Neuer Therapieansatz bei familiärer Zystennierenerkrankung ADPKD

Die „Zystennieren“ sind eine der häufigsten Erbkrankheiten weltweit, die im fortgeschrittenen Stadium Dialyse erfordern. Die bisherigen therapeutischen Möglichkeiten sind nur sehr begrenzt wirksam und von Nebenwirkungen begleitet. Forscherinnen und Forscher der Universität Regensburg und des Universitätsklinikums Erlangen zeigen jetzt in einer umfangreichen Untersuchung, dass der Chloridkanal TMEM16A (Anoctamin 1) wesentlich zum Zystenwachstum beiträgt und eine pharmakologische Hemmung von TMEM16A das Zystenwachstum signifikant reduziert. Dies wird unter anderem durch zwei Medikamente erreicht, die in der Humanmedizin bereits zu anderen Zwecken zugelassen sind.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft