Phantomschmerzen den Schmerz nehmen -– Aktuelle Studie am Universitätsklinikum Bonn

Der Verlust einer Extremität ist ein tiefer Einschnitt im Leben der Betroffenen. Nach der Operation steht den Patienten ein anstrengender Weg bevor – Schritt für Schritt zurück in ein mobiles Leben. Ein Leben, das mit Hilfe von Prothesen nahezu wieder alles ermöglicht, wäre da nicht der Phantomschmerz. Rund 75% aller Amputierten leiden z.T. unter heftigen Schmerzen in dem nicht mehr vorhandenen Körperteil. Auslöser dafür sind unter anderem die jetzt „arbeitslosen“ Nerven im Stumpf, die dauerhaft erregt werden. Daneben existiert ein Schmerzgedächtnis, das sich an die vor und während der Amputation nozizeptiven Signale bzw. Schmerzen „erinnert“.
Quelle: idw Informationsdienst Wissenschaft