Kategorie: Allgemein
Die Uhr zurückdrehen – die neue Ausgabe des „einblick“ ist erschienen
Wäre es nicht großartig, wenn man die biologische Uhr zurückdrehen könnte? Wenn sich Alterungsprozesse stoppen oder sogar rückgängig machen ließen? Wir stellen ein Forschungsteam vor, das die „epigenetische Uhr“ der Haut untersucht. An ihr lässt sich ablesen, wie sehr UV-Strahlung, der Lebensstil und andere Faktoren die Alterung der Hautzellen vorangetrieben haben. Die Forschenden suchen nach Wegen, diese molekulare Uhr auf ein jüngeres Alter zurückzustellen – und damit auch das Hautkrebsrisiko zu senken. Mehr dazu und viele weitere Themen finden Sie in der neuen Ausgabe des einblick. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Blasen verstärken die CO2-Aufnahme des Ozeans stärker als bislang angenommen
Der Ozean könnte deutlich mehr Kohlendioxid (CO2) aufgenommen haben als bisher berechnet. Eine neue Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Plymouth Marine Laboratory beweist, dass der Gasaustausch zwischen Luft und Meer nicht symmetrisch verläuft, sondern der globale Ozean rund 15 Prozent mehr CO2 bindet, als gängige Berechnungen nahelegen. Besonders in windreichen Regionen verstärken Luftblasen in brechenden Wellen die Aufnahme von CO2. Die Ergebnisse basieren auf umfangreichen direkten Messungen aus dem Ozean. Sie sind jetzt in dem Fachjournal Nature Communications veröffentlicht worden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Studie zeigt: Jüngere Generationen liegen beim Faktenwissen zu Organspende vorn
Jüngere wissen besser Bescheid: Beim Faktenwissen zur Organ- und Gewebespende liegt die Generation unter 35 vorn. Das zeigt der neu veröffentlichte Gesamtbericht zur Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Zudem zeigt die Studie: Viele Menschen haben beim Thema Hirntod Unsicherheiten. Vier Filme des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit räumen deshalb mit verbreiteten Irrtümern auf und erklären die medizinischen Grundlagen des Hirntods einfach und klar. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Winzige Archive: Stoffwechsel-Moleküle speichern Urzeitwelt
Ein internationales Team mit Senckenberg-Forschern hat eine neue Methode entwickelt um zu untersuchen, wie der Lebensraum urzeitlicher Tiere und Menschen aussah. Ihre jetzt im renommierten wissenschaftlichen Fachjournal „Nature“ veröffentlichte Studie unter Leitung von Prof. Timothy Bromage (New York University) zeigt, dass fossile Tierknochen und -zähne weit mehr Informationen bewahren als bislang angenommen. In den Hartgeweben bleiben kleinste Spuren von Stoffwechselprodukten über Jahrmillionen erhalten. Die Analyse dieser Moleküle – sogenannte Metaboliten – ermöglicht Rückschlüsse auf Ernährung, Klima und Landschaften an bedeutenden Fundstellen der frühen Menschheitsgeschichte in Afrika. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Online-Vortrag: „Growth Mindset: Wie wir persönlich wachsen – und was uns daran hindern kann“
Im Rahmen des Online-Vortrags mit dem Titel „Growth Mindset: Wie wir persönlich wachsen – und was uns daran hindern kann“ arbeiten die Psychologin Annica Paul-Poudevigne und Prof. Dr. Marcus Eckert, Professor für Psychologie, am 13. Januar 2026 um 18:00 Uhr gemeinsam die vielfältigen Faktoren heraus, welche die Bildung einer wachstumsorientierten Haltung günstig beeinflussen können. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Forschungsprojekt an der HfWU zur Torfminderung im Hobbygartenbau weiter gefördert
Das Verbundvorhaben HOT2, aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Modell- und Demonstrationsvorhaben „HOT – Hobbygartenbau ohne Torf“ wird weiter vom Bund gefördert. Das Projektkonsortium von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Fachhochschule Erfurt arbeitet ab Januar 2026 weiter an der Forschung zur Torfminderung im Hobbygartenbau. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Nikotin bleibt ein global bedeutsamer Herz-Kreislauf-Risikofaktor
Ein internationales Team führender Herz- und Gefäßexpert:innen, darunter Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Seniorprofessor an der Universitätsmedizin Mainz und Vorsitzender der Task Force Environment & Sustainability der European Society of Cardiology (ESC), Prof. Dr. Thomas F. Lüscher, Präsident der ESC, Prof. Dr. Filippo Crea, Chefredakteur des European Heart Journal, und Prof. Dr. Sanjay Rajagopalan von der Case Western Reserve University in Cleveland (USA), legt eine umfassende wissenschaftliche Analyse zur Rolle von Nikotin als Herz-Gefäß-Risikofaktor vor. Heute wurde sie im European Heart Journal veröffentlicht. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Individuelle Unterschiede im Erbgut machen manche Therapien wirkungslos
Das Genom unterscheidet sich von Mensch zu Mensch an Tausenden Positionen. In manchen Fällen hat das zur Folge, dass auch Proteine stellenweise einen anderen Baustein aufweisen. Das kann dazu führen, dass bestimmte antikörperbasierte Therapien nicht wirken, berichten Forschende der Universität Basel. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Patient-specific human liver model to understand disease mechanisms
Dresden research team develops human modular “LEGO-like” model that lays foundation for a new era in liver research. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Patientenspezifisches Modell der menschlichen Leber zur Erforschung von Krankheiten
Dresdner Forschungsteam entwickelt modulares „LEGO-ähnliches” Modell , das den Grundstein legt für eine neue Ära in der Erforschung der Leber. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Pilz verarbeitet Möhrenreste zu schmackhaftem Protein
Myzelien des Rosenseitlings als nachhaltige und hochwertige Proteinquelle – Studie von Forschenden der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Technischen Hochschule Mittelhessen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie „Hangover“ der Fruchtfliege beim Alkoholstress hilft
Studie zeigt, dass spezifische Schaltvorgänge im Erbgut die Alkoholtoleranz der Fruchtfliege bestimmen Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Flüsse: zu wenig Schutz im Schutzgebiet
Von Europas Naturschutzgebieten profitieren Flussökosysteme bislang nur begrenzt, zeigt eine neue Studie unter Leitung der Senckenberg-Forschenden Dr. James S. Sinclair und Prof. Dr. Peter Haase. Das internationale Forschungsteam untersuchte den Zustand von Flüssen an über 1.700 Stellen in zehn europäischen Ländern über einen Zeitraum von fast vier Jahrzehnten. Das Ergebnis: Bestehende Schutzgebiete brachten auch über Jahrzehnte hinweg nur in wenigen Fällen messbare Verbesserungen. Um Flüsse nachhaltig zu schützen, sollten Schutzkonzepte ganzheitlicher gedacht werden und Land- wie Gewässerlebensräume gleichermaßen berücksichtigen, so die Forschenden. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Wie Menschen Tiere sehen: Sie denken und fühlen – aber nicht wie wir
Haben Tiere Gedanken und Gefühle? Von der Beantwortung dieser Frage hängt nicht zuletzt ab, wie empathisch und rücksichtsvoll Menschen mit Tieren umgehen. Ein internationales Team unter der Leitung Leipziger Forschender hat nun herausgefunden, dass sich Menschen aus verschiedenen kulturellen Kontexten in dieser Frage überraschend einig sind: Viele Erwachsene und Kinder nehmen zwar an, dass Tiere grundsätzlich denken und fühlen können, sie schreiben ihnen aber keine menschenähnlichen Gedanken zu. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Synapsen bei der Arbeit zusehen
Der Moment, in dem eine Nervenzelle ihre Neurotransmitter in den synaptischen Spalt ausschüttet, ist extrem kurz. Forschenden der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max Delbrück Center ist es gelungen, ihn mikroskopisch einzufangen. Die Aufnahmen der fusionierenden Vesikel zeigen sie jetzt im Fachblatt Nature Communications*. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
An Enzyme Neutralizes Pathogens by Cleaving a Bacterial Toxin
Researchers at Leibniz-HKI discover enzyme that neutralizes the virulence factor malleicyprol in human pathogenic bacteria A research team at Leibniz-HKI describes a new enzyme in the journal Angewandte Chemie International Edition that renders the highly toxic molecule malleicyprol harmless. Malleicyprol is considered an important virulence factor of Burkholderia bacteria, which cause, among other things, the dangerous tropical disease melioidosis. The discovery opens up new avenues for strategies against antibiotic-resistant pathogens. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Ein Enzym neutralisiert Krankheitserreger durch Toxinspaltung
Forschende des Leibniz-HKI entdecken Enzym, das den Virulenzfaktor Malleicyprol bei humanpathogenen Bakterien entschärft Ein Forschungsteam des Leibniz-HKI beschreibt in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie International Edition ein neues Enzym, das das hochgiftige Molekül Malleicyprol unschädlich macht. Malleicyprol gilt als ein wichtiger Virulenzfaktor von Burkholderia-Bakterien, die unter anderem die gefährliche Tropenkrankheit Melioidose auslösen. Die Entdeckung eröffnet neue Wege für Strategien gegen antibiotikaresistente Erreger. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Essen ganz transparent gemacht – Bundeslebensmittelschlüssel ist jetzt lizenzfrei
Welche Vitamine stecken in Äpfeln? Welcher Fisch enthält am meisten Jod? Über wie viel Ballaststoffe verfügen Erbsen im Vergleich zu Linsen? Wer ganz genau wissen will, was in Lebensmitteln steckt, kann den Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) zu Rate ziehen. Die jüngst umfassend überarbeitete Datenbank enthält die durchschnittlichen Nährstoffdaten und Energiegehalte von mehr als 7.000 Lebensmitteln und Gerichten. Der BLS wird vom Max Rubner-Institut (MRI) zur Verfügung gestellt und regelmäßig aktualisiert. Ab sofort kann der BLS kostenlos genutzt werden. Die bisherige Lizenzgebühr entfällt komplett. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Stress hormone helps repair the brain – New mechanism protecting nerve cells
• Injuries to the brain of laboratory mice activate oligodendrocyte progenitor cells (OPCs), which are responsible for forming the myelin sheath. • Activated OPCs produce the stress hormone corticotropin-releasing hormone (CRH), which plays a crucial role in the wound healing process. • CRH receptor 1 influences the myelination of the brain, which has long-term consequences on brain structure. • Stress in early development could activate the CRH system in OPCs and thus play a role in psychiatric disorders such as depression. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Stresshormon hilft, Gehirn zu reparieren – Neuer Mechanismus zum Schutz von Nervenzellen
• Bei Verletzungen im Gehirn von Labor-Mäusen werden Vorläuferzellen von Oligodendrozyten (OPCs) aktiviert, die für die Bildung der Myelinscheide verantwortlich sind. • Aktivierte OPCs produzieren das Stresshormon Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH), das eine entscheidende Rolle im Prozess der Wundheilung spielt. • Der CRH-Rezeptor 1 beeinflusst die Myelinisierung des Gehirns, was langfristige Auswirkungen auf die Gehirnstruktur hat. • Stress in der frühen Entwicklung könnte das CRH-System in OPCs aktivieren und somit eine Rolle bei psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen spielen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Neues Angebot stärkt Kommunen bei der Suchtprävention
VORTIV – Vor Ort Aktiv“, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. für kommunale Suchtprävention, bietet Kommunen ab sofort umfangreiche Unterstützung bei der suchtpräventiven Netzwerkarbeit an. Im Mittelpunkt steht die neue Online-Schulung auf der Lernplattform https://vortiv.gesundheit-gestalten.de. Das Angebot richtet sich an Akteure der kommunalen Suchtprävention und fördert den Aufbau neuer und die Weiterentwicklung bestehender Netzwerke. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Das „mitdenkende“ Mikroskop im Einsatz
Hochsensibles Gerät mit vollautomatisierter Funktionsweise Die Lichtmikroskopie ist zwar das älteste Verfahren zum Nachweis und zum Studium von Bakterien und anderen Mikroorganismen, aber immer noch gut für Innovationen. Die Forschungsgruppe „Translationale Klinische Mikrobiologie“ am Friedrich Loeffler-Institut für Medizinische Mikrobiologie an der Universitätsmedizin Greifswald arbeitet mit einem hochmodernen EU-geförderten Mikroskop an der Beschleunigung und Optimierung diagnostischer Prozesse. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
DGIM: Warum Bewegung gerade jetzt wichtig ist – und wann der Körper eine Sportpause braucht
Studien zeigen, dass die körperliche Aktivität vieler Menschen im Winter deutlich zurückgeht. Dabei sind Spaziergänge, Radfahren und moderates Joggen essenziell, um Kreislauf und Immunsystem zu stärken. Wer gesund durch die Erkältungszeit kommen möchte, sollte daher gerade auch im Winter auf körperliche Aktivität und eine gesunde Lebensweise achten, rät die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM). Gleichzeitig ist ein umsichtiger Umgang mit Beschwerden wichtig: Bei Fieber oder deutlichem Krankheitsgefühl braucht der Körper eine Sportpause, sonst drohen im schlimmsten Fall Spätfolgen wie Herzmuskelentzündungen. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
Leitlinien digitalisieren & besser in die Versorgung integrieren
Berlin, 16. Dezember 2025 · Vertrauenswürdige Leitlinien stellen wichtige Entscheidungshilfen in der medizinischen Versorgung dar. Sie zu erstellen, ist jedoch aufwändig und in der Praxis kommen sie oft nicht an. In diesem Zusammenhang adressierte die 35. Leitlinienkonferenz der AWMF zwei Themen: Mitdenken der Versorgungsrealität für einen besseren Wissenstransfer Und Digitalisierung von Leitlinien mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI). Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft
NCT/UCC Dresden: Ten years of cutting-edge research for better cancer therapies and individualized patient care
The National Center for Tumor Diseases (NCT/UCC) Dresden has been combining scientific innovation and modern patient care under one roof for the last ten years. Experts from the fields of medicine, research and technology cooperate closely to significantly improve the diagnosis and treatment of cancer. Thanks to strong ties with the University Cancer Center (UCC), founded in 2003, and the interplay of clinical expertise, high-tech infrastructure and interdisciplinary research, NCT/UCC represents a center in Dresden that has set high standards throughout Germany. Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft