Struktur eines zentralen Stoffwechselenzyms aufgeklärt

Kieler Forschungsteam liefert Schlüssel zum funktionalen Verständnis des menschlichen mARC1-Enzyms

Eine der zentralen Herausforderungen für jedes Lebewesen ist es, bei der Aufnahme von Stoffen zwischen ihrer Nützlichkeit oder Schädlichkeit zu unterscheiden. Im Falle der Nahrungsaufnahme kommen zum Beispiel hochspezialisierte Enzyme zum Einsatz, die bei der Energiegewinnung aus chemisch komplexen Nahrungsstoffen helfen. Am Abbau bestimmter nicht verwertbarer oder toxischer Fremdstoffe sind hingegen gänzlich andere Enzyme beteiligt: Ähnlich wie das Immunsystem fungieren diese als Schutzbarriere des Körpers, die eine Aufnahme von Schadstoffen verhindern soll.

Quell: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Forschende verjüngen Immunsystem: Blutbildende Stammzellen als Schlüssel zu starken Abwehrkräften

Seniorinnen und Senioren sind nicht nur anfälliger für Infektionen, auch Impfungen sind im Alter weniger wirksam. Nun haben Ulmer Forschende das Immunsystem im Modell „verjüngt“. Der Schlüssel zu einem leistungsfähigen Immunsystem sind demnach blutbildende Stammzellen. Im Fachjournal „Blood“ belegt die Gruppe auch die wichtige Rolle dieser Stammzellen bei der Alterung des Immunsystems.

Quell: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Neue Impf-Strategie gegen Epstein-Barr-Viren

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist weit verbreitet, und meist bleibt die Infektion ohne Folgen. Doch das Virus kann auch schwer krank machen. Einen wirksamen Impfschutz gibt es bislang nicht, da der Erreger schwer zu fassen ist. Jetzt haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg eine neue Strategie für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen EBV entwickelt, der das Immunsystem zeitgleich auf verschiedene Stadien des Erregers vorbereitet. Die Forscher sind davon überzeugt, damit einen entscheidenden Fortschritt bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen EBV erreicht zu haben. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neuer Blog macht aktuelle Forschung zu CRISPR-Cas begreifbar

Heute startet CRISPR-Whisper: Der neue Wissenschafts-Blog berichtet über Aktivitäten und Ergebnisse aus dem Schwerpunktprogramm „Mehr als Verteidigung“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das das Immunsystem von Bakterien CRISPR-Cas erforscht – es ist derzeit in aller Munde. Gestaltet wird der Blog vom Verein Science Bridge e.V. an der Universität Kassel, der bereits seit mehr als 20 Jahren Schüler- und Bürger-Laborkurse anbietet. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie ein Eiweiß das Abklingen von Entzündungen fördert

Entzündungen sind eine natürliche Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Krankheitserreger. Wenn sie außer Kontrolle geraten, können sie selbst zu Erkrankungen führen. Ein körpereigenes Eiweiß namens DEL-1 sorgt als zentraler Akteur dafür, dass übermäßige Entzündungen abklingen. Die Bedeutung und die grundlegende Funktionsweise
des Proteins konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam zeigen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Forscher der Jacobs University Bremen entdecken Gruppen von Immunproteinen

Die Oberfläche unserer Körperzellen ist mit Proteinen bedeckt, die viele Aufgaben haben. Einige dieser Proteine, die sogenannten MHC-Proteine, helfen dem Immunsystem zu erkennen, ob die Zelle, die sie trägt, sich mit einem Virus oder Bakterium infiziert hat, oder ob sie vielleicht sogar Teil eines bösartigen Tumors ist. Daher sind die MHC-Proteine von entscheidender Bedeutung, um uns gesund zu erhalten. Forscher der Jacobs University Bremen haben nun eine vielseitig anwendbare Methode entwickelt, die dabei helfen kann, das Zusammenspiel dieser Proteine zu verstehen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Gefahr aus der Wüste

Mutationen machen MERS-Virus resistenter gegen die Abwehrkräfte des Immunsystems (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Warum Fresszellen in gesundem Gewebe fasten

ETH-Wissenschaftler zeigten, dass die Fresszellen des Immunsystems nicht nur biochemisch, sondern auch mechanisch reguliert werden. Dies könnte erklären, warum die Zellen in gesundem Körpergewebe weniger aktiv sind. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Immuntherapie wird für kleine Krebspatienten verträglicher

Renommiertes Medizinjournal „The Lancet“ veröffentlicht Studienergebnisse der Greifswalder Kinderonkologen

Das Neuroblastom ist mit der höchsten Sterblichkeitsrate bei Kindern und Jugendlichen verbunden. Eine Immuntherapie mit einem Antikörper in Kombination mit aktivierenden Botenstoffen des Immunsystems (Zytokinen) in Form von Medikamenten hat das Überleben der Erkrankung deutlich verbessert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Warum Fresszellen in gesundem Gewebe fasten

ETH-Wissenschaftler zeigten, dass die Fresszellen des Immunsystems nicht nur biochemisch, sondern auch mechanisch reguliert werden. Dies könnte erklären, warum die Zellen in gesundem Körpergewebe weniger aktiv sind. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Unbekannter Hemmmechanismus für Humanes Cytomegalievirus entdeckt

Zytomegalie ist erst einmal eine unscheinbare Infektionskrankheit von der jedoch ein Großteil der Bevölkerung betroffen ist. Nach einer fast symptomfreien Erstinfektion versteckt sich das Humane Cytomegalievirus (HCMV) meist lebenslang in Körperzellen. Bedrohlich wird eine HCMV Infektion jedoch, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Forschende des TWINCORE haben nun in menschlichen Zellen untersucht, was unsere Immunzellen unternehmen, wenn das Virus uns zum ersten Mal infiziert. Dabei haben sie einen bisher unbekannten Mechanismus entdeckt, mit dem Immunzellen und infizierte Zellen das Virus gemeinsam in Schach halten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Journal Virulence. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Sensor des Immunsystems als Schlüsselstelle für Pilzinfektionen und Hausstauballergie

Wissenschaftler der Universität Tübingen entdecken, wie der Körper das Alarmsignal Chitin erkennt (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Zwillingsforschung: Erbanlagen und Lebensstil beeinflussen Rheuma (DGRh)

Mit Ausnahme eineiiger Zwillinge nach ihrer Geburt haben wohl keine zwei Menschen auf der Welt das gleiche Immunsystem. Entsprechend unterschiedlich fällt die Reaktion auf Impfstoffe oder Krankheitserreger aus, ebenso die Neigung zu Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen gehen auf eine Fehlfunktion des Immunsystems zurück – und auch hier entscheidet die erblich festgelegte Immunausstattung mit darüber, ob eine Rheumaerkrankung ausbricht oder nicht – und wie stark sie ausfällt. Wie groß ist jedoch der genetische Einfluss und welche anderen Faktoren spielen dabei eine Rolle? Darüber sprachen Experten auf dem 46. Kongress der DGRh. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie Bakterien das kindliche Immunsystem im Darm prägen

HZI-Forscher entdecken, wie eine frühe Besiedelung mit Mikroben die Eigenschaften von Lymphknoten im Darm lebenslang definiert (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neue Erkenntnisse über die Autoimmunkrankheit Morbus Bechterew

Auto-Immunerkrankungen sind krankhafte Abweichungen des Immunsystems – hier greift das körpereigene Immunsystem versehentlich den eigenen Körper an. Morbus Bechterew ist eine solche Auto-Immunerkrankung. Nun haben Wissenschaftler an der Jacobs University in Bremen die molekularen Mechanismen der Krankheit näher entschlüsselt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

CT45 – ein Schlüssel zum langfristigen Überleben beim Eierstockkrebs

Die Diagnose Eierstockkrebs gleicht noch heute einem Todesurteil. Nur eine von sechs Patientinnen überlebt mehr als 10 Jahre nach ihrer Erstdiagnose. Ein internationales Forscherteam aus München, Chicago und Kopenhagen hat nun einen molekularen Mechanismus entdeckt, der beim aggressiven Eierstockkrebs ein langfristiges Überleben ermöglicht. Mithilfe der Proteomik identifizierten die Forscher das Protein CT45 als prognostischen Krebszellmarker. Dabei stellte sich heraus, dass dieses Protein das Absterben der Krebszellen durch die Chemotherapie erhöht und das Immunsystem alarmiert. Die Ergebnisse der Arbeit wurden im renommierten Fachblatt Cell vorgestellt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

“Achillesferse“ der Tumorzellen des anaplastischen-großzelligen Lymphoms (ALCL) identifiziert

Anaplastische Großzell-Lymphome (ALCL) sind seltene Tumore der weißen Blutkörperchen. Neue Forschungen des internationalen ERIA Konsortiums unter Leitung von WissenschafterInnen in Wien zeigten nun, dass der gleiche Signalweg in verschiedenen Arten von ALCL essenziell für das Wachstum der Tumorzellen ist:TYK2 (ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems) verhindert den apoptotischen Zelltod durch Erhöhung der Ausschüttung des BCL2-Familienmitglieds Mcl1, einer speziellen Proteinart. Daher stellt TYK2 aufgrund seiner einzigartigen enzymatischen Zusammensetzung ein interessantes therapeutisches Ziel dar, durch TYK2-spezifische Inhibitoren als vielversprechende, neuartige Therapeutika bei ALCL. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wenig essen ist gesund dank Darmbakterien

Eine kalorienarme Ernährung verlängert das Leben von Mäusen und sie werden auch gesünder und schlanker. Ein vom SNF unterstütztes Forschungsteam hat nun eine Erklärung für diese Tatsache gefunden: Ausschlaggebend ist die Darmflora und ihre Auswirkung auf das Immunsystem. Die Forschenden fanden auch Wirkstoffe, die den Effekt einer kalorienarmen Ernährung simulieren und neue Möglichkeiten zur Behandlung von Übergewicht eröffnen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Im Kampf gegen Bakterien braucht es genügend Energie

Um Bakterien und Pilze einzufangen und abzutöten, bauen weisse Blutkörperchen Netze aus DNA und toxischen Proteinen. Diese «Fangnetze» unseres Immunsystems sind nur dank einer zusätzlichen Energiequelle in diesen Abwehrzellen möglich, wie Forschende der Universität Bern herausfanden. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Defektes Zytoskelett lähmt Immunzellen

Immunzellen bewegen sich fort, indem sie ihr inneres Gerüst, das Zytoskelett, permanent neu anordnen – ein für ihre Funktion entscheidender Prozess. Durch eine seltene Erkrankung wurde nun ein bisher unbekannter Regulationsmechanismus entdeckt, der für das adaptive Immunsystem essentiell ist. Die Studie, durchgeführt von einer internationalen Kollaboration von WissenschaftlerInnen unter der Leitung von LBI-RUD-, CeMM- und MedUni-Wien-ForscherInnen, wurde im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Schlafkrankheit: Erreger tarnen sich mit Zucker

Dass sich Erreger der Schlafkrankheit durch einen Austausch ihrer Oberflächenproteine der Immunabwehr entziehen, ist lange bekannt. Doch nun fanden Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum eine zusätzliche Strategie der Parasiten, dem Immunsystem zu entgehen: Sie verwirren das Abwehrsystem mit Zucker. Die Zuckerketten am Hüllprotein verhindern die Bindung schützender Antikörper und steigern so die krankmachenden Eigenschaften der einzelligen Erreger. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Hirntumoren: Typische Mutation in Krebszellen legt das Immunsystem lahm

Der Austausch eines einzelnen Aminosäurebausteins in einem Stoffwechselenzym kann nicht nur den Grundstein für eine Krebserkrankung legen. Er kann auch das Immunsystem aushebeln, wie Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Universitätskliniken Mannheim und Heidelberg und des Deutschen Krebskonsortiums jetzt veröffentlichen. Damit blockiert er die körpereigene Abwehr im Kampf gegen das veränderte Molekül und vereitelt gleichzeitig Immuntherapien von Hirntumoren. Diese Erkenntnis eröffnet nicht nur neue Einblicke in die Krebsentstehung und -entwicklung. Sie legt auch nahe, dass ein Umdenken bei der Immuntherapie von Tumoren erforderlich ist. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Placebo: Ein Signal für das Belohnungssystem im Hirn

Der Placebo-Effekt hat ein enormes Potenzial zur Steigerung unserer körperlichen und geistigen Gesundheit. Neue Forschungen von Professorin Asya Rolls am Technion – Israel Institute of Technology – in Haifa zeigen, wie die Stimulation des Belohnungssystems im Gehirn das Immunsystem im Körper stärken kann. Sie stellte ihre Erkenntnisse heute (8. Juli) auf dem FENS-Forum der Neurowissenschaften in Berlin vor. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie das Immunsystem bei Alzheimer und Schmerzen helfen kann

Zwei Forscherteams aus Israel und den USA berichteten heute (8. Juli) auf dem FENS-Forum der Neurowissenschaften in Berlin über neue Erkenntnisse, wie Immun- und Nervensystem zusammenarbeiten. Professorin Michal Schwartz vom israelischen Weizmann Institute of Science erkundet eine radikal neue Strategie zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit, bei der das Immunsystem gestärkt wird. Das Team um Professor Isaac Chiu von der Harvard Medical School in Boston entdeckte eine Möglichkeit, wie sich die extremen Schmerzen bei der nekrotisierenden Fasciitis – einer Gewebe zerstörenden bakteriellen Infektion – mit Hilfe von Botulinumtoxin mildern sowie die lebensbedrohliche Infektion bekämpfen lassen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

UDE/UK Essen: Mit neuen Antikörpern bleibt das Immunsystem wach

Total übermüdet: Chronische Virenerkrankungen können bestimmte Zellen des menschlichen Immunsystems entkräften, so dass weitere Infektionen tödlich enden können. Mit neuen Antikörpern lässt sich die körpereigene Abwehr allerdings wieder auf Trab bringen. Das haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) herausgefunden. Sie berichten darüber in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)