Der Bau des „Regensburg Center for Ultrafast Nanoscopy“ zur Erforschung des Nanokosmos hat begonnen

An der Universität Regensburg entsteht in den kommenden Monaten ein neuer Forschungsbau, das „Regensburg Center for Ultrafast Nanoscopy“ – kurz: RUN. Ziel des RUN ist es, mit neuartigen höchstauflösenden Zeitlupenkameras die ultraschnellen Quantenbewegungen von Atomen und Molekülen in biologischen Systemen ebenso wie in Nanomaterialien direkt zu beobachten, zu verstehen und für künftige Bio- und Quantentechnologien zu nutzen. Kurz, mit Hilfe des RUNs soll es in Zukunft möglich sein, diesen Nanokosmos der belebten und unbelebten Natur im Detail darzustellen und zu verstehen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft

Wie sich Zellen bewegen und warum sie nicht kleben bleiben

Theoretische Physiker*innen aus Berlin haben sich mit experimentellen Physiker*innen aus München zusammengetan, um die Mechanik der Zellmigration – Ortsveränderungen von Zellen – genauer zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

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Blood group co-determines composition of the intestinal microbiome

In a large genome study, a Kiel University research team demonstrates correlations between certain gene variants and the composition of bacterial colonization in the human body

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Blutgruppe bestimmt Zusammensetzung des Darmmikrobioms mit

CAU-Forschungsteam weist in großer Genomstudie Zusammenhänge bestimmter Genvarianten mit der Zusammensetzung der Bakterienbesiedlung im menschlichen Körper nach

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Protein-Variante kann Resistenz gegen Schlafkrankheit-Medikament erklären

Eine bestimmte Variante des Oberflächenproteins VSG der afrikanischen Trypanosomen, den Erregern der Schlafkrankheit, steht mit der Resistenz gegen das wichtige Medikament Suramin in Zusammenhang. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum konnten nun anhand der Kristallstruktur dieser Proteinvariante eine mögliche Erklärung für die Resistenzbildung finden.

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Novel Organoid Models: Illuminating Path to Cervical Cancers

How do tumours develop in the cervix? Many new details are now known about this question. This is also thanks to Dr. Cindrilla Chumduri from the Biocentre at the University of Würzburg.

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A trap for nematodes

Filariae, sometimes up to 70 centimeters long nematodes, can set up residence in their host quite tenaciously and cause serious infectious diseases such as river blindness or elephantiasis, which belong to the so-called neglected tropical diseases (NTDs) and are found in about 80 million peoplein the tropics. Researchers led by the University of Bonn have now investigated a mechanism by which the immune system attacks the filariae. Certain immune cells, the eosinophil granulocytes, release DNA that forms a kind of web around the larvae and traps them. The researchers also identified which protein „turns on“ the mechanism, known as the Dectin-1 receptor.

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Fadenwürmer in der Falle

Filarien, mitunter bis zu 70 Zentimeter lange Fadenwürmer, können sich hartnäckig in ihren Wirt einnisten und zu ernsten Infektionskrankheiten wie die Flussblindheit oder Elefantiasis hervorrufen, die in den Tropen bei etwa 80 Millionen Menschen vorkommen. Wissenschaftler unter Federführung der Universität Bonn haben jetzt einen Mechanismus erforscht, mit dem das Immunsystem den Filarien zu Leibe rückt. Bestimmte Immunzellen, die Eosinophilen Granulozyten, setzen dabei DNA frei, die eine Art Netz um die Larven bildet und sie einfängt. Darüber hinaus identifizierten die Forscher, welches Protein den Mechanismus „einschaltet“ – der sogenannte Dectin-1 Rezeptor.

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High-ranking male hyenas have better chances with females because they are less “stressed” than low-ranking males

Scientists from the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) have found that interacting with other males is more “stressful” for low-ranking than for high-ranking male spotted hyenas. This restricts the time and energy low-ranking males can invest in courting the most desirable females and is therefore a key factor for their lower reproductive success than their high-ranking rivals. This mechanism seems to be more important in determining the number and quality of offspring than physical traits such as attractiveness and fighting ability.

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Hochrangige Männchen haben bei Hyänenweibchen bessere Chancen, weil sie weniger „gestresst“ sind als rangniedrige Tiere

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) haben herausgefunden, dass die Interaktion mit anderen Männchen für rangniedrige Tüpfelhyänenmännchen „stressiger“ ist als für hochrangige. Dies schränkt die Zeit und Energie ein, die rangniedrige Männchen in das Werben um die begehrtesten Weibchen investieren können und ist daher ein Schlüsselfaktor für ihren geringeren Fortpflanzungserfolg als der ihrer ranghohen Rivalen. Dieser Mechanismus scheint für die Anzahl und Qualität der Nachkommen wichtiger zu sein als körperliche Merkmale wie Attraktivität und Stärke.

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Researchers find inhibitors effective against a coronavirus enzyme

Results of fundamental research provide possible basis for the development of drugs active against the pathogen / New class of inhibitors attack papain-like viral protease / Efficacy against SARS-CoV and SARS-CoV-2 in cell cultures

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Neurowissenschaftler verabschiedet sich in den Ruhestand

Der renommierte Neurobiologe Eckart D. Gundelfinger verabschiedet sich nach einer erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere in den Ruhestand. Der Magdeburger Wissenschaftler etablierte 1992 die Abteilung für Neurochemie und Molekularbiologie am Institut. Seine aktuelle Forschung konzentrierte sich auf molekulare Mechanismen der synaptischen Plastizität, die Lern- und Gedächtnisprozessen zugrunde liegen.

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Babykino gesetzlich untersagt – medizinisch begründeter Ultraschall bei Schwangeren ist erlaubt!

Das sogenannte Babykino ist seit 1. Januar 2021 offiziell verboten. Dagegen bleiben medizinisch indizierte Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung weiterhin erlaubt. Dies erläutern der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) vereint im German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

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Recent hedgehog conservation research fills important research gaps on hedgehogs in the Anthropocene

Hedgehogs live both in the countryside and larger cities. As populations continue to decline, especially in rural areas, most hedgehogs in central Europe are now urban dwellers. To efficiently protect these populations, the suitability of their traits and life histories for life in human-dominated habitats need to be better understood. The new special issue on „applied hedgehog conservation research“ of the scientific journal „Animals“, co-edited by Dr Anne Berger of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW), fills an important part of this research gap.

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Die Berliner Mischung: Igel bilden keine genetisch isolierten Bestände in der Hauptstadt

Igel leben sowohl auf dem Lande als auch in größeren Städten. Da in ländlichen Regionen die Bestände kontinuierlich abnehmen, sind die Mehrzahl der Igel mittlerweile Stadtbewohner. Um diese Bestände effizient zu schützen, müssen die Anpassungsstrategien (und deren Grenzen) dieser Kleinsäuger an menschlich dominierte Lebensräume besser verstanden werden. Die von Dr. Anne Berger vom Leibniz-IZW mit herausgegebene Spezialausgabe „applied hedgehog conservation research“ der Fachzeitschrift „Animals“ schließt einen Teil dieser Forschungslücke. Darin: Trotz erheblicher Barrieren im Stadtbild schaffen es die wenig mobilen Igel, in Berlin eine gemeinsame genetische Population zu erhalten.

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Designer-Zytokin lässt gelähmte Mäuse wieder gehen

Bisher sind Lähmungen, die auf Rückenmarksschädigungen zurückgehen, irreparabel. Mit einem neuen Therapieansatz ist es dem Team des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fischer erstmals gelungen, gelähmte Mäuse wieder zum Laufen zu bringen. Die Schlüssel dazu sind das Protein Hyper-Interleukin-6, das Nervenzellen zur Regeneration anregt, und die Art und Weise wie es den Tieren zugeführt wird. Die Forscherinnen und Forscher berichten im Journal Nature Communications vom 15. Januar 2021.

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Medizininformatik-Initiative liefert Datenbasis für COVID-19-Forschung

Nationale Forschungsdatenplattform CODEX des Netzwerks Universitätsmedizin im Aufbau

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Blutgerinnungshemmer zeigen unterschiedliche Effekte beim Herzinfarkt

Verschiedene Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung können sich sehr unterschiedlich auf die Schwere der Schädigung des Herzens nach einem Infarkt und der Funktionstüchtigkeit dieses wichtigen Organs auswirken. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig in einer Studie gekommen, die nun in der renommierten Fachzeitschrift Circulation Research veröffentlicht worden ist.

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Bayreuther Botaniker erforschen die einzigartige Flora Neukaledoniens

Sieben neue Arten der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) haben Forscher*innen der Universität Bayreuth in Neukaledonien entdeckt. Auf den Spuren des britischen Entdeckers James Cook untersuchten sie im Frühjahr 2019 die Flora auf der Inselgruppe im Südwestpazifik und publizierten jetzt die Ergebnisse ihrer langjährigen Studien im 27. Band der „Flore de la Nouvelle-Calédonie“ des Pariser Muséum National d’Histoire Naturelle.

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Kiemenschlitzaal: Neue Fischgattung aus Indien beschrieben

Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine neue Fischgattung beschrieben. Die zur Familie der Kiemenschlitzaale gehörenden, blinden Fische leben im südlichen Indien in unterirdischen Gewässern und sind rot gefärbt. Zusätzlich ordnete das Team drei weitere Fischarten der neuen Gattung zu. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal „Ichthyological Exploration of Freshwaters“.

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Die Vermessung der unterirdischen Welt

Das Leben über der Erde hängt ab vom Boden und seinen unzähligen Bewohnern. Doch globale Strategien zum Schutz der Biodiversität schenken diesem Lebensraum bisher wenig Beachtung. Forscher unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Leipzig (UL) und der Colorado State University rufen in Science dazu auf, die Bedeutung der Artenvielfalt im Boden über die Agrarproduktion hinaus in internationalen Biodiversitätsstrategien zu berücksichtigen. Um Zustand und Leistungen der Böden besser sichtbar zu machen, erläutern die Forscher ihren Plan zur systematischen Erfassung.

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Wo man lebt, prägt das Verhalten

Je nachdem, wo auf der Welt sie leben, organisieren Menschen aus Jäger- und Sammlergesellschaften sich ihr Leben zum Beispiel bei der Nahrungssuche, Fortpflanzung, Betreuung des Nachwuchses und sogar hinsichtlich ihres sozialen Umfelds ähnlich wie Säugetier- und Vogelarten, mit denen sie ihren Lebensraum teilen. Einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Universität Bonn und der University of Bristol in Großbritannien zufolge haben Umweltfaktoren einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich Menschen und nicht-menschliche Arten bei der Nahrungssuche verhalten – trotz ihrer sehr unterschiedlichen Hintergründe.

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Measuring the belowground world

Life above ground depends on the soil and its countless inhabitants. Yet, global strategies to protect biodiversity have so far paid little attention to this habitat. In the journal Science, an international team of researchers led by the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv), the Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU), Leipzig University (UL) and Colorado State University calls for greater consideration of soils in international biodiversity strategies. Their relevance far beyond agriculture must be recognised. In order to make the status and performance of soils more visible, the researchers explain their plan for systematic recording.

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How plants produce defensive toxins without harming themselves

In a new study in Science, scientists from the Max Planck Institute for Chemical Ecology in Jena and the University of Münster, Germany, describe in detail the biosynthesis and mode of action of diterpene glycosides in wild tobacco plants. Diterpene glycosides allow plants to fend off herbivores. The plant chemicals attack certain parts of the cell membrane. To protect themselves from their own toxins and to prevent their cell membranes from being damaged, tobacco plants store these substances in a non-toxic form, which is synthesized in a very particular way. Autotoxicity and the protection against it seem to play a greater role in the evolution of plant defenses than previously thought.

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Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden ohne sich selbst zu schaden

In einer neuen Studie in Science klären Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise von Diterpen-Glykosiden in wilden Tabakpflanzen auf. Diterpen-Glykoside dienen der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Die Abwehrstoffe greifen bestimmte Teile der Zellmembran an. Um sich selbst vor den eigenen Giften und der Zerstörung der Zellmembran zu schützen, speichern Tabakpflanzen die Abwehrstoffe in einer ungiftigen Form, die auf eine besondere Art und Weise gebildet wird. Selbsttoxizität und der Schutz davor scheinen bei der Evolution der pflanzlichen Abwehr eine größere Rolle zu spielen als bislang angenommen.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft