Neue Impf-Strategie gegen Epstein-Barr-Viren

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist weit verbreitet, und meist bleibt die Infektion ohne Folgen. Doch das Virus kann auch schwer krank machen. Einen wirksamen Impfschutz gibt es bislang nicht, da der Erreger schwer zu fassen ist. Jetzt haben Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg eine neue Strategie für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen EBV entwickelt, der das Immunsystem zeitgleich auf verschiedene Stadien des Erregers vorbereitet. Die Forscher sind davon überzeugt, damit einen entscheidenden Fortschritt bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen EBV erreicht zu haben. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Bakterien setzen auf klassisches Geschäftsmodell

Bei der Besiedlung seines Wirtes fährt der Erreger der Lungenentzündung Pseudomonas aeruginosa eine doppelspurige Strategie. Er bildet zwei verschiedene Zellen – bewegliche Schwärmer und virulente Siedler. Forscher am Biozentrum der Universität Basel haben nun aufgeklärt, wie der Keim sich innert Sekunden an Gewebe festsetzen und sich gleichzeitig verbreiten kann. Ganz nach dem Geschäftsmodell: Niederlassen – Wachsen – Expandieren. Die Studie ist in «Cell Host & Microbe» erschienen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Proben aus Grab in Schweden: Forscher finden neuen Pesterreger

Sie starb vor gut 5000 Jahren – vermutlich an der Pest. In einem Grab in Schweden haben Forscher Überreste einer Frau mit einer unbekannten Variante des Erregers der Seuche gefunden. Es wäre der älteste bekannte Pestfall. (Mehr in: SPIEGEL ONLINE – Wissenschaft)

Wie ein Eiweiß das Abklingen von Entzündungen fördert

Entzündungen sind eine natürliche Abwehrreaktion des Immunsystems gegen Krankheitserreger. Wenn sie außer Kontrolle geraten, können sie selbst zu Erkrankungen führen. Ein körpereigenes Eiweiß namens DEL-1 sorgt als zentraler Akteur dafür, dass übermäßige Entzündungen abklingen. Die Bedeutung und die grundlegende Funktionsweise
des Proteins konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam zeigen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Die größten Gefahren für die Gesundheit

Es sind Zahlen, die Ärzte und Regierungen in Nord und Süd beschäftigen müssen: mehr Tote durch Substanzen, Gewalt und resistente Erreger. Brisant auch: Der westliche Lebensstil wütet inzwischen wie ein Virus. (Mehr in: Medizin & Ernährung – FAZ.NET)

Todeszellen im Apfelbaum, den Tricks des Feuerbrand-Bakteriums auf der Spur

Der Feuerbranderreger überredet den Apfel, ihm ein Bett aus toten Zellen zu bereiten, von dem er sich ernährt. Forscher des Julius Kühn-Instituts (JKI) weisen jetzt nach, dass ein einziges Protein ausreicht, um den morbiden Vorgang anzustoßen und berichten darüber im Fachmagazin „Molecular Plant Microbe Interaction“ (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Tübinger Forscher decken Tarnkappenstrategie multiresistenter Keime auf

Durchbruch in der Erforschung gefürchteter Krankheitserreger – Bislang unbekanntes Protein in einer Schlüsselrolle (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wenn Verwandte von Krankheitserregern Gutes tun

Es gibt Bakterien, die Wasserstoff und Naturstoffe produzieren, was sowohl für die Umwelt als auch für die Medizin wichtig ist. In Jena hat ein Forschungsteam nun die Fähigkeit zur Wasserstoff- und Naturstoffproduktion in einer Gruppe von Bakterien nachgewiesen, die bis dahin eher als Krankheitserreger bekannt waren. In Gemeinschaft mit einem methanproduzierenden Bakterium konnten diese Bakterien Milchsäure zu Methan umwandeln. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Rohwürste können Krankheitserreger enthalten

BVL veröffentlicht Bericht zum Zoonosen-Monitoring 2017 (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Welt-Pneumonie-Tag am 12. November: „Die Folgen einer Lungenentzündung werden unterschätzt!"

Mehr als 650.000 Menschen erkranken jährlich an einer Lungenentzündung – alleine in Deutschland. Vor allem für Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen kann das tödlich enden. „Noch immer unterschätzen Betroffene die Folgen einer Lungenentzündung“, sagt Dr. Anja Kwetkat (Foto), Direktorin der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Pneumokokken sind die häufigsten Erreger. „Dabei kann eine rechtzeitige Impfung Leben retten – in jedem Alter“, so Kwetkat. Deshalb unterstützt die Arbeitsgruppe Impfen der DGG den Welt-Pneumonie-Tag der International Federation on Ageing (IFA) am 12. November. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Was hilft gegen die rätselhafte Kinderlähmung aus Amerika?

Der ganze Körper verkrampft: ein junges Opfer von AFM

Die Gesundheitsbehörden in Amerika haben eine Krankheit entdeckt, die der Polio ähnelt. Erreger könnte ein Schnupfenvirus sein. Kann man dem vorbeugen?

(Mehr in: Medizin & Ernährung – FAZ.NET)

Gegen resistente Keime: Universitäten Stuttgart, Tübingen und Ulm gemeinsam an Weiterentwicklung

Die wachsende Zahl resistenter bakterieller Krankheitserreger und damit die zunehmende Limitierung verfügbarer aktiver Antibiotika stellt eine der großen Herausforderungen des globalen Gesundheitssystems dar. Die durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur des Landes Baden-Württemberg für drei Jahre geförderte Forschergruppe „antibioPPAP“ unter Leitung von Prof. Bernd Plietker (Institut für Organische Chemie, Universität Stuttgart) und Prof. Friedrich Götz (Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin, Universität Tübingen) intensiviert nach gemeinsamen Vorarbeiten nun die Weiterentwicklung neuartiger MRSA- und VRE-aktiver Antibiotika. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neuer Wirkstoff gegen Anthrax

Ein Team um Professor Arne Skerra hat an der Technischen Universität München (TUM) eine neuartige Strategie entwickelt, um den Anthrax-Bazillus daran zu hindern, das für ihn lebensnotwendige Eisen aufzunehmen, indem sein spezieller Eisen-Komplexbildner neutralisiert wird. Da sich der Milzbrand-Erreger erst durch den Zugang zum Element Eisen im Körper verbreitet, sollte dies eine effektive Behandlung der lebensbedrohlichen Infektion ermöglichen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Ebola, Nipah und ???: Plug and Play für schnelle Gewinnung schützender Antikörper

Epidemien mit gefährlichen Viren wie dem Ebolavirus können jederzeit auftreten. Ein Ansatz, um Menschen zu retten und die Zahl der Opfer so gering wie möglich zu halten, ist die Gabe schützender Antikörper gegen den Erreger. Wie können sie schnell in großer Menge produziert werden? Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben mit Wissenschaftlern im DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung) gezeigt, dass adjuvantierte virusartige Partikel (VLPs) als Plug-and-Play-System genutzt werden könnten, um schnell funktionale Antikörper im Tier zu erzeugen, die für eine Behandlung infizierter Personen nutzbar wären. Darüber berichtet npj Vaccines in seiner Online-Ausgabe vom05.10.2018 (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Zwillingsforschung: Erbanlagen und Lebensstil beeinflussen Rheuma (DGRh)

Mit Ausnahme eineiiger Zwillinge nach ihrer Geburt haben wohl keine zwei Menschen auf der Welt das gleiche Immunsystem. Entsprechend unterschiedlich fällt die Reaktion auf Impfstoffe oder Krankheitserreger aus, ebenso die Neigung zu Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen gehen auf eine Fehlfunktion des Immunsystems zurück – und auch hier entscheidet die erblich festgelegte Immunausstattung mit darüber, ob eine Rheumaerkrankung ausbricht oder nicht – und wie stark sie ausfällt. Wie groß ist jedoch der genetische Einfluss und welche anderen Faktoren spielen dabei eine Rolle? Darüber sprachen Experten auf dem 46. Kongress der DGRh. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Neuer Ansatz für die Behandlung von Virus-Enzephaliden

Unser Gehirn ist einer der am besten geschützten Bereiche unseres Körpers. Die Blut-Hirn-Schranke sorgt dafür, dass nur ausgewählte Stoffe aus dem Blut in das zentrale Nervensystem übergehen können und schirmt unser Gehirn vor Krankheitserregern, Gift- und Botenstoffen ab. Eine Lücke in dem Sicherheitssystem ist unser Geruchssinn. Gelingt es Viren, diese Schranke zu überwinden, entzündet sich das Gehirn: eine lebensbedrohliche Enzephalitis kann entstehen. Forschende des TWINCORE haben nun eine spezielle Immunantwort des Gehirns entschlüsselt, die auf gänzlich anderen Mechanismen beruht, als die übliche Erregerabwehr. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt im Journal Cell Reports. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Wie Vampirfledermäuse die Virusforschung unterstützen

Neues Forschungsprojekt zu Viruspersistenz

Ein neues Forschungsprojekt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersucht, wie und unter welchen Bedingungen Viren im Organismus überdauern und sogar neue Infektionen auslösen können. Dafür erforschen die Wissenschaftler die Mechanismen der Wirt-Virus-Beziehung bei Vampirfledermäusen, die mit einem neuartigen Morbillivirus infiziert sind, ein mit dem Masernvirus verwandter Erreger. Das Vorhaben wird für drei Jahre vom Human Frontier Science Program mit rund 900.000 Euro gefördert. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Zika und Gelbfieber: Impfstoffe ohne Ei

Einige Flaviviren lassen sich künftig hoch konzentriert in Bioreaktoren vermehren

Die Versorgung mit einigen lebenswichtigen Impfstoffen könnte in Zukunft sicherer werden. Ein Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg entwickelt Methoden, mit denen sich Viren für Impfstoffe in deutlich höherer Konzentration vermehren lassen als bislang. Die Forscher produzieren die Krankheitserreger dabei in Zellkulturen in kleinen Bioreaktoren. Derzeit werden für die Herstellung von Impfstoffen jährlich noch etwa eine halbe Milliarde Hühnereier benötigt, was einige Probleme mit sich bringt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Afrikanische Affen sind infiziert mit dem gleichen Bakterium das beim Menschen Frambösie auslöst

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Deutschen Primatenzentrums, des Robert-Koch-Instituts, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der McGill Universität, der Masaryk Universität, der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte haben in mehreren Primatenarten in Subsahara-Afrika erfolgreich Genome des Bakteriums Treponema pallidum sequenziert. Bei Affen verursacht das Bakterium schwere Symptome wie Läsionen an Genitalien, Gesicht und Extremitäten. Damit beweisen die Wissenschaftler, dass der Frambösieerreger nicht nur beim Menschen zu finden ist. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Afrikanische Schweinepest: Keine Gefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher

Tierseuchen sind keine Lebensmittelskandale: Erreger ist nicht auf den Menschen übertragbar (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Eine ganz besondere Proteinmaschinerie

Der Erreger der Schlafkrankheit enthält eine aussergewöhnliche Maschinerie für die Herstellung von Proteinen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern der ETH Zürich und der Universität Bern hat nun erstmals deren Struktur aufgeklärt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Gemeinsam gegen Keime | „Aktion Saubere Hände“ macht Halt am Universitätsklinikum Ulm

Wie ziehe ich einen Schutzhandschuh richtig aus, ohne Krankheitserreger auf meine Hände zu übertragen? Halte ich alle Hygienevorschriften zum Legen eines Venenkatheters ein? Diese und viele andere Fragen beantwortete das Team der „Aktion Saubere Hände“ (ASH) am Mittwoch, 5. September, bei seinem Besuch am Universitätsklinikum Ulm. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

Lymphdrüsenkrebs: Möglicher weiterer Auslöser entdeckt

Bestimmte körpereigene Eiweiße und Eiweiße von infektiösen Erregern haben einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und das Fortschreiten verschiedener Arten von Lymphdrüsenkrebs. Dies konnte ein Team von Wissenschaftlern im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes am José Carreras Zentrum der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar in Kooperation mit dem Senckenberg Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Frankfurt a. M. nachweisen. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig auch für neue therapeutische Ansätze in der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs genutzt werden. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)

FLI stellt erstmals West-Nil-Virus-Infektion bei einem Vogel in Deutschland fest

Seit vier Wochen werden deutschlandweit vermehrt Wildvögel tot aufgefunden, die zumeist an Usutu-Virus-Infektionen (USUV) verendet sind. Das West-Nil-Virus (WNV), das ebenfalls Wildvögel infiziert, ist eng verwandt mit diesem Erreger. Daher werden sämtliche Wildvogel-Proben, die an das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gesandt werden, stets auf beide Viren untersucht. Nun wurde erstmals in Deutschland bei einem 3,5 Jahre alten männlichen Bartkauz, der Mitte August in Halle (Saale) in seiner Voliere tot aufgefunden worden war, eine WNV-Infektion festgestellt. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)