Das Baukastenprinzip von Sexuallockstoffen

Wissenschaftler des Instituts für Organische Chemie und Biochemie in Prag und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena untersuchten die Pheromonchemie von Motten und entdeckten einen neuen evolutionären Mechanismus: Der Austausch einer einzelnen Aminosäure im Enzym von Tabakschwärmerweibchen ist verantwortlich für die Produktion neuer Sexualpheromone. Die Empfindlichkeit der Enzyme im Hinblick auf Änderungen ihrer spezifischen Wirksamkeit als Folge kleiner Mutationen kann zu Divergenzen in der Pheromonkommunikation von Motten führen. Die Entstehung neuer Insektenarten ist die Folge. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)