Schlagwort: Medizin
WHO aktualisiert Europäischen Kodex gegen Krebs: 14 Empfehlungen für wirksame Krebsprävention
Pünktlich zum Weltkrebstag liegt die aktualisierte, fünfte Auflage des Europäischen Kodex gegen Krebs in deutscher Sprache vor. Der Kodex wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO veröffentlicht und enthält 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können. Erstmalig beinhaltet der Kodex auch konkrete Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger. Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordern, dass Deutschland seine Präventionspolitik stärker an den Empfehlungen der WHO ausrichtet, um das Potenzial der Krebsprävention auszuschöpfen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Geplauder in der Sonne: Wie Erdmännchen ihre sozialen Bindungen stärken
Erdmännchen pflegen ihre sozialen Bindungen nicht nur durch Körperkontakt, sondern auch durch stimmliche Laute. Wie das geschieht, erforschte ein Team der Universität Konstanz und des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Klinische Studien sind ein Hürdenlauf – und entscheidend für den Fortschritt in der Krebsmedizin
gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) zum Weltkrebstag 2026 Neue Krebstherapien entstehen nicht im Labor allein. Sie müssen sich in klinischen Studien bewähren, bevor sie Patientinnen und Patienten zugutekommen. Anlässlich des Weltkrebstags macht das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gemeinsam mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) auf die zentrale Bedeutung klinischer Studien aufmerksam – und auf die zahlreichen Hürden, die ihren Weg in die klinische Anwendung bremsen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Deutsche Leberstiftung zum Weltkrebstag: Prävention und Früherkennung ist auch bei Lebertumoren von großer Bedeutung
Hannover, 30. Januar 2026 – Am 4. Februar 2026 findet der Weltkrebstag der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) zum 26. Mal statt. Der Weltkrebstag soll die Vorbeugung, Forschung und Behandlung von Krebs ins öffentliche Bewusstsein rücken und über Prävention sowie Früherkennung aufklären. Auch die Deutsche Leberstiftung beteiligt sich daran und fördert die Vermeidung und frühe Diagnose von Lebertumoren. Das aktuelle Motto lautet „Gemeinsam einzigartig“ (United by Unique). Es weist darauf hin, dass Krebspatienten zwar durch ihre Diagnose miteinander verbunden sind, darüber hinaus aber eine eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und eigene Bedürfnisse haben. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Fossil regurgitation reveals feeding behaviour of an early land predator
New research conducted by palaeontologists from the Museum für Naturkunde Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin and the CNRS (France) documents the earliest occurrence of a fossilised regurgitation produced by a strictly terrestrial predator from the early Permian Bromacker locality. Lead by MfN doctoral researcher Arnaud Rebillard, the international team identified the bone content preserved within the regurgitation and discovered remains belonging to three animals of different species and body sizes. This discovery provides the first direct insight into feeding behaviour and trophic interactions within a terrestrial ecosystem, dating back approximately 290 million years. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ausgewürgte Knochen erzählen von der Jagd vor 290 Millionen Jahren
Ein einzigartiger Fossilfund aus Thüringen liefert erstmals direkte Einblicke in das Fressverhalten früher Landräuber. Forschende des Museums für Naturkunde Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und des CNRS (Frankreich) haben an der berühmten Bromacker Fossillagerstätte einen versteinerten Magenauswurf entdeckt und analysiert. Die Ergebnisse wurden jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Dangerous fungal infections – Leibniz Institute DSMZ provides foundation for their investigation
German Leibniz Institute DSMZ makes WHO-listed fungi available to researchers worldwide Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Deutsche Schäferhunde: Flaschenhalseffekte prägen die Zucht
Eine Analyse historischer Genome zeigt, wie Populationseinbrüche während des Zweiten Weltkriegs und Inzucht die genetische Diversität des Deutschen Schäferhunds verringerten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Using AI to Retrace the Evolution of Genetic Control Elements in the Brain
Artificial intelligence allows tracing the evolution of genetic control elements in the developing mammalian cerebellum. An international research team led by biologists from Heidelberg University as well as the Vlaams Instituut voor Biotechnologie and KU Leuven (Belgium) has now developed advanced AI models that can predict the activity of these elements based solely on their DNA sequence. Using these models, the scientists were able to retrace the evolutionary changes in the control programs, also identifying those that are specific to the human lineage. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mit KI die Evolution genetischer Kontrollelemente im Gehirn nachverfolgen
Mithilfe Künstlicher Intelligenz ist es möglich, die Evolution genetischer Kontrollelemente in dem sich entwickelnden Kleinhirn von Säugetieren nachzuverfolgen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Biologinnen und Biologen der Universität Heidelberg sowie des Vlaams Instituut voor Biotechnologie und der KU Leuven (Belgien) hat dafür fortschrittliche KI-Modelle entwickelt. Sie sind in der Lage, die Aktivität dieser Elemente allein anhand ihrer DNA-Sequenz vorherzusagen. So konnten die Wissenschaftler die evolutionären Veränderungen in den Kontrollprogrammen nachvollziehen und dabei auch jene Elemente identifizieren, die spezifisch für die menschliche Entwicklungslinie sind. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Stoffwechsel zentrale Schaltstelle für ein gesundes Leben und natürliches Altern
Zellstoffwechsel kontrolliert über epigenetische Programme Alterung und Erkrankungen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Internationalisierung als Querschnittsaufgabe
Mit einer neuen Internationalisierungsstrategie stellt die Evangelische Hochschule Berlin ihre internationale Ausrichtung für die kommenden Jahre neu auf. Der Akademische Senat hat das strategische Papier für den Zeitraum 2025 bis 2028 beschlossen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Impfstoff-gefüllte Fetttröpfchen ihre Fracht entlassen
Wenn die Lipidnanopartikel bei Aufnahme in die Zelle in eine saure Umgebung gelangen, organisieren sie ihre Hülle grundlegend um, zeigt eine Studie der FAU. Impfstoffe und andere Medikamente werden oft in kleinen Fetttröpfchen verpackt. In dieser Form werden sie von den Zellen aufgenommen und entlassen erst dann ihre Fracht. Auslöser dafür ist ein veränderter pH-Wert in der Umgebung der Tröpfchen. Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben nun am Computer simuliert, was dabei genau passiert. Ihre Ergebnisse könnten dabei helfen, die Freisetzung der Wirkstoffe zu optimieren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Small“ veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
How uranium from mining enters the environment
For decades, families in communities around Johannesburg have been living close to huge gold mining waste dumps. For many residents the dust that is released there is just part of everyday life – but it can contain natural uranium compounds that come to the surface with the mined rock. A new study in the journal Environmental Geochemistry and Health (DOI: 10.1007/s10653-025-02874-2) reveals how this exposure is reflected in children’s hair. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Uran aus dem Bergbau in die Umwelt gelangt
Seit Jahrzehnten leben Familien in Gemeinden rund um Johannesburg in der Nähe riesiger Abraumhalden von Goldminen. Für viele Anwohner ist der dort freigesetzte Staub Teil des Alltags – doch er kann natürliche Uranverbindungen enthalten, die mit dem abgebauten Gestein an die Oberfläche gelangen. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Environmental Geochemistry and Health (DOI: 10.1007/s10653-025-02874-2) zeigt, wie sich diese Belastung im Haar von Kindern widerspiegelt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Mitochondrien als Schaltzentralen der Zellkommunikation
Strukturelle und funktionelle Eigenschaften von Mitochondrien prägen ihre Rolle als Signalorganellen – mit weitreichenden Konsequenzen für Immunantworten, Entzündungsprozesse und Erkrankungen. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze F. Winklhofer vom Institut für Biochemie und Pathobiochemie der Ruhr-Universität Bochum gibt einen Überblick über ihre vielfältigen Funktionen. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Molecular Cell vom 28. Januar 2026. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ein Protein, eine große Entscheidung: Wie Braunalgen wissen, wann sie sich fortpflanzen
Forscher entdecken einen unerwartet einfachen Mechanismus, der den Lebenszyklus von Algen steuert. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biologie haben eine bemerkenswert schlichte Strategie für die Entwicklungssteuerung bei Braunalgen entdeckt. Sie konnten zeigen, dass ein einziges ARGONAUTE-(AGO-) Protein den Übergang vom vegetativen Wachstum zur sexuellen Fortpflanzung orchestriert und die Keimbahn festlegt. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
One single protein, one big decision: how brown algae know when to reproduce
Researchers discover an unexpectedly simple mechanism that controls life cycle in algae. Scientists at the Max Planck Institute for Biology have discovered a remarkably streamlined strategy for developmental control in brown algae. They could show that a single ARGONAUTE (AGO) protein orchestrates the transition from vegetative growth to sexual reproduction and directs germline establishment. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Structure and function of proteasome storage granules elucidated
Cells organize their molecules in distinct functional areas. While textbooks usually refer to membrane-bound organelles such as mitochondria and cell nuclei, recent studies have also revealed organelles without membranes. These include stress granules and proteasome storage granules (PSGs). In the past, these membraneless organelles were only visible as “droplets” using a fluorescence microscope. Now, researchers from the Max Planck Institute of Biochemistry in Martinsried, University Medical Center Göttingen, and University of Toronto have defined the detailed structures of molecules in PSGs for the first time, using cryoelectron tomography. The results were published in the journal Cell. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Aufbau und Funktionsweise von Proteasom-Speichergranula entschlüsselt
Zellen organisieren ihre Moleküle in unterschiedlichen Funktionsbereichen. Während in Lehrbüchern oft von membrangebundenen Organellen wie Mitochondrien und Zellkernen die Rede ist, haben neuere Studien auch Organellen ohne Membranen beschrieben. Dazu gehören Stressgranula und Proteasom-Speichergranula (PSGs). In der Vergangenheit waren diese membranlosen Organellen unter einem Fluoreszenzmikroskop nur als „Tröpfchen” sichtbar. Nun haben Forschende des MPIs für Biochemie, des Universitätsklinikums Göttingen und der Universität Toronto erstmals die detaillierten Strukturen von Molekülen in PSGs mithilfe der Kryo-Elektronentomographie untersucht. Die Ergebnisse wurden in Cell veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Geochemical Research Reveals Dietary Variability in Modern Pastoralists
MPI-GEA researchers are part of a long-term collaborative ethnographic framework applying isotope analysis to human hair to study how pastoralist diets in eastern Africa adapt to rainfall variation in increasingly extreme 21st century conditions. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie physikalische Instabilitäten die Embryonalentwicklung beeinflussen: Neue Studie aus dem Exzellenzcluster PoL
Multizellularität ist eines der grundlegendsten Phänomene der Biologie. Sie beruht auf der Fähigkeit einer einzelnen Zelle, sich zu einem komplexen Organismus zu reorganisieren, und bildet die Grundlage für die Vielfalt des Tierreichs – von Insekten über Frösche bis hin zum Menschen. Doch wie gelingt es Zellen, ihre Individualität mit einer solchen Präzision zu etablieren und aufrechtzuerhalten? Wissenschaftler:innen aus der Arbeitsgruppe von Jan Brugués am Exzellenzcluster Physics of Life (PoL) der Technischen Universität Dresden haben grundlegende Mechanismen identifiziert, die diese Frage neu beleuchten. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pesticides Significantly Affect Soil Life and Biodiversity
Seventy percent of soils in Europe are contaminated with pesticides. A Europe-wide study co-led by researchers of the University of Zurich now shows that their effects on soil life are substantial, as pesticides suppress various beneficial soil organisms. To protect soil biodiversity, the findings should be taken into account in current pesticide regulations. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Bitter Taste Receptors at the Interface Between Nutrition, the Endocrine System, and Health
A bitter taste has always been considered a warning signal, devoted to protecting us from ingesting potentially harmful substances. But bitter taste receptors can apparently do much more than just evaluate the taste of food. A recent study by the Leibniz Institute for Food Systems Biology at the Technical University of Munich now shows that certain human bitter taste receptors also respond to steroid hormones. They could therefore play a previously underestimated role in physiological processes. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Preparedness for future pandemics: MERS vaccine candidate shows long-lasting immune response
A new study has shown for the first time that an experimental vaccine against Middle East Respiratory Syndrome (MERS) induces a stable and functional immune response in humans that persists for at least two years after a booster vaccination. The results mark an important step toward an effective MERS vaccine and strengthen the scientific basis for pandemic preparedness. The long-term clinical study was conducted by an international research team from the German Center for Infection Research (DZIF) and was funded by DZIF and the Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI). The findings were published recently in the journal Nature Communications….