfeldern gegen Parkinson?
FAU-Forschende erproben neues Therapiekonzept Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Dynamic Population Breeding Improves Turquoise Killifish Husbandry
The short lifespan of the turquoise killifish (N. furzeri) makes it an important model organism for aging research. However, its husbandry and breeding present research institutions with challenges: The fish have a short lifespan and must be continuously bred, while at the same time their genetic diversity must be preserved. Researchers at the Leibniz Institute on Aging – Fritz Lipmann Institute (FLI) have therefore developed the Dynamic Population Breeding (DPB) method. This new breeding concept improves the survival rate of offspring, reduces differences between breeding cohorts, and thus creates an important foundation for reproducible and sustainable research on biological aging….
Amazon’s Biocultural Heritage Under Greater Threat Than Expected
Indigenous cultures in the Amazon region will lose up to one-third of the native plant species they use due to climate change. In addition, biocultural knowledge is set to decline sharply by 2080 as a result of the loss of Indigenous languages. These are the findings of a new study by the University of Zurich. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Dynamic Population Breeding verbessert die Haltung des Türkisen Prachtgrundkärpflings
Der Türkise Prachtgrundkärpfling (N. furzeri) ist aufgrund seiner kurzen Lebensspanne ein wichtiger Modellorganismus in der Alternsforschung. Seine Haltung und Zucht stellen Forschungseinrichtungen jedoch vor besondere Herausforderungen: Die Tiere altern schnell und müssen kontinuierlich nachgezüchtet werden, gleichzeitig soll ihre genetische Vielfalt aber erhalten bleiben. Forschende des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) haben das Dynamic Population Breeding entwickelt. Es verbessert die Überlebensrate der Nachkommen, reduziert Unterschiede zwischen den Zuchtkohorten und schafft so eine wichtige Grundlage für eine reproduzierbare, nachhaltige Forschung zum biologischen Altern. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Globaler Wandel dezimiert das biokulturelle Erbe Amazoniens stärker als vermutet
Durch den Klimawandel werden indigene Kulturen bis zu einem Drittel der genutzten einheimischen Pflanzenarten im Amazonasgebiet verlieren. Zudem verringert sich das biokulturelle Wissen durch den Verlust indigener Sprachen bis 2080 ebenfalls stark. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Universität Zürich. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Gendatenbanken als Schlüssel für den globalen Vorteilsausgleich: Neuer Leitfaden in Nature Scientific Data erschienen
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Abteilung Science Policy und Internationalisation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen hat einen richtungsweisenden Praxisleitfaden in der renommierten Fachzeitschrift Scientific Data publiziert. Der Artikel mit dem Titel „How can biological databases support the new UN mechanism for benefit-sharing from digital sequence information?“ zeigt konkret auf, wie biologische Datenbanken den globalen UN-Mechanismus zur gerechten Aufteilung von Gewinnen aus digitalen Sequenzinformationen technisch & organisatorisch unterstützen können, ohne den freien wissenschaftlichen Datenaustausch einzuschränken Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Climate Oscillations Shape Nature’s Coral Refuges in a Warming Ocean
New study reveals that natural cooling of coral reefs is not constant – but depends on major tropical climate patterns. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue CRISPR-Methode macht die Proteinproduktion in Zellen steuerbar
TAPIR erhöht die Proteinproduktion gezielt – mit neuen Erkenntnissen zur Stammzellbiologie und zu krankheitsrelevanten Prozessen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Befragung von Pflege-Guides im Landesprogramm Vereinbarkeit Beruf & Pflege NRW
Die rund 1300 Pflege-Guides im nordrhein-westfälischen Landesprogramm Vereinbarkeit von Beruf & Pflege beraten in mehr 700 Unternehmen, die sich dem Landesprogramm bereits angeschlossen haben, Kolleginnen und Kollegen zu Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und privater Pflegeaufgabe. Ziel der Befragung, die 2025 durchgeführt wurde, war es, Strukturen und Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit und deren Wirkung zu ermitteln. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pilotanlage entnimmt Ammoniak aus Abwasser: Test im Neu-Ulmer Klärwerk Steinhäule
Ab August 2027 muss aufgrund einer EU-Richtlinie deutlich mehr Stickstoff und Phosphor aus kommunalen Abwässern entfernt werden. Forschende des Instituts für Chemieingenieurwesen der Universität Ulm haben deshalb in Kooperation mit dem Zweckverband Klärwerk Steinhäule ein Verfahren zur Entfernung von Ammonium entwickelt und eine Versuchsanlage aufgebaut. Der im Prozesswasser enthaltene Stickstoff soll künftig recycelt werden. Seit Kurzem wird das Verfahren vor Ort in der Neu-Ulmer Kläranlage getestet. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Erschöpfung, Schwindel, Gewichtsverlust – Warum Morbus Addison leicht übersehen wird
Morbus Addison ist selten, kommt häufig mit unspezifischen Symptomen daher und wird gerade deshalb oft nicht entdeckt: Auf 1 Million Menschen kommen etwa 126 Fälle. Bei der Autoimmunerkrankung bilden die Nebennieren zu wenig lebenswichtige Hormone. Besonders in Belastungssituationen kann das gefährlich werden und unbehandelt zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) machten auf ihrer gemeinsamen Online-Pressekonferenz in der vergangenen Woche auf das wenig bekannte Krankheitsbild aufmerksam. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Preventing the Long-Term Scars of Childhood Trauma
• Early life adversity, such as childhood trauma, abuse, or neglect, is one of the most powerful risk factors for developing psychiatric disorders later in life • Male mice exposed to early life adversity developed deficits in social behavior, manifesting as social subordination • Pharmacologically inhibiting the stress-modulating protein FKBP51 fully prevented these long-term social impairments – stressed mice receiving this treatment were indistinguishable from non-stressed controls • This establishes FKBP51 as a critical pharmacological target for reversing the lasting impact of early trauma on brain function Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wunsch und Wirklichkeit: Familienplanung weltweit unter Druck
Neue Umfrage zeigt: Junge Menschen können ihren Kinderwunsch nicht realisieren Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Langfristige Folgen von Kindheitstraumata verhindern
• Frühe Belastungen wie Kindheitstraumata, Misshandlung oder Vernachlässigung sind Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung psychischer Erkrankungen • Männliche Mäuse, die früh im Leben Belastungen ausgesetzt waren, wiesen Defizite im sozialen Verhalten auf, die sich unter anderem durch soziale Unterordnung zeigten • Die pharmakologische Hemmung des Proteins FKBP51 verhinderte diese sozialen Beeinträchtigungen vollständig – gestresste Mäuse, die diese Behandlung erhielten, unterschieden sich nicht von gesunden Kontrolltieren • FKBP51 ist ein vielversprechendes pharmakologisches Ziel, um dauerhafte Auswirkungen früher Traumata auf die Gehirnfunktion zu verhindern Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Schulessen als Schlüssel zu Gesundheit und Chancengleichheit
Wer in der Schule gut essen kann, lernt besser und bleibt gesünder. Das gilt besonders für Kinder, die zu Hause weniger Zugang zu ausgewogenen Mahlzeiten haben. Bremen hat 2018 ein Modellprojekt für gesundes Schulessen gestartet. Was daraus geworden ist, hat das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS untersucht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DDG: GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz darf nicht zum Versorgungs-Killer werden!
Vor der 2. Und 3. Lesung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes im Bundestag warnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) vor weitreichenden Folgen durch das Reformpaket für die über 9 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland. Ihre Versorgung darf nicht zum politischen Spielball werden – weder Praxen in ländlichen Regionen noch in Kliniken der Maximalversorgung. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Landwirtschaftsminister Alois Rainer zu Besuch beim Bundesinstitut für Risikobewertung
Bedeutung des BfR für sichere Lebensmittel und Produkte hervorgehoben Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neue Studie: Vom Unter- und Überschätzen des Klimaschutzverhaltens anderer
Eine neue Studie eines Forschungsteams der Universität Erfurt zeigt: Die weit verbreitete Annahme, Menschen würden unterschätzen, wie stark andere den Klimaschutz unterstützen, greift zu kurz. Stattdessen überschätzen Menschen teilweise sogar, wie viele andere tatsächlich für den Klimaschutz aktiv werden. Die Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Einer der familienfreundlichsten Arbeitgeber in Deutschland: Das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig
Leistungsstark mit Vereinbarkeit: berufundfamilie Service GmbH zeichnet die DSMZ für ihre Personalpolitik aus Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DANK: „Zuckersteuer nicht auf die lange Bank schieben.“
Die zweite und dritte Lesung sowie die Debatte im Deutschen Bundestag zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) in dieser Woche kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin des Wissenschaftsbündnisses Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG): Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft