How microbes curb methane emissions from groundwater

A team from the Max Planck Institute for Biogeochemistry and the University of Jena has shown in a recent study that microorganisms deplete more than half of the methane contained in groundwater before it can escape.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie Mikroben Methanemissionen aus Grundwasser eindämmen

Ein Team des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie und der Uni Jena zeigt in einer aktuellen Studie, dass Mikroorganismen mehr als die Hälfte des im Grundwasser enthaltenen Methans verbrauchen, bevor es entweichen kann.

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New link between peroxide and sulfide metabolism discovered – Success in peroxidase research at RPTU

Peroxidases are enzymes that break down hydrogen peroxide in organisms. Since their discovery in 1998, the electron source of „peroxiredoxin 6-type“ peroxidases for this reaction remained unclear. The research group of Professor Marcel Deponte at RPTU has now closed this knowledge gap. The researchers demonstrated in two model organisms – humans and malaria pathogens – that peroxiredoxin 6-type enzymes react rapidly with hydrosulfide, the anion of hydrogen sulfide. The study, funded by the German Research Foundation (DFG), was published in the journal „Advanced Science.“ The findings reveal a previously unknown connection between peroxide and sulfide metabolism.

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Neue Verbindung zwischen Peroxid- und Sulfidstoffwechsel entdeckt – Erfolg in der Peroxidase-Forschung an der RPTU

Peroxidasen bauen in Organismen Wasserstoffperoxid ab. Für Enzyme des „Peroxiredoxin 6-Typs“ war seit der Entdeckung im Jahr 1998 unklar, woher die Elektronen für diese Reaktion stammen. Die Arbeitsgruppe von Professor Marcel Deponte an der RPTU hat die Wissenslücke nun geschlossen. Die Forschenden zeigten an zwei Modellorganismen – Mensch und Malariaerreger –, dass Peroxiredoxin-6-Enzyme schnell mit Hydrogensulfid reagieren. Hydrogensulfid ist das Anion von Schwefelwasserstoff. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Studie ist im Fachmagazin „Advanced Science“ erschienen. Die Erkenntnisse stellen eine neue Verbindung zwischen Peroxid- und Sulfidstoffwechsel her.

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Intervallfasten, Low Carb oder Vegan bei Diabetes – was sagt die Wissenschaft?

Welche Ernährung ist die richtige bei Diabetes? Anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober haben sich Forschende des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) die wissenschaftlichen Fakten zu Ernährungstrends wie Intervallfasten, kohlenhydratreduzierter (Low-Carb) Diät und veganer Kost genauer angesehen. Sie erklären, welche Ernährungsweisen helfen können, Blutzucker und Gewicht zu verbessern – und wo Chancen und Risiken liegen

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Nanoplastics detected in animal cells – FBN study warns of possible consequences

Researchers at the Research Institute for Farm Animal Biology (FBN) in Dummerstorf and the University of Udine have detected the uptake of nanoplastics in farm animal cell cultures. The results provide evidence of potential risks to animal health, meat production and also human food safety.

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Nanoplastik in Tierzellen nachgewiesen – FBN-Studie warnt vor möglichen Folgen

Forschende am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf und der Universität Udine haben die Aufnahme von Nanoplastik in Nutztierzellkulturen nachgewiesen. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf mögliche Risiken für Tiergesundheit, Fleischerzeugung und auch für die Ernährungssicherheit des Menschen.

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Dancing proteins keep cells moving

Function and role of key factors in actin filament disassembly redefined by Max Planck researchers

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Tanzende Proteine halten Zellen in Bewegung

Funktion und Rolle von Schlüsselfaktoren beim Abbau von Aktinfilamenten von Max-Planck-Forschenden neu definiert

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Immunität von Pflanzen und Menschen: Was wir voneinander lernen können

RWTH-Professor Uwe Conrath hat in Nature Plants umfassend die gemeinsamen Mechanismen zwischen der systemischen Immunität von Pflanzen und der antrainierten Immunität des Menschen beleuchtet.

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Cochrane Review vor Infektsaison: Impfung gegen Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) schützt auch Senior*innen

Passend zur anstehenden Infekt-Saison geht ein jetzt veröffentlichter Cochrane Review der Frage nach: Sind Menschen über 60 Jahre nach einer Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) vor Infektionen der tiefen Atemwege geschützt – und falls ja, wie gut? Er zeigt: Die Impfung bietet jenen Menschen einen guten Schutz, deren Risiko für schwere Erkrankungsverläufe besonders hoch ist. Dazu gehören neben Senior*innen auch Säuglinge. Deren Risiko, schwer krank zu werden, sinkt dem neuen Review zufolge, wenn die Mutter während der Schwangerschaft gegen RSV geimpft wurde.

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Seit fast 40 Jahren vermisst: Meeresschnecke gilt seit heute als ausgestorben

Eine ehemals auf der Kapverdischen Insel São Vicente vorkommende Meeresschnecke gilt nun als offiziell ausgestorben. Dies gab die Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN (International Union for Conservation of Nature) heute bekannt. Seit der letzten Sichtung von Conus lugubris 1987 wurde kein Individuum mehr gefunden. Küstenbebauung und die Zerstörung ihres sensiblen Lebensraums führten zu dem Verschwinden der Kegelschnecke. Der Verlust der Art hat inzwischen zu wirkungsvollen Schutzmaßnahmen in Kap Verde geführt und neue Impulse für den Schutz mariner Wirbelloser weltweit gesetzt.

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Durchbruch: Spiegelbildliche Nanoporen eöffnen neue Wege für biomedizinische Anwendungen

„Unsere Simulationen lieferten das molekulare Bild, das notwendig war, um zu beweisen, dass diese spiegelbildlichen Poren exakte Gegenstücke ihrer natürlichen Analoga sind“, sagt Prof. Dr. Ulrich Kleinekathöfer, Professor für Physik an der Constructor University in Bremen und Mitautor einer neuen Studie in Nature Communications. „Dieses Verständnis war entscheidend, um die Experimente zu erklären, und wird künftig die Entwicklung verbesserter Porenvarianten leiten.“

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Breakthrough Mirror-Image Nanopores Open Door to New Biomedical Applications

“Our simulations provided the molecular-level picture needed to prove that these mirror-image pores are exact counterparts of their natural analogues,” says Prof. Dr. Ulrich Kleinekathöfer, Professor of Physics at Constructor University in Bremen and co-author of a new study in Nature Communications. “This understanding was essential to explain the experiments and will guide the design of improved pore variants in the future.”

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Immunschwäche nach Sepsis: Forschung von Elena Siakaeva ausgezeichnet

Warum erkranken Patient:innen nach Überstehen der ersten kritischen Phase einer Sepsis so häufig erneut an lebensbedrohlichen Infektionen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Forschung von Elena Siakaeva an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Essen. Ihre Arbeiten zeigen, dass die gestörte Immunabwehr nach einer Sepsis auf tiefgreifende Veränderungen im Knochenmark zurückgeht. Dort werden bestimmte Immunzellen neu gebildet, die das Immunsystem unterdrücken statt es zu aktivieren. Dieses Phänomen trägt zur gefährlichen Immunsuppression in Zusammenhang mit Sepsis bei.

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Wenn der Tumor sauer wird: saure Tumorumgebung fördert Überleben und Wachstum von Krebszelle

Tumoren sind kein komfortabler Lebensraum: Sauerstoffmangel, Nährstoffknappheit und die Anreicherung teils schädlicher Stoffwechselprodukte setzen Krebszellen ständig unter Stress. Ein Forschungsteam vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien hat nun entdeckt, dass vor allem der saure pH-Wert im Tumorgewebe – die sogenannte Azidose – entscheidend dafür ist, wie Bauchspeicheldrüsenkrebszellen ihren Energiestoffwechsel anpassen, um unter diesen widrigen Bedingungen zu überleben. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

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Science-Studie: Den Auswirkungen von Mutationen auf der Spur

Die Genome aller Organismen enthalten Mutationen, deren biologische Auswirkungen oft unbekannt sind. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben in Kooperation mit der Stanford University (USA) nun einen Weg gefunden, bei einem Hefepilz die Auswirkungen zahlreicher Mutationen vorherzusagen. Schlüssel war die detaillierte Analyse des Proteoms – also der Gesamtheit der Proteine einer Zelle. Das Forschungsteam sieht in der neuen Methode ein wertvolles Werkzeug, molekularbiologische Zusammenhänge besser zu verstehen – etwa vor dem Hintergrund zunehmender Resistenzen bei Mikroorganismen gegen medizinische Wirkstoffe. Die Studie ist im Fachmagazin Science* erschienen.

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Auf frischer Tat ertappt: Europas größte Fledermaus jagt und verzehrt Singvögel in der Luft

Seit 25 Jahren versucht ein internationales Forschungsteam ein seltenes Verhalten des Riesenabendseglers, Europas größter Fledermausart, zu dokumentieren. Nun zeigen Senderdaten erstmalig, dass diese Fledermäuse nicht nur kleine Vögel fressen – sie jagen und fangen sie mehr als einen Kilometer über dem Boden und verzehren sie, ohne zu landen. In einer am 9. Oktober 2025 in der Fachzeitschrift „SCIENCE“ veröffentlichten Studie analysierte das Team Daten von Riesenabendseglern, die in der biologischen Station Doñana in Spanien mit Mini-Biologgern markiert wurden, und rekonstruiert detailliert, wie die Fledermäuse die Jagd und die Mahlzeit in der Luft bewältigen.

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Wie Heilende Architektur entsteht

von Franziska Ritz

Coburger Symposium unter Leitung von Prof. Gemma Koppen führt die Debatte über Heilende Architektur an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis fort.

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Behandlung eines Patienten: Hirnschrittmacher hilft bei Stottern

Die tiefe Hirnstimulation, bei der bestimmte Hirnregionen durch eingepflanzte Elektroden angeregt werden, ist eine vielfach erprobte Methode zur Behandlung von Bewegungserkrankungen wie Morbus Parkinson. Forschende um Christian Kell von der Universitätsmedizin Frankfurt und Nils Warneke und Katrin Neumann vom Universitätsklinikum Münster haben jetzt erstmals mit dieser Methode das starke Stottern eines Menschen mit Entwicklungsstottern erfolgreich lindern können. Die Wissenschaftler*innen bereiten jetzt eine Studie vor, in der die Therapie an weiteren Menschen, die stark stottern, getestet werden soll.

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Patient Treatment Shows: Brain Pacemaker Helps with Stuttering

Deep brain stimulation, a method where specific brain regions are activated using implanted electrodes, is a well-established approach for treating movement disorders such as Parkinson’s disease. Researchers led by Christian Kell from Frankfurt University Medicine as well as Nils Warneke and Katrin Neumann from Münster University Hospital have now successfully alleviated severe stuttering in a person with developmental stuttering using this method for the first time. The researchers are now preparing a study to test the therapy on additional individuals who experience severe stuttering.

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Another step towards a cure: Vitamin A transporter reactivates latent HIV

Human immunodeficiency viruses (HIV) are insidious. They can evade the immune defence and antiviral drugs by becoming „latent“. In this state, they are largely invisible and unassailable. As long as these dormant viruses persist, there is no cure for HIV/AIDS. However, researchers at Ulm University Hospital have discovered a new way to reactivate latent HI viruses. This is made possible by the body’s own protein RBP4, a transporter for vitamin A – and provides a new starting point for HIV cure approaches.

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Global Wine Tourism Report 2025: Landmark international study unveils the current state of wine tourism worldwide

The newly published Global Wine Tourism Report 2025 marks a milestone for the global wine and tourism industries. With contributions from 1,310 wineries in 47 countries, it is the most comprehensive international analysis of wine tourism to date, reflecting the sector’s realities and future directions.
“The report offers a unique global voice for the wine sector. It helps us better understand consumer expectations and design innovative strategies,” said Professor Gergely Szolnoki of Hochschule Geisenheim University, who led the research team.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Clean air protects children from high blood pressure and elevated diabetes markers

Two new studies by the Leibniz Institute for Prevention Research and Epidemiology – BIPS in Bremen show for the first time that air quality directly influences blood pressure (pre-hypertension and hypertension) and important markers for diabetes risk in children and adolescents. These findings were made possible by the use of causal inference methods enabling to determine the effects of hypothetical interventions.

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Saubere Luft schützt Kinder vor hohem Blutdruck und erhöhten Diabetes-Markern

Zwei neue Studien des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen zeigen erstmals, dass die Luftqualität direkt den Blutdruck und wichtige Marker für das Diabetes-Risiko beeinflusst. Möglich wurde dieser Nachweis durch die Anwendung von Methoden der kausalen Inferenz, die es erlauben, die Effekte sogenannter hypothetischer Interventionen zu ermitteln.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft