Gentherapie macht taube Mäuse hörend

Hörverlust kann bislang nur mit Prothesen, wie Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten, behandelt werden. Eine neuartige Gentherapie könnte dies in bestimmten Fällen in der Zukunft überflüssig machen. Göttinger Forschern gelang es, bei tauben Mäusen ein fehlendes Gen mittels Viren in das Innenohr zu schleusen und damit das Hören wiederherzustellen. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift „EMBO Molecular Medicine“.

Quell: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue Impf-Strategie gegen Epstein-Barr-Viren

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist weit verbreitet, und meist bleibt die Infektion ohne Folgen. Doch das Virus kann auch schwer krank machen. Einen wirksamen Impfschutz gibt es bislang nicht, da der Erreger schwer zu fassen ist. Jetzt haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg eine neue Strategie für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen EBV entwickelt, der das Immunsystem zeitgleich auf verschiedene Stadien des Erregers vorbereitet. Die Forscher sind davon überzeugt, damit einen entscheidenden Fortschritt bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen EBV erreicht zu haben. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Stoffwechsel-Innovation in der Evolution von E. coli entstand durch eine einzige Genübertragung

Bioinformatik: Veröffentlichung in PNAS

19.12.2018 – Das Bakterium E. coli weist zwischen verschiedenen Stämmen eine große genetische Bandbreite auf, die durch Gentransfer mittels Viren zustande kommt. Dr. Tin Yau Pang und Prof. Dr. Martin Lercher von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) identifizierten anhand spezifischer Stoffwechselgene die Umgebungen, in denen verschiedene E. coli-Varianten und ihre Vorfahren leben können. In der aktuellen Ausgabe von PNAS berichten sie, wie sie daraus über 3.000 Stoffwechsel-Innovationen abgelesen haben. Jede einzelne Innovation kam durch die Übertragung eines einzigen, kleinen Genomabschnitts von einem anderen E. coli-Stamm zustande. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Einheitliche Qualitätsstandards für die Virenforschung

Internationales Konsortium stellt Richtlinien und Praxisempfehlungen für die Erforschung neuer Viren auf

Mikroorganismen in auf und um unseren Planeten wird nachgesagt in ihrer Zahl die Anzahl der Sterne in der Milchstraße zu übersteigen. Die Gesamtanzahl der Viren ist jedoch um ein Vielfaches höher. Zahlreiche Arten sind derzeit noch unbekannt und der Forschung nicht zugänglich. Die Anzahl derartiger Datensätze verdreifacht sich jedes Jahr. Ein internationales Forschungsteam um den Mikrobiologen Thomas Rattei von der Universität Wien hat nun neue Standards zur Einordnung der Forschungsdaten definiert. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im Fachjournal Nature Biotechnology. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Pflanzenviren-Forschung im Kampf gegen den Hunger in Afrika

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen wird in der Cassava-Pflanzenvirenforschung durch die Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Individualisierte Therapie soll Lebensqualität von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren verbessern

Patienten mit bösartigen Tumoren im Mund- und Rachenraum leiden trotz erfolgreicher Behandlung oft ein Leben lang unter schweren Nebenwirkungen. Ärzte am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und am NCT Heidelberg wollen nun in einer klinischen Studie prüfen, ob sich durch eine individualisierte Strahlentherapie die negativen Folgen der Therapie reduzieren lassen. Am Universitätsklinikum Dresden hat nun die erste Patientin ihre Behandlung im Rahmen der Studie begonnen. Sie leidet an einer speziellen Tumorart, die durch humane Papillomviren verursacht wird. Auch an acht weiteren Universitätsklinika in Deutschland können Patienten an der Studie teilnehmen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neue Daten zu Prävention und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen durch Kinder und Jugendliche

Hat sich die Zahnputzhäufigkeit bei Kindern und Jugendlichen verbessert? In welchem Alter wird Ergotherapie am häufigsten in Anspruch genommen? Wie viele Mädchen sind gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft? Welchen Einfluss hat der Sozialstatus auf die Nutzung medizinischer Leistungen? Zur Prävention und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen hat das Robert Koch-Institut (RKI) im Journal of Health Monitoring neue und umfassende Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2) veröffentlicht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neue Ansätze für Impfungen gegen Hepatitis C-Viren

Seit einigen Jahren können Infektionen mit dem Hepatitis C-Virus gut behandelt und die Betroffenen mit modernen Medikamenten geheilt werden. Dennoch suchen Forschende nach einem Impfstoff gegen das Virus, das sich auf unsere Leber spezialisiert hat, chronische Infektionen verursacht und nach wie vor der häufigste Grund für Lebertransplantationen ist. Die Gründe für die Suche nach einem Impfstoff sind schnell genannt: Die Medikamente sind sehr kostspielig und längst nicht allen Infizierten zugänglich. Zudem schützt die Behandlung nicht vor einer Neuinfektion. Im Journal of Hepatology stellten Forschende des TWINCORE kürzlich neue Ansätze für einen Impfstoff gegen das Virus vor. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die Viren-Detektive: Geheimnis des „Bachforellen-Sterbens“ gelüftet

Jeden Sommer gehen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz massenhaft Bachforellen zugrunde. Einem interdisziplinären Team der Technischen Universität München (TUM) ist es jetzt gelungen, das mysteriöse Fischsterben aufzuklären: Das „Bachforellen-Sterben“ wird durch ein bisher unbekanntes Virus ausgelöst. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Countdown für die Urologische Themenwoche zur HPV-Impfung für Jungen

Krebs und Genitalwarzen verhindern

Noch drei Tage bis zum Start: Vom 19. bis 23. November informieren die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BvDU) in einer bundesweiten Urologischen Themenwoche über die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV). (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Vorsicht, geschmacklos! Viren und antibiotikaresistente Bakterien in Lebensmitteln

Zwei BfR-Symposien stellen aktuelle Forschungen zu Lebensmittel-assoziierten Viren sowie Antibiotikaresistenzen in der Lebensmittelkette vor (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

4. BfR-Symposium Lebensmittelassoziierte Viren

Das 4. BfR-Symposium „Lebensmittelassoziierte Viren“ soll einen Austausch über Aspekte wie die aktuelle epidemiologische Situation einzelner Virusinfektionen, neuartige Nachweismethoden für Viren in Lebensmitteln oder Möglichkeiten für eine verbesserte Hygiene ermöglichen. (Mehr in: Veranstaltungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung: Ältere Menschen besonders gefährdet

Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker, Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses Krefeld. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Bakterien verhindern die Bekämpfung einer Virusinfektion

Warum eine Doppel-Infektion mit Bakterien und Viren oft besonders aggressiv ist, haben Forscher des Universitätsklinikums Freiburg jetzt entschlüsselt / Publikation im Fachmagazin Nature Communications (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Ebola, Nipah und ???: Plug and Play für schnelle Gewinnung schützender Antikörper

Epidemien mit gefährlichen Viren wie dem Ebolavirus können jederzeit auftreten. Ein Ansatz, um Menschen zu retten und die Zahl der Opfer so gering wie möglich zu halten, ist die Gabe schützender Antikörper gegen den Erreger. Wie können sie schnell in großer Menge produziert werden? Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben mit Wissenschaftlern im DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung) gezeigt, dass adjuvantierte virusartige Partikel (VLPs) als Plug-and-Play-System genutzt werden könnten, um schnell funktionale Antikörper im Tier zu erzeugen, die für eine Behandlung infizierter Personen nutzbar wären. Darüber berichtet npj Vaccines in seiner Online-Ausgabe vom05.10.2018 (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neuer Ansatz für die Behandlung von Virus-Enzephaliden

Unser Gehirn ist einer der am besten geschützten Bereiche unseres Körpers. Die Blut-Hirn-Schranke sorgt dafür, dass nur ausgewählte Stoffe aus dem Blut in das zentrale Nervensystem übergehen können und schirmt unser Gehirn vor Krankheitserregern, Gift- und Botenstoffen ab. Eine Lücke in dem Sicherheitssystem ist unser Geruchssinn. Gelingt es Viren, diese Schranke zu überwinden, entzündet sich das Gehirn: eine lebensbedrohliche Enzephalitis kann entstehen. Forschende des TWINCORE haben nun eine spezielle Immunantwort des Gehirns entschlüsselt, die auf gänzlich anderen Mechanismen beruht, als die übliche Erregerabwehr. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt im Journal Cell Reports. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie Vampirfledermäuse die Virusforschung unterstützen

Neues Forschungsprojekt zu Viruspersistenz

Ein neues Forschungsprojekt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, wie und unter welchen Bedingungen Viren im Organismus überdauern und sogar neue Infektionen auslösen können. Dafür erforschen die Wissenschaftler die Mechanismen der Wirt-Virus-Beziehung bei Vampirfledermäusen, die mit einem neuartigen Morbillivirus infiziert sind, ein mit dem Masernvirus verwandter Erreger. Das Vorhaben wird für drei Jahre vom Human Frontier Science Program mit rund 900.000 Euro gefördert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die Macht der Viren – Feinde, Weggefährten und Nützlinge

Vortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich im Mercedes-Benz Museum

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Dialog im Museum“ statt.
27. September 2018 um 19 Uhr
im Mercedes-Benz Museum, Großer Saal
Mercedesstraße 100, 70372 Stuttgart (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Zika und Gelbfieber: Impfstoffe ohne Ei

Einige Flaviviren lassen sich künftig hoch konzentriert in Bioreaktoren vermehren

Die Versorgung mit einigen lebenswichtigen Impfstoffen könnte in Zukunft sicherer werden. Ein Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg entwickelt Methoden, mit denen sich Viren für Impfstoffe in deutlich höherer Konzentration vermehren lassen als bislang. Die Forscher produzieren die Krankheitserreger dabei in Zellkulturen in kleinen Bioreaktoren. Derzeit werden für die Herstellung von Impfstoffen jährlich noch etwa eine halbe Milliarde Hühnereier benötigt, was einige Probleme mit sich bringt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Aus dem Labor direkt zum Patienten: Translationale Grundlagenforschung bei der Virushepatitis

Viren sind weltweit eine der Hauptursachen für akute und insbesondere chronische Lebererkrankungen: Etwa 300 Millionen Menschen leiden darunter. Durch den Erfolg der translationalen, also interdisziplinären medizinischen Forschung können Hepatitis C-Patienten geheilt werden. Für einen globale Ausrottung der Krankheit fehlt jedoch noch ein effektiver Impfstoff. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Langzeitschäden durch Zikaviren

Klinisch unauffällige Nachkommen infizierter Mütter können unter Spätfolgen leiden. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

FLI stellt erstmals West-Nil-Virus-Infektion bei einem Vogel in Deutschland fest

Seit vier Wochen werden deutschlandweit vermehrt Wildvögel tot aufgefunden, die zumeist an Usutu-Virus-Infektionen (USUV) verendet sind. Das West-Nil-Virus (WNV), das ebenfalls Wildvögel infiziert, ist eng verwandt mit diesem Erreger. Daher werden sämtliche Wildvogel-Proben, die an das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gesandt werden, stets auf beide Viren untersucht. Nun wurde erstmals in Deutschland bei einem 3,5 Jahre alten männlichen Bartkauz, der Mitte August in Halle (Saale) in seiner Voliere tot aufgefunden worden war, eine WNV-Infektion festgestellt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Killerviren auf dem Vormarsch: Wie gefährlich ist das Bornavirus für den Menschen?

Exotische Bunt- und Schönhörnchen können Bornaviren auf Menschen übertragen. Und es gibt noch andere Infektionswege.

Apathische Pferde machten das Bornavirus bekannt. Man vermutete gar eine Ursache für Depressionen beim Menschen. Dann starben drei Tierzüchter. Und jetzt gelten die seltsamen Erreger als gefährliche Killer.

(Mehr in: Medizin & Ernährung – FAZ.NET)

Genrekombination deaktiviert Retroviren während ihres Einschleusens in Wirtsgenome

Im Erbgut der meisten Wirbeltiere finden sich erstaunlich viele virale Gensequenzen – beim Menschen etwa acht Prozent. Aber wie gelingt es, von außen eindringenden – sogenannten exogenen Viren – dauerhaft Teil des Wirtsgenoms zu werden? Antworten auf diese Frage liefert die Studie eines internationalen Forscherteams um Alex Greenwood vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Körpereigener Tumorblocker entdeckt

Wissenschaftlerinnen der Universitätsmedizin Mainz haben neue Eigenschaften des menschlichen Proteins MYPOP entdeckt: Es wirkt gegen Virusinfektionen und Krebs. MYPOP erkennt virale Proteine und die DNA von HPV16 und HPV18, sogenannten onkogenen Papillomviren, bindet an sie und hemmt die Expression viraler Gene, u.a. auch der viralen Onkogene, auch als Krebsgene bezeichnet. Diese gelten als eine Ursache für die Transformation gesunder Zellen zu Tumorzellen. MYPOP hat somit antivirale und antitumor Eigenschaften. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)