Regeneration in feindlicher Umgebung – Krebswirkstoff lässt verletzte Neuronen wieder wachsen

Rückenmarksverletzungen heilen selten, weil die Nervenzellen nicht spontan regenerieren. Das Wachstum der langen Nervenfortsätze wird durch das Narbengewebe und molekulare Prozesse im Nerveninneren verhindert. Wie ein internationales Forscherteam unter der Leitung von DZNE-Wissenschaftlern in Bonn jetzt in Science zeigt, könnte Hilfe von unerwarteter Seite kommen: Der Krebswirkstoff Epothilon reduziert im Tiermodell bei Rückenmarksverletzungen die Narbenbildung und aktiviert das Wachstum von verletzten Nervenzellen. Beides fördert neuronale Regeneration und verbessert die motorischen Fähigkeiten der Tiere. (Mehr in: Pressemitteilungen – idw – Informationsdienst Wissenschaft)