Nach Schlaganfall: Mehr neue Nervenzellen, aber gestörte Funktion im Hippocampus

Die Reifung von Nervenzellen im Hippocampus, die sich nach einem Schlaganfall verstärkt aus Vorläuferzellen bilden, läuft beschleunigt ab und ihre Verknüpfung ist fehlerhaft. Das ist das Ergebnis einer jetzt im Journal of Neuroscience veröffentlichten Studie von Neurologen des Universitätsklinikums Jena. Das könnte eine Erklärung für eine beeinträchtigte Gedächtnisfunktion und die Neigung von epileptischen Anfällen bei Schlaganfallpatienten sein, auch wenn diese Gehirnregion nicht unmittelbar von der Durchblutungsstörung betroffen ist. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Menschliche Blutzellen lassen sich direkt zu neuralen Stammzellen umprogrammieren

Wichtiger Schritt für die regenerative Therapie:
Menschliche Blutzellen lassen sich direkt zu neuralen Stammzellen umprogrammieren

Wissenschaftlern vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Stammzellinstitut HI-STEM* in Heidelberg ist es erstmals gelungen, auf direktem Wege menschliche Blutzellen zu einem bisher unbekannten Typ von neuralen Stammzellen umzuprogrammieren. Diese induzierten Stammzellen gleichen jenen, die während der frühen Embryonalentwicklung des zentralen Nervensystems vorkommen. Sie lassen sich in der Kulturschale unbegrenzt vermehren und modifizieren und können eine wichtige Grundlage für die Entwicklung regenerativer Therapien darstellen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Bakterien setzen auf klassisches Geschäftsmodell

Bei der Besiedlung seines Wirtes fährt der Erreger der Lungenentzündung Pseudomonas aeruginosa eine doppelspurige Strategie. Er bildet zwei verschiedene Zellen – bewegliche Schwärmer und virulente Siedler. Forscher am Biozentrum der Universität Basel haben nun aufgeklärt, wie der Keim sich innert Sekunden an Gewebe festsetzen und sich gleichzeitig verbreiten kann. Ganz nach dem Geschäftsmodell: Niederlassen – Wachsen – Expandieren. Die Studie ist in «Cell Host & Microbe» erschienen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Lichtgespeiste Kraftpakete

Effizientere Solarzellen ahmen Photosynthese nach (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Erhellende Einblicke in die „Dunkelkammer Zelle“

Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert hochmodernes Lichtmikroskop am Institut für Angewandte Optik der Universität Jena (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Konfetti im Kopf – Warum wir im Alter schlechter riechen

Mit zunehmendem Alter lässt bei Säugetieren das Riechvermögen nach. Warum das so ist, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam vom Helmholtz Zentrum München und der Universitätsmedizin Mainz im Fachjournal ‚Cell Reports‘ untersucht. Für die Analyse verfolgten die Forscherinnen und Forscher die Stammzellentwicklung im Gehirn von Mäusen mit sogenannten Konfetti-Reportern und werteten die umfangreichen Daten anschließend mit intelligenten Algorithmen aus. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

Wissenschaftlern der Universität Ulm ist es erstmals gelungen, mit Hilfe eines speziell entwickelten Fluoreszenzmikroskops „live“ in der Zelle zu verfolgen, wie der Transkriptionsprozess während der Embryonalentwicklung erstmals in Gang gebracht und damit das Genom aktiviert wird. Sie fanden dabei heraus, dass das Volumen des Zellkerns eine Schlüsselrolle spielt, das sich im Zuge der ersten Zellteilungen immer weiter verkleinert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Cohesin treibt die Alterung von Blutstammzellen voran

Altert ein Organismus nehmen Entzündungen zu und die Stammzellfunktion ab. Das Zusammenspiel beider Prozesse ist bisher nur unvollständig verstanden. Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) haben eine neue Rolle von Cohesin bei der Vermittlung entzündlicher Signale in Blutstammzellen entdeckt. Bei chronischer Entzündung im Alter wird die Funktion und Selbsterneuerung von Blutstammzellen durch eine chronische Aktivierung Cohesin-vermittelter Entzündungssignale gestört. In Folge wachsen abnormale Blutstammzellen mit geringem Cohesin-Gehalt und gestörter Differenzierung im Alter heraus. Die neuen Ergebnisse könnten Hauptmerkmale der Alterung des blutbildenden Systems erklären (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Dreidimensionaler Herzmuskel aus Hautzellen gezüchtet

Einem Team aus Forschern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist es gelungen, aus Hautzellen schlagendes menschliches Herzmuskelgewebe der Vorhöfe zu züchten. Die in Stem Cell Reports veröffentlichte Studie könnte zu einer personalisierten Behandlung von Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern führen und Tierversuche verringern. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie Ballaststoffe und Darmbakterien den Herz-Kreislauf schützen

Die Fettsäure Propionsäure schützt vor den Folgen von Bluthochdruck wie Atherosklerose oder Gewebeumbau des Herzens, zeigt eine Studie an Mäusen. Darmbakterien stellen die Substanz aus natürlichen Ballaststoffen her. Sie beruhigt jene Immunzellen, die den Blutdruck in die Höhe treiben. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Tödliche Kombination: Medikamenten-Cocktail dreht Krebszellen den Saft ab

Zusammen mit einem Blutdrucksenker hemmt ein häufig verwendetes Diabetes-Medikament gezielt das Krebswachstum – dies haben Forschende am Biozentrum der Universität Basel vor zwei Jahren entdeckt. In einer Folgestudie, die kürzlich in «Cell Reports» veröffentlicht wurde, berichten die Wissenschaftler nun, dass dieser Medikamenten-Cocktail die Energieversorgung von Krebszellen kappt und sie dadurch abtötet. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie sich Hautzellen vor Stress schützen

Zellbiologen der WWU entwickeln neues Verfahren, um die Verarbeitung mechanischer Kräfte in Hautzellen zu messen. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Nature Communication“ erschienen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Pflanzen-Spermien: Die Evolution begann mit einer einzigen molekularen Veränderung

Forschungsergebnisse könnten langfristig die Welternährung sichern

Wie neue Zell-Typen entstehen, bleibt eine große Frage in der Biologie. Bei vielzelligen Organismen läuft die Reproduktion im Allgemeinen über kleine, bewegliche Spermien, die die großen unbeweglichen Eizellen befruchten. Die stark variierende Morphologie der Spermien wirft jedoch die Frage auf, ob dieser Zelltyp aus einem einzigen gemeinsamen Vorfahren entstanden ist, oder ob die Identität der Spermien durch mehrere Ereignisse in verschiedenen Gruppen von Organismen definiert wurde. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Prostatakrebs: Neues Computermodell erlaubt Prognose des Krankheitsverlaufs

Wie wird eine gesunde Zelle zu einem Tumor? Um diese Frage zu beantworten, hat ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammen mit internationalen Arbeitsgruppen fast 300 Prostatatumoren untersucht. Die Ergebnisse beschreiben, wie sich die Erbinformation einer Prostatazelle auf dem Weg zur Entartung verändert. Mithilfe eines neu entwickelten Computermodells lässt sich nun berechnen, wie die Krankheit voraussichtlich verlaufen wird. Das soll maßgeschneiderte Therapien ermöglichen. Veröffentlicht wurde die Studie gestern in der Fachzeitschrift Cancer Cell*. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Krankheitsverlauf bei Neuroblastomen: Telomere sind entscheidend

Bestimmte Elemente („Telomere“) im Erbgut erkennen das Alter einer Zelle und sorgen dafür, dass sich Körperzellen nur dann teilen, wenn es nötig ist. Fällt dieser Mechanismus aus, können Zellen „unsterblich“ werden. Fatal ist dies bei Krebszellen, die Telomere unbeschränkt stabilisieren können. Die molekularen Ursachen hierfür untersuchten jetzt Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit Kollegen aus Köln, Heidelberg und Berlin bei jungen Patienten mit Neuroblastomtumoren. Ihre Ergebnisse stehen in der aktuellen Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins Science. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neue Sicht auf Protein-RNA Netzwerke

Um ihre lebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen, benötigen alle RNA-Moleküle in unseren Zellen Proteine als Bindungspartner. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kollegen vom Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) haben erstmals eine Methode entwickelt, mit der sie die Zusammensetzung des gesamten RNA-Protein Netzwerks der Zelle analysieren können. Die neue Methode wurde nun in der Fachzeitschrift „Cell“ publiziert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Jünger und gesünder dank Ausdauersport: Laufschuhe statt Laptop zu Weihnachten

Regelmäßiger Ausdauersport hält fit sowie den Geist und Körper jung.

Wer seine Ausdauer trainiert, hat schon gewonnen. Eine Jungbrunnenkur für die Zelle, wie sich beim Blick ins Erbgut zeigt. Etwas anderes ist das beim Kraftsport.

(Mehr in: Medizin & Ernährung – FAZ.NET)

Pflanzenzellen erben das Wissen, wo oben und unten ist, von der Mutterzelle

Bei der Zellteilung gibt die Mutterzelle Polaritätsinformation an die Tochterzellen weiter – Studie erschienen in Nature Plants (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Schalter für die Regeneration von Nervenzell-Isolierschicht entdeckt

Ein internationales Forscherteam hat einen Mechanismus entdeckt, der die Regeneration der Isolierschicht von Nervenzellfortsätzen steuert. Diese Isolierung, auch Myelinscheide genannt, ist entscheidend für eine schnelle Signalübertragung zwischen den Zellen. Schäden an der Myelinscheide, wie sie bei Multipler Sklerose vorkommen, können die Funktion des Nervensystems stark beeinträchtigen. In der Zeitschrift „Glia“ beschreibt das Team um Dr. Annika Ulc, Dr. Simon van Leeuwen und Prof. Dr. Andreas Faissner von der Ruhr-Universität Bochum, die Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen aus Edinburgh, Münster und Hannover. Der Artikel wurde online am 18. November 2018 veröffentlicht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Medizinische Zellkernarchitektur-Diagnose in Reichweite

Ein neues Verfahren, das die Untersuchung des dreidimensionalen Aufbaus von Krebsgenomen ermöglicht, könnte zur Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien beitragen.

Forscher des münsterschen Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin und der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster haben ein Verfahren entwickelt, das die Charakterisierung des dreidimensionalen Aufbaus der DNA im Zellkern direkt in Zellen von Patienten erlaubt. Die Forschungen, veröffentlicht in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications vom 29. November 2018, werden zunächst Krankheitsdiagnosen und in der Zukunft auch therapeutische Eingriffe erleichtern. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Nächster Schritt für Zellersatztherapie bei Typ-1-Diabetes

Wissenschaftler haben die Signale identifiziert, die die Entwicklung unreifer Bauchspeicheldrüsenzellen bestimmen. Die im Fachmagazin ‚Nature‘ publizierten Ergebnisse können den Weg ebnen, um aus Stammzellen Insulin produzierende Bauchspeicheldrüsenzellen herzustellen – ein wichtiger Ansatz zur Zellersatztherapie bei Typ-1-Diabetes. Geleitet wurde die Studie von Prof. Dr. Henrik Semb, der sich kürzlich dem Helmholtz Zentrum München angeschlossen hat. Im Video erklärt er die Hintergründe der Arbeit: https://vimeo.com/303012751 (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Hoffnung auf besseren Erfolg bei Stammzelltherapie gegen Leukämie

Die Transplantation von Stammzellen ist eine wirksame Therapie gegen Leukämie. Doch in vielen Fällen greifen die Spenderzellen das Gewebe des Empfängers an – oft mit tödlichem Ausgang. Forschende der Universität Zürich haben nun einen Botenstoff identifiziert, der dabei eine Schlüsselrolle spielt. Die Blockierung dieses Botenstoffs könnte die Überlebenschancen signifikant verbessern. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Den Tumor schachmatt setzen

Das Schachspiel und Krebsforschung haben eine Sache gemeinsam: Man muss strategisch vorgehen, um den Gegner zu besiegen. Genauso handhaben es auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des MDC. Sie wollen Krebszellen, die der Chemotherapie entgehen würden, gezielt aggressiv machen – und dann in eine Falle locken. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)