Pilze nutzen „Startknopf“ für Eis aus Bakterien

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Konrad Meister vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung aus dem Arbeitskreis von Mischa Bonn hat eine neue Klasse von eiskristallbildenden Proteinen in niederen Pilzen identifiziert. Die Studie zeigt, dass Pilze der Familie Mortierellaceae einen genetischen Bauplan verwenden, der ursprünglich aus Bakterien stammt. Anders als Bakterien nutzen die Pilze das Gen jedoch, um wasserlösliche Proteine zu bilden. Diese strukturelle Anpassung erklärt die hohe Stabilität und Effizienz der Eisbildung durch die Pilze. Laut den Forschenden sind die Pilzproteine vielversprechend für Anwendungen im Bereich der Gefriertechnik.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

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