Regionale Unterschiede bei Arztbesuchen: Es liegt an den Patienten

Deutsche gehen häufiger zum Arzt als die Bürger anderer Industriestaaten. Laut OECD kam jeder Bundesbürger im letzten Jahr durchschnittlich auf zehn Arztbesuche, in Frankreich sind es nur sechs und in Schweden sogar nur drei. Doch auch innerhalb Deutschlands gibt es große Unterschiede: So nehmen Hamburger 30% mehr ambulante Leistungen in Anspruch als Brandenburger. Oft wird dieses Verhalten durch eine regionale Über- oder Unterversorgung begründet. Eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Universität Tilburg zeigt jedoch, dass die Unterschiede hauptsächlich auf Eigenschaften der Patienten zurückzuführen sind – und nicht auf die ärztliche Versorgung.

Quelle: IDW Informationsdienst Wissenschaft