AutistInnen haben gleiche moralische Urteilsfähigkeit wie Nicht-AutistInnen

Ein weit verbreiteter Mythos über Autismus besagt, dass Betroffene einen Mangel an emotionalem Einfühlungsvermögen und eine Neigung zu zweckorientiertem Handeln haben. Der Zusammenhang zwischen der Empathiefähigkeit von AutistInnen und ihren moralischen Urteilen ist bislang jedoch wenig erforscht. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Giorgia Silani von der Universität Wien zeigt jedoch, dass es sich bei der scheinbar gefühllosen Haltung von AutistInnen gar nicht um eine Eigenschaft des Autismus per se, sondern um einen wenig erforschten Aspekt ihrer Persönlichkeit namens Alexithymie handelt. Diese ist durch Schwierigkeiten in der Emotionsverarbeitung gekennzeichnet. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)